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Darf ich während meiner Unterbrechung eine künstlerische Tätigkeit im System der kleinen Vergütungen ausüben?

Ja. Sofern die künstlerische Tätigkeit als Amateur im Auftrag eines Auftraggebers (d.h. eines Arbeitgebers) nicht sozialversicherungspflichtig ist, darf sie während der Unterbrechung ausgeübt werden und hat sie keinen nachteiligen Einfluss auf das Unterbrechungsgeld des LfA. Eine kleine Vergütung, die als Aufwandsentschädigung gezahlt wird, ist also mit dem Unterbrechungsgeld vereinbar. 

Konkret heißt es also: jede für eine künstlerische Arbeitsleistung gezahlte kleine Vergütung, die keine 100,00 € pro Tag überschreitet, wird als eine Aufwandsentschädigung angesehen.  Für alle künstlerischen Arbeitsleistungen zusammen dürfen diese kleinen Vergütungen zusammengerechnet jährlich keine 2.000,00 € überschreiten.  Das System der kleinen Vergütungen bezieht sich auf die gesamte Summe, die der Auftraggeber dem Amateurkünstler zahlt: es sind also alle Ausgaben einbegriffen, auch die Fahrtkosten. 

Die vorgenannten Höchstbeträge der kleinen Vergütungen sind indexiert.  Für das Jahr 2021, belaufen sich diese Beträge auf täglich 132,13 € und jährlich 2642,53 €.

Nähere Auskünfte zum System der kleinen Vergütungen finden Sie auf Französisch auf dem Portal der Sozialen Sicherheit unter diesem Link.

Achtung!  Wenn die erhaltenen Summen die Höchstbeträge des Systems der kleinen Vergütungen überschreiten, müssen sie dem Landesamt für Soziale Sicherheit gemeldet werden. Diese Überschreitung dieser Höchstbeträge hat zur Folge, dass die Summen nicht mehr als einfache Aufwandsentschädigung, sondern als richtige Entlohnung gelten. In dem Fall muss die Ausübung der Tätigkeit dem Büro des LfA gemeldet werden. Diese Tätigkeit wird dann als eine Arbeitnehmertätigkeit angesehen, was zur Folge hat, dass Sie den Unterbrechungsgeldanspruch verlieren, wenn der Bezug dieser Entlohnung während der Auszeit oder Arbeitszeitverkürzung begonnen hat.

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