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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

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Berufsübergangsprogramme

Infoblatt

T10

Zuletzt aktualisiert am
01-01-2018

Die sechste Staatsreform

Wichtige Mitteilung zur 6. Staatsreform

Die Informationen in diesem Infoblatt beziehen sich auf Befugnisse, die zum 1. Juli 2014 der Wallonischen Region und der Deutschsprachigen Gemeinschaft übertragen wurden. (siehe www.adg.be, www.leforem.be, http://emploi.wallonie.be, www.ifapme.be, www.werk.be).

Es wurde allerdings eine Übergangsphase vorgesehen, in der das LfA provisorisch diese Befugnis weiter ausübt. Das LfA bleibt also aufgrund des Kontinuitätsgrundsatzes mit der Ausführung dieser Materie beauftragt, bis die Region bzw. die Gemeinschaft operativ imstande ist, diese Befugnis wahrzunehmen. Die Befugnis zur Zahlung der Integrationsleistung wird nicht der Region bzw. der Gemeinschaft übertragen und bleibt beim LfA in Zusammenarbeit mit den Zahlstellen.

Die bestehenden Vorschriften und Verfahren bleiben in Kraft, bis die Region oder die Deutschsprachige Gemeinschaft sie abändert.

Welches ist das Ziel der Berufsübergangsprogramme (BÜP)?

Die Berufsübergangsprogramme bieten den Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit, Berufserfahrungen zu sammeln, die ihre Lage auf dem Arbeitsmarkt bessern können, und eventuell sogar einen herkömmlichen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber zu schließen.

Außerdem entsprechen diese Programme gewissen Bedürfnissen, die heutzutage im allgemeinen Arbeitsmarkt noch nicht ausreichend erfüllt werden.

Kann ich im Rahmen eines Berufsübergansprogramm arbeiten?

Wichtig :

  • in Flandern wurde dieses Programm am  01.10.2015 abgeschafft;
  • in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde dieses Programm am 01.10.2016 abgeschafft;
  • in der Wallonischen Region wurde dieses Programm am 01.07.2017 abgeschafft. Es ist nur noch möglich, Arbeitnehmer mit den Vorteilen dieser Maßnahme zu beschäftigen, wenn der Anerkennungsantrag vor dem 01.07.2017 eingereicht wurde.

Sie können im Rahmen eines Berufsübergangsvertrages arbeiten wenn Sie zum Zeitpunkt der Einstellung entweder

  • seit mindestens 12 Monaten ohne Unterbrechung Berufseingliederungsgeld beziehen, oder
  • seit mindestens 24 Monaten ohne Unterbrechung Arbeitslosenunterstützung beziehen, oder
  • seit mindestens 9 Monaten ununterbrochen Berufseingliederungsgeld oder Arbeitslosenunterstützung beziehen und unter 25 Jahren alt sind und kein Diplom, Bescheinigung o.ä. der Oberstufe des Sekundarunterrichts besitzen.

Welche Art von Arbeit?

Da Berufsübergangsverträge ‘kollektiven gesellschaftlichen Bedürfnissen’ entgegenkommen sollen, fördern sie die Schaffung von Arbeitsstellen in den Gebieten Sport, Umwelt, Freizeit und im soziokulturellen Sektor.

Ein paar Beispiele: Entrittskarten verkaufen; anlässlich kultureller Aktivitäten sich um die Garderobe kümmern und das Publikum informieren; die Cafeteria des lokalen Sportklubs halten; bei der Organisierung von Wettkämpfe mithelfen; bei der Kinderbeaufsichtigung nach der Schule helfen; Abfälle wiederverwerten und recyceln.

Bei welchem Arbeitgeber?

  • Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes (d.h.: die Gemeinden, die Einrichtungen öffentlichen Interesses, die von Gemeinden abhängen, z.B.: Museen,..., die ÖSHZ, die Provinzen, der Föderalstaat, die Regionen, die Gemeinschaften);
  • VOGs;
  • andere Vereinigungen des nichtwirtschaftlichen Sektors.

Welches sind die Arbeitsbedingungen?

Vertrag

Sie stehen unter Vollzeit- oder Teilzeitarbeitsvertrag.

Entlohnung

Sie erhalten ein Arbeitsentgelt, das dem Arbeitsentgelt entspricht, auf das ein Arbeitnehmer, der die gleiche Funktion innehat, aufgrund der im Unternehmen/ in der Verwaltung geltenden Arbeitsordnung, Anspruch hat. Dieses Arbeitsentgelt wird vom Arbeitgeber gezahlt, der die sogenannte „Integrationsleistung“, die Ihnen unmittelbar von Ihrer Zahlstelle (Gewerkschaft oder HfA) gezahlt wird, vom Ihrem Nettoarbeitsentgelt abziehen darf.

Dauer der Einstellung

Sie dürfen während höchstens 24 Monaten im Laufe Ihrer gesamten Berufslaufbahn im Rahmen eines Berufsübergangsprogramms beschäftigt sein.

Wenn Sie am Anfang Ihres ersten Berufsübergangsprogramms in einer Gemeinde mit einer hohen Arbeitslosigkeitsquote wohnen (die Liste der betroffenen Gemeinden wird im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht) oder wenn Sie eine LBA-Freistellung genießen (auf Basis von 180 Stunden Arbeitsleistungen in einer lokalen Beschäftigungsagentur (LBA) innerhalb von 6 Monaten), dürfen Sie während höchstens 36 Monaten über Ihre gesamte Berufslaufbahn im Rahmen eines Berufsübergangprogramms beschäftigt sein.

Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit

Sie sind von der Eintragung als arbeitsuchend und von der Pflicht befreit, am Arbeitsmarkt verfügbar und im Besitz einer Kontrollkarte zu sein (außer wenn Sie die Einkommensgarantieunterstützung oder eine Leistung bei zeitweiliger Arbeitslosigkeit beziehen).

Wenn Sie Teilzeit arbeiten, werden Sie als Teilzeitarbeitnehmer mit Aufrechterhaltung der Rechte angesehen.  Für nähere Auskünfte lesen Sie das Infoblatt „Worauf hat ein Teilzeitarbeitnehmer Anspruch?“ Nr. T28.  Dieses ist bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA erhältlich oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden. 

Sind Sie zeitweilig arbeitslos (z.B. aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Schlechtwetters)?  Für nähere Auskünfte lesen Sie das Infoblatt  “Haben Sie Recht auf Leistungen bei zeitweiliger Arbeitslosigkeit während einer Beschäftigung ?“ Nr. T32.  Dieses ist bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA erhältlich oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Welche Formalitäten muss ich erledigen?

Antrag

Um eingestellt zu werden, müssen Sie eine positive Bescheinigung C63.3BÜP, das vom für Sie örtlich zuständigen Arbeitslosenamt (d.h. das Arbeitslosenamt von Verviers für die Deutschsprachige Gemeinschaft) ausgestellt wird + eine positive Bescheinigung des regionalen Arbeitsvermittlungsdienstes (FOREM oder ACTIRIS) besitzen. Wenden Sie sich an den regionalen Arbeitsvermittlungsdienst. Die Aufgabe dieser Dienststelle ist es, Bewerber, die ein anerkanntes Projekt haben, mit Arbeitgebern zu in Verbindung zu bringen.

Arbeitsvertrag

Sie werden mittels eines standardisierten Arbeitsvertrages (C201.3 oder eines gleichartigen Dokuments) eingestellt, von dem Sie sofort eine Kopie Ihrer Zahlstelle (Gewerkschaft oder HfA) zukommen lassen.

Zahlung der Integrationsleistung

Während der Beschäftigung nimmt der Arbeitgeber eine elektronische Meldung vor. Er  übergibt Ihnen eine Kopie dieser Meldung . Auf der Grundlage dieser Meldung wird Ihre Zahlstelle  Ihnen die Integrationsleistung zahlen.  Sie müssen diese Kopie nicht bei Ihrer Zahlstelle einreichen.

Was muss ich nach dem Abschluss meines Arbeitsvertrages machen?

Verlängerung der Beschäftigung

Im Falle einer Verlängerung der ursprünglichen Beschäftigung reichen Sie eine Kopie des neuen Vertrages für die Zeit, in der die Beschäftigung verlängert wurde, bei Ihrer Zahlstelle ein.

Beschäftigungsende

Am Ende der Beschäftigung übergibt der Arbeitgeber Ihnen ein Formular C4, das nachweist, dass es sich um eine Beschäftigung im Rahmen eines Berufsübergangprogramms gehandelt hat.

Wo kann ich weitere Informationen erhalten?

Weitere Auskünfte erhalten Sie:

  • für die BÜP-Bewerber in Brüssel: Region Brüssel-Hauptstadt (Tel: 02 505 14 11);
  • für die BÜP-Bewerber in Flandern: Flämische Region (Gecofoon 0800 141 87).
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