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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

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Verfahren zur Beantragung der thematischen Urlaube

Infoblatt

T14

Zuletzt aktualisiert am
03-05-2019

Vorwort

Thematische Urlaube sind Sonderformen der Laufbahnunterbrechung.  Sie bieten Ihnen die Möglichkeit eine Zeitlang ganz mit der Arbeit auszusetzen oder Ihre Arbeitszeit vorübergehend zu verkürzen und sollen bestimmten Bedürfnissen entgegenkommen. 

Es gibt drei verschiedene thematische Urlaube.

  • Der Elternurlaub: Er ermöglicht es Ihnen, sich um Ihr unter-12-jähriges Kind (bzw. unter 21-jähriges Kind, wenn es an einer Behinderung leidet) zu kümmern.  Nähere Auskünfte hierzu finden Sie im Infoblatt T19.
  • Der Urlaub wegen medizinischen Beistands:  Er ermöglicht es Ihnen, einem schwerkranken Haushaltsmitglied oder Familienangehörigen beizustehen.  Nähere Auskünfte hierzu finden Sie im Infoblatt T18.
  • Der Urlaub wegen Palliativpflege:  Er ermöglicht es Ihnen, bei einer Person zu bleiben, die an einer unheilbaren Krankheit im Endstadium leidet.  Nähere Auskünfte hierzu finden Sie im Infoblatt T20.

Während des thematischen Urlaubs können Sie eine Unterbrechungsleistung des LfA erhalten, die Ihre Einkommenseinbußen in Grenzen halten soll.  Die Leistungsbeträge finden Sie in der Rubrik Beträge auf unserer Website.

Wenn Sie einen thematischen Urlaub erhalten möchten, müssen Sie die in den Vorschriften vorgesehene Vorgehensweise befolgen.  Dieses Verfahren verläuft obligatorisch in zwei Phasen:

  1. zuerst muss die schriftliche Benachrichtigung Ihrem Arbeitgeber übermittelt werden;
  2. dann muss der Antrag beim LfA eingereicht werden. 

Dieses Verfahren muss bei jedem Antrag durchlaufen werden.

In diesem Infoblatt werden bestimmte Fragen beantwortet, wie beispielsweise: Wie stelle ich meinen Antrag bei meinem Arbeitgeber und in welcher Frist? Wie beantrage ich die Unterbrechungsleistungen beim LfA? Was macht das LfA, wenn es meinen Antrag erhalten hat?

Für wen gilt der Inhalt dieses Infoblatts?

Für Beschäftigte aller Sektoren (Privatsektor, Verwaltungen der Gemeinden, Provinzen, Regionen, Gemeinschaften und des Föderalstaats und Dienststellen, die von diesen Verwaltungen abhängen, Unterrichtswesen und PMS-Zentren, autonome öffentliche Unternehmen usw.), mit Ausnahme der Selbständigen.

Wie erfahren Sie, welche Anspruchsdauer Ihnen zusteht?

Im Onlinedienst BreakatWork können Sie sehen, wie viel Monate und Tage Ihnen im Rahmen des beantragten thematischen Urlaubs nach Abzug der bereits genommenen Zeiträume noch übrig bleiben.  Auf diese Anwendung können Sie mit Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone zugreifen.

Mithilfe dieser Anwendung können Sie eine Bescheinigung, der Ihr Arbeitgeber entnehmen kann, auf wie viel Monate Unterbrechung Sie (noch) Anspruch haben, automatisch erzeugen und herunterladen.  Diese Bescheinigung können Sie Ihrer schriftlichen Benachrichtigung des Arbeitgebers (siehe weiter) beifügen.

Wie verläuft das Verfahren bei Ihrem Arbeitgeber?

Bei jedem Antrag auf einen thematischen Urlaub müssen Sie Ihren Arbeitgeber von Ihrem Wunsch benachrichtigen, eine Zeitlang mit der Arbeit auszusetzen oder Ihre Arbeitszeit vorübergehend zu verkürzen.  Diese Benachrichtigung muss unbedingt schriftlich erfolgen.  Sie muss dem Arbeitgeber per Einschreiben zugeschickt werden oder mit einem Doppel, das er als Empfangsbestätigung unterschreibt, abgegeben werden.

In dieser schriftlichen Benachrichtigung müssen Sie Folgendes angeben:

  • welchen thematischen Urlaub Sie erhalten möchten (Elternurlaub, Urlaub wegen medizinischen Beistands, Urlaub wegen Palliativpflege);
  • welche Unterbrechungsform Sie beantragen:
  • vollständige Auszeit;
  • Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit;
  • Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel;
  • Verkürzung der Arbeitszeit um ein Zehntel (Möglichkeit, die nur für Anträge auf einen Elternurlaub im Privatsektor und in den Gemeinden, Provinzen und Dienststellen, die von ihnen abhängen, besteht);
  • das Einsetzungsdatum und die Dauer der gewünschten Unterbrechung.

Wenn Sie eine Arbeitszeitverkürzung (auf eine Halbzeit, um ein Fünftel àoder – wenn Sie einen Elternurlaub nehmen und im Privatsektor oder in einer Gemeinde, Provinz oder Dienststelle, die von ihnen abhängt, beschäftigt sind – um ein Zehntel) nehmen möchten, müssen Sie ebenfalls beschreiben, wie Sie Ihre Arbeitszeit verkürzen möchten.

Die Benachrichtigungsmodalitäten und -fristen sind je nach dem thematischen Urlaub verschieden.  Hier unten werden Ihnen die Spezifitäten eines jeden thematischen Urlaubs erklärt.

Beantragung eines Elternurlaubs

Sie können pro schriftliche Benachrichtigung des Arbeitgebers jeweils nur einen Elternurlaub beantragen.  In dieser Benachrichtigung müssen Sie genau angeben, für welches Kind Sie den Elternurlaub erhalten möchten.

Beispiel: Sie haben zwei Kinder unter 12 Jahren und möchten einen Elternurlaub für jedes dieser beiden Kinder nehmen.  In einem solchen Fall müssen Sie Ihrem Arbeitgeber zwei schriftliche Benachrichtigungen übermitteln.

Wenn Sie mehrere Unterbrechungszeiträume für dasselbe Kind erhalten möchten, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber im Regelfall so viele schriftliche Benachrichtigungen übermitteln, wie es gewünschte Unterbrechungszeiträume gibt.

Beispiel: Sie haben ein sechsjähriges Kind, für welches Sie einen Monat, vom 1. bis zum 31. Juli, ganz mit der Arbeit aussetzen möchten. Zuerst im Jahr 2019, aber dann auch in den Jahren 2020, 2021 und 2022.  In einem solchen Fall müssen Sie Ihrem Arbeitgeber vier schriftliche Benachrichtigungen übermitteln.  Sie werden dem Arbeitgeber jedes Jahr eine fristgerechte schriftliche Benachrichtigung übermitteln müssen.

Als Ausnahme von dieser Regel gilt, dass bei Arbeitgebern, wo die wochensweise Flexibilisierung der vollständigen Auszeit vorgesehen ist (Privatsektor, Gemeinden und Provinzen), die Möglichkeit besteht, eine einzige schriftliche Benachrichtigung beim Arbeitgeber einzureichen, um zugleich mehrere einzelne Wochen von Auszeit zu beantragen, vorausgesetzt, dass diese nichtzusammenhängenden Wochen innerhalb von höchstens drei Monaten liegen.

Beispiel: Mit einer einzigen schriftlichen Benachrichtigung können Sie bei Ihrem Arbeitgeber eine vollständige Auszeit in der ersten Juliwoche, eine andere vollständige Auszeit in der letzten Augustwoche und zum Schluss eine letzte Woche vollständiger Auszeit in der ersten Septemberwoche beantragen.  Diese drei Wochen sind über drei Monate verteilt (Juli, August und September), daher ist diese schriftliche Benachrichtigung für mehrere einzelne Wochen zulässig.

Jede schriftliche Benachrichtigung muss binnen der vorschriftsmäßigen Frist vorgenommen werden.

Schriftliche Benachrichtigung - Frist

Bei den Arbeitgebern des Privatsektors und in den Gemeinde- und Provinzverwaltungen und den Dienststellen, die von diesen Verwaltungen abhängen, muss die schriftliche Benachrichtigung dem Arbeitgeber frühestens 3 Monate vor dem gewünschten Einsetzungsdatum und spätestens 2 Monate vor dem gewünschten Einsetzungsdatum übermittelt werden.

Beispiel: damit ein Elternurlaub am 1. Oktober zu laufen beginnen kann, muss die schriftliche Benachrichtigung zwischen dem 1. Juli (3 Monate im Voraus) und dem 1. August (2 Monate im Voraus) übermittelt werden.

Bei allen anderen Arbeitgebern muss die schriftliche Benachrichtigung 3 Monate vor dem gewünschten Einsetzungsdatum vorgenommen werden.

Beispiel: um einen Elternurlaub am 1. Oktober anzutreten, müssen Sie die schriftliche Benachrichtigung dem Arbeitgeber am 1.Juli übermitteln.

Achtung!  Im Unterrichtswesen legt die Gemeinschaft, von der die Schule oder das PMS-Zentrum abhängt, die Benachrichtigungsfrist fest.  Wenn Sie Personalmitglied des Unterrichtswesens sind, müssen Sie sich bei Ihrer Direktion oder Ihrem Schulträger erkundigen, um zu erfahren, welche Frist die Gemeinschaft, von der Sie abhängen, festgelegt hat.

Unabhängig davon, von welchem Sektor Ihr Arbeitgeber abhängt, darf er eine kürzere Benachrichtigungsfrist akzeptieren, als die Frist, die vorschriftsmäßig vorgesehen ist.

Beispiel: Sie möchten Ihren Elternurlaub am 1. Oktober antreten und benachrichtigen Ihren Arbeitgeber erst am 20. September.  Wenn Ihr Arbeitgeber diese kürzere Frist annimmt, wird der Elternurlaub am gewünschten Datum zu laufen beginnen können.  Allerdings könnte es vorkommen, dass Ihr Arbeitgeber diese Benachrichtigung deshalb nicht annimmt, weil sie nicht in der vorschriftsmäßigen Frist vorgenommen wurde.

Hinweis

Die schriftliche Benachrichtigung, die dem Arbeitgeber zu übermitteln ist, muss jedoch unbedingt im Voraus geschehen, d.h. vor dem Einsetzungsdatum Ihres Elternurlaubs.

Dem Arbeitgeber vorzulegender Nachweis

Wenn Ihrem Arbeitgeber diese Unterlage noch nicht vorliegt, müssen Sie Ihm eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes, für welches Sie den Elternurlaub beantragen, zukommen lassen. 

Im Falle eines Elternurlaubs für ein adoptiertes Kind müssen Sie Ihm eine Bescheinigung über die Adoption beschaffen (d.h. eine Bescheinigung, der zu entnehmen ist, dass ein Adoptionsverfahren anhängig oder abgeschlossen ist) sowie eine Bescheinigung der Gemeindeverwaltung über die Haushaltszusammensetzung, die nachweist, dass das Kind bereits mit Ihnen unter einem Dach wohnt.

Wenn der Elternurlaub für ein Kind mit Behinderung beantragt wird, und der Elternurlaub zwischen seinem 12. und seinem 21. Geburtstag einsetzt, müssen Sie eine Bescheinigung besorgen, die nachweist, dass dieses Kind:

  • entweder an einer körperlichen oder geistigen Behinderung von mindestens 66% leidet;
  • oder, an einer Krankheit leidet, die die Zuerkennung von mindestens 4 Punkten in der Säule 1 der sozialmedizinischen Tabelle im Sinne der Kindergeldvorschriften zur Folge hat;
  • oder, an einer Krankheit leidet, die die Zuerkennung von mindestens 9 Punkten in sämtlichen 3 Säulen der sozialmedizinischen Tabelle im Sinne der Kindergeldvorschriften zur Folge hat.

Diese Nachweise müssen dem Arbeitgeber spätestens zum Zeitpunkt, wo der Elternurlaub anfängt, zukommen.

Beantragung eines Urlaubs wegen medizinischen Beistands

Um einen Urlaub wegen medizinischen Beistands nehmen zu dürfen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass ein Mitglied Ihrer Familie oder Ihres Haushalts schwer krank ist oder sich einem schweren medizinischen Eingriff unterziehen musste, und dass Ihre Anwesenheit für seine Genesung vonnöten ist.  Hierzu müssen Sie ihm eine Bescheinigung des behandelnden Arztes des Patienten vorlegen.  Die Informationen, die die Bescheinigung des Arztes enthalten muss, sind je nach der Situation verschieden.  Weiter in dieser Dokumentation finden Sie Informationen diesbezüglich.

Diese Bescheinigung muss Ihrem Arbeitgeber vor dem Tag, an dem der Urlaub wegen medizinischen Beistands einsetzt, abgegeben werden.  Zum Zeitpunkt des Leistungsantrages, müssen Sie sie dann dem Büro des LfA übermitteln (das Verfahren zur Beantragung der Unterbrechungsleistungen wird weiter in diesem Infoblatt erklärt).

Das LfA hat Musterbescheinigungen angefertigt, die von Ihnen und vom behandelnden Arzt des Patienten auszufüllen sind.  Diese Musterbescheinigungen enthalten alle Informationen, die für die Bearbeitung Ihres Antrages benötigt werden.  Anhand dieser Musterbescheinigung wird der Arbeitgeber einfach feststellen können, ob Sie den Urlaub wegen medizinischen Beistands, den Sie bei ihm beantragen, in Anspruch nehmen dürfen.  Welche Musterbescheinigung Sie verwenden müssen, hängt von der Situation ab (siehe unten).

Bevor Sie den behandelnden Arzt des Patienten die passende Bescheinigung ausfüllen lassen, klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob der Leistungsantrag dem LfA auf postalischem oder auf elektronischem Wege zugeleitet werden soll.

  • Wenn der Leistungsantrag dem LfA elektronisch übermittelt wird, muss die Musterbescheinigung von der Website des LfA heruntergeladen werden.
  • Wenn der Leistungsantrag dem LfA per Post zugesandt wird, ist die Musterbescheinigung im papiernen Antragsformular selbst eingebaut.  Dieses Formular kann von der Website des LfA heruntergeladen werden.

Frist und Inhalt der schriftlichen Benachrichtigung

In Ihrer schriftlichen Benachrichtigung des Arbeitgebers von Ihrer Absicht, einen Urlaub wegen medizinischen Beistands zu nehmen, müssen Sie Folgendes angeben:

  • die gewählte Unterbrechungsform (Auszeit, Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit, Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel).
  • gegebenenfalls, wie Sie Ihre Arbeitszeit verkürzen möchten

Dieser schriftlichen Benachrichtigung muss die Musterbescheinigung des LfA beigefügt sein.

Bei einem elektronischen Antrag müssen Sie in Ihrem Teil der Musterbescheinigung Folgendes angeben:

  • Ihre Erkennungsnummer des Nationalregisters;
  • Ihren Nachnamen und Vornamen;
  • den beantragen Zeitraum der Auszeit oder Arbeitszeitverkürzung;
  • den Nachnamen und Vornamen und die Erkennungsnummer der Nationalregisters des Patienten, für den der medizinische Beistand beantragt wird.

Bei einem neuen Antrag oder einer Verlängerung des Urlaubs wegen medizinischen Beistands, sind Sie verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber eine neue schriftliche Benachrichtigung zukommen zu lassen und ihr eine neue Bescheinigung des Arztes des Patienten beizufügen.  Wenn der neue Antrag oder der Verlängerungsantrag für denselben Patienten gestellt wird, dient die Bescheinigung des Arztes dazu, nachzuweisen, dass die betroffene Person noch immer an einer schweren Krankheit oder an den Folgen des schweren Eingriffs leidet und Ihr Beistand noch immer nötig ist.

  • Bei Arbeitgebern des Privatsektors, in Gemeinde- oder Provinzverwaltungen und in Dienststellen, die von solchen Verwaltungen abhängen, hat die schriftliche Benachrichtigung des Arbeitgebers mindestens 7 Tage vor dem gewünschten Einsetzungsdatum zu geschehen.  Auf Ihre Bitte hin kann der Arbeitgeber allerdings eine andere Frist akzeptieren.  Wenn der Urlaub wegen medizinischen Beistands für ein minderjähriges Kind in stationärer Behandlung beantragt wird, kann von der siebentägigen Benachrichtigungsfrist abgewichen werden, sofern Sie dem Arbeitgeber möglichst schnell eine Bescheinigung des behandelnden Arztes des schwerkranken Kindes vorlegen, in der dieser die Unvorhersehbarkeit der Krankenhauseinweisung bescheinigt.
  • Bei allen anderen Arbeitgebern setzt der Anspruch auf den Urlaub wegen medizinischen Beistands am 1. Tag der Woche nach der Woche der Übermittlung der schriftlichen Benachrichtigung ein.  Dies bedeutet also, dass die schriftliche Benachrichtigung Ihrem Arbeitgeber innerhalb der Woche vor der Woche, während deren Sie den Urlaub antreten möchten, übermittelt werden muss.  Der Arbeitgeber kann jedoch eine kürzere Frist akzeptieren.

Hinweis

Die schriftliche Benachrichtigung muss jedoch obligatorisch vor dem Einsetzungsdatum des Urlaubs wegen medizinischen Beistands geschehen.

Beantragung des Urlaubs wegen Palliativpflege

Um einen Urlaub wegen Palliativpflege nehmen zu dürfen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass eine Person Ihrer Umgebung an einer unheilbaren Krankheit im Endstadium leidet und dass Sie dieser Person Palliativpflege zuteilwerden lassen möchten.  Hierzu müssen Sie ihm eine Bescheinigung des behandelnden Arztes des Patienten in Palliativpflege vorlegen.

Diese Bescheinigung muss Ihrem Arbeitgeber vor dem Tag, an dem der Urlaub wegen Palliativpflege einsetzt, abgegeben werden.  Zum Zeitpunkt des Leistungsantrages, müssen Sie sie dann dem Büro des LfA übermitteln (das Verfahren zur Beantragung der Unterbrechungsleistungen wird weiter in diesem Infoblatt erklärt).

Das LfA hat eine Musterbescheinigung angefertigt, die von Ihnen und vom behandelnden Arzt des Patienten auszufüllen ist.  Die Musterbescheinigung enthält alle Informationen, die für die Bearbeitung Ihres Antrages benötigt werden.

Bevor Sie den behandelnden Arzt des Patienten die Bescheinigung ausfüllen lassen, klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob der Leistungsantrag dem LfA auf postalischem oder auf elektronischem Wege zugeleitet werden soll.

  • Wenn der Leistungsantrag dem LfA elektronisch übermittelt wird, muss die Musterbescheinigung "Ärztliche Bescheinigung  – Urlaub wegen Palliativpflege" von der Website des LfA heruntergeladen werden.
  • Wenn der Leistungsantrag dem LfA per Post zugesandt wird, ist die Musterbescheinigung im papiernen Antragsformular selbst eingebaut.  Dieses Formular kann von der Website des LfA heruntergeladen werden.

Diese Bescheinigung ist obligatorisch der schriftlichen Benachrichtigung beizufügen, die Sie Ihrem Arbeitgeber übermitteln müssen, um ihn von Ihrem Wunsch, einen Urlaub wegen Palliativpflege zu erhalten, in Kenntnis zu setzen.

Die Identität des Patienten in Palliativpflege braucht dem Arbeitgeber nicht mitgeteilt zu werden.  Sie braucht also nicht in der schriftlichen Benachrichtigung mitgeteilt zu werden.

Bei einem Verlängerungsantrag sind Sie verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber eine neue schriftliche Benachrichtigung zukommen zu lassen und ihr eine neue Bescheinigung des Arztes des Patienten beizufügen, um nachzuweisen, dass die Palliativpflege noch immer nötig ist.

Schriftliche Benachrichtigung - Frist

Unabhängig davon, welchem Sektor Ihr Arbeitgeber unterliegt, setzt der Urlaub wegen Palliativpflege am 1. Tag der Woche nach der Woche der Übermittlung der schriftlichen Benachrichtigung ein.  Dies bedeutet also, dass die schriftliche Benachrichtigung Ihrem Arbeitgeber innerhalb der Woche vor der Woche, während deren Sie den Urlaub antreten möchten, übermittelt werden muss.  Der Arbeitgeber kann jedoch eine kürzere Frist akzeptieren.

Welche Informationen muss die Bescheinigung des Arztes enthalten?

In der Musterbescheinigung des LfA muss der behandelnde Arzt des Patienten angeben, dass Sie sich bereit erklärt haben, diesem Patienten Palliativpflege zuteilwerden zu lassen.

Diese Bescheinigung muss der Arzt unterschreiben und mit dem Datum versehen.  Außerdem muss er sie abstempeln.

Wie verläuft das Antragsverfahren beim LfA?

Sie müssen einen Antrag bei dem LfA einreichen:

  • wenn das Einsetzungsdatum des thematischen Urlaubs mit dem Arbeitgeber vereinbart wurde;
  • und, in den Sektoren, wo diese Möglichkeit vorgesehen ist, wenn der Arbeitgeber seine Zustimmung gegeben hat, für:
    • einen Antrag auf einen Einzehntel-Elternurlaub;
    • eine wochensweise Flexibilisierung des vollzeitigen Elternurlaubs oder Urlaubs wegen medizinischen Beistands;
    • eine monatsweise Flexibilisierung des Halbzeit-Elternurlaubs.

Mit diesem Antrag können Sie die Unterbrechungsleistungen beantragen.  Anhand Ihres Antrages kann das LfA ebenfalls den Zeitraum abbuchen, der Ihnen vom Arbeitgeber bewilligt wurde.

Achtung!  Wenn Sie im Falle eines Elternurlaubs eine Unterbrechung ohne Geldleistung beantragen, sind sie trotzdem verpflichtet, einen Antrag beim LfA einzureichen, damit unsere Dienste den Zeitraum registrieren können, den Ihr Arbeitgeber Ihnen bewilligt hat.

Das Antragsverfahren beim LfA muss bei jedem Antrag auf einen thematischen Urlaub abgewickelt werden, d.h. für alle Erstanträge, Verlängerungsanträge und späteren neuen Anträge.

Der Antrag ist vorzugsweise elektronisch einzureichen. Er kann aber auch mithilfe eines papiernen Formulars gestellt werden (siehe weiter).

Pro Antrag können Sie Folgendes beantragen:

  • einen einzigen durchgehenden Unterbrechungszeitraum;
  • eine einzige Unterbrechungsform (Auszeit, Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit, Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel).

Wie reichen Sie den Antrag elektronisch beim LfA ein?

Schnell und umweltfreundlich 

Der thematische Urlaub ist vorzugsweise online auf dem Portal der sozialen Sicherheit zu beantragen.

Der Arbeitgeber muss seinen Teil des Formulars obligatorisch zuerst ausfüllen und ihn dem LfA über das Web übermitteln.  Nach diesem ersten Schritt werden Sie in Ihrer e-Box benachrichtigt, dass Sie Ihren Teil des Antrages im Onlinedienst des Portals der sozialen Sicherheit ausfüllen und dem LfA übermitteln können. 

Wenn es Ihnen unmöglich ist, den Arbeitnehmerteil elektronisch auszufüllen, können Sie das PDF-Dokument, das von der Anwendung erzeugt werden kann, ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und dem Büro des LfA, das für Sie zuständig ist (siehe weiter), per Einschreiben zukommen lassen.

Notwendigkeit, Ihre e-Box zu aktivieren

Um Ihren Antrag über das Web einzureichen, müssen Sie zuerst Ihre e-Box aktivieren, denn das LfA wird über diesen Kanal mit Ihnen kommunizieren.  Wenn Sie Ihren Teil des Antrages auf den thematischen Urlaub über das Web einreichen, werden alle Angaben, die Sie dem LfA auf diesem Wege mitteilen, in einem globalen PDF-Dokument gespeichert, das als Empfangsbestätigung dient.  Dieses PDF-Dokument wird Ihnen in Ihre e-Box zugeschickt.

Was ist die e-Box und wie aktivieren Sie sie?

Die e-Box ist ein persönliches und gesichertes Postfach, in welches jeder Bürger sich zentralisiert offizielle Dokumente der verschiedenen Sozialversicherungsträger, u.a. des LfA, zustellen lassen kann. 

Ihre e-Box ist zugänglich auf der Website https://www.mysocialsecurity.be.

Um sie zu aktivieren, brauchen Sie nur Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen.  Dann werden Sie per E-Mail benachrichtigt, sobald eine Mitteilung in Ihre e-Box eingeht.  Um auf Ihre e-Box zuzugreifen und die Dokumente, die Ihnen in aller Sicherheit geschickt werden, abzufragen, brauchen Sie sich einfach nur mit Ihrem eID (Personalausweis mit Chip) oder mit der itsme-App anzumelden.

Dem LfA vorzulegende Nachweise

Bei einem Antrag auf einen Urlaub wegen medizinischen Beistands oder wegen Palliativpflege müssen Sie dem LfA obligatorisch eine Musterbescheinigung übermitteln, die vom behandelnden Arzt des Patienten, für den die Unterbrechung beantragt wird, unterschrieben wurde.  Wenn Sie Ihren Antrag online einreichen, müssen Sie die Bescheinigung in die Anwendung hochladen.  Ansonsten ist der Antrag unvollständig und wird das LfA ihn nicht bearbeiten können.

Die anderen Belege, die dem Arbeitgeber vorgelegt werden, um ihm nachzuweisen, dass der Antrag auf einen thematischen Urlaub gerechtfertigt ist (z.B. die Bescheinigungen, die im Falle eines Elternurlaubs für ein adoptiertes Kind oder für ein Kind mit Behinderung vorgelegt werden müssen) brauchen nicht in den Onlineantrag hochgeladen zu werden.   Allerdings müssen Sie diese Nachweise unbedingt gut verwahren.  Das LfA könnte Sie nämlich im Rahmen einer Kontrolle auf Ordnungsmäßigkeit darum bitten, diese Nachweise nachzureichen.

Achtung!  Es wird eine Revision und gegebenenfalls eine Rückforderung der bereits gezahlten Unterbrechungsleistungen angeordnet, wenn Sie bei einer Kontrolle nicht in der Lage sein sollten, dem LfA die erforderlichen Bescheinigungen zu übermitteln, oder wenn diese Bescheinigungen den Vorschriften nicht genügen.

Zusätzliche Auskünfte

Sie finden alle Informationen über den Onlineantrag auf dieser Website.  Neben den Merkblättern, die Sie sich als Gedankenstütze ausdrucken können, finden Sie dort auch Videotutorials, die Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie das Onlineverfahren abgewickelt wird. 

Wie reichen Sie den Antrag mit einem papiernen Formular beim LfA ein und welches Formular müssen Sie verwenden?

Falls kein elektronischer Antrag gestellt werden kann, können Sie Ihren Antrag mithilfe eines papiernen Formulars einreichen.  Dieses Formular kann in der Rubrik Formulare des Teils Dokumentation unserer Website heruntergeladen werden.

NB: Wenn Sie keinen Drucker oder keinen Internetanschluss haben, können Sie das Formular unter der Nummer 02 515 44 44 beim Kontaktcenter des LfA anfordern.  Ein Exemplar wird Ihnen dann per Post geschickt.

Wenn Sie und Ihr Arbeitgeber das passende Formular ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben haben (beide Teile müssen zusammengeheftet und in demselben Briefumschlag geschickt werden), muss es per Einschreiben geschickt werden, und zwar

  • Bei einem Antrag auf einen Elternurlaub und auf einen Urlaub wegen medizinischen Beistands: dem "service OCR" der Zentralverwaltung des LfA, Boulevard de l'Empereur, 7-9 in 1000 Bruxelles;
  • bei einem Antrag auf einen Urlaub wegen Palliativpflege: dem Dienst Laufbahnunterbrechung des Büros des LfA, das für Sie zuständig ist (siehe weiter).

NB: Das LfA akzeptiert ebenfalls Zusendungen per gewöhnliche Post, aber im Falle von Beanstandungen liegt die Beweislast bezüglich der Einreichung des Antrages bei Ihnen.

Für jeden thematischen Urlaub besteht ein anderes Formular.

Bei einem Antrag auf einen Elternurlaub

Sie müssen das Formular C61-Elternurlaub benutzen.

Achtung!  Wenn Sie in einem autonomen öffentlichen Unternehmen beschäftigt sind (Proximus, SNCB, Bpost oder Skeyes), müssen Sie das Formular C61 ÖU-Elternurlaub benutzen.

Bei einem Antrag auf einen Urlaub wegen medizinischen Beistands

Sie müssen das Formular C61-medizinischer Beistand benutzen.

Achtung!  Wenn Sie in einem autonomen öffentlichen Unternehmen beschäftigt sind (Proximus, SNCB, Bpost oder Skeyes), müssen Sie das Formular C61 ÖU-medizinischer Beistand benutzen.

Bei einem Antrag auf einen Urlaub wegen Palliativpflege

Sie müssen das Formular C61-Palliativpflege benutzen.

Achtung: Wenn Sie in einem autonomen öffentlichen Unternehmen beschäftigt sind (Proximus, SNCB, Bpost oder Skeyes), müssen Sie das Formular C61 ÖU-medizinischer Beistand benutzen.

Welches Büro des LfA ist für Sie zuständig?

Im Regelfall ist Ihr Büro des LfA das für Ihren Wohnort örtlich zuständige Büro. 

Als Ausnahme von dieser Regel gilt Folgendes: Wenn Sie in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums wohnen ist Ihr Büro des LfA das für die Gemeinde des Betriebssitzes Ihres belgischen Arbeitgebers örtlich zuständige Büro des LfA.

Wenn Sie wissen möchten, welches Büro des LfA für Sie zuständig ist, tragen Sie einfach die Postleitzahl der Gemeinde Ihres Wohnsitzes (bzw. die Postleitzahl der Gemeinde des Betriebssitzes Ihres belgischen Arbeitgebers) in die dafür vorgesehene Suchmaschine auf dieser Website ein.

In welcher Frist muss der Antrag beim LfA eingereicht werden?

Den Antrag reichen Sie beim LfA ein, nachdem Ihr Arbeitgeber Ihnen den thematischen Urlaub bewilligt hat und das Einsetzungsdatum festgelegt wurde, und zwar:

  • frühestens 6 Monate vor dem Einsetzungsdatum des thematischen Urlaubs oder seiner Verlängerung;
  • und spätestens 2 Monate nach dem Einsetzungsdatum des thematischen Urlaubs oder seiner Verlängerung. 

NB: Diese zweimonatige Frist läuft ab dem Tag nach dem Einsetzungsdatum, das im Antrag steht, und wird in Kalendertagen berechnet.

Welche Konsequenzen hat eine verspätete Einreichung?

Wenn der Antrag online eingereicht wird, ist die Laufbahnunterbrechungsakte erst ab dem Zeitpunkt vollständig, wo Sie Ihren Teil des Antrages gesendet haben (und nicht bereits, wenn der Arbeitgeber seinen Teil eingereicht hat).  Daraus folgt, dass für die Einhaltung der Fristen der Zeitpunkt der Absendung Ihres Teils des Antrages maßgebend ist.

Der Anspruch entsteht erst ab dem Tag der Online-Einreichung des Arbeitnehmerteils oder der Absendung des Formulars, wenn der Arbeitnehmerteil oder das Formular nach Ablauf der zweimonatigen Frist nach dem Einsetzungsdatum des thematischen Urlaubs oder seiner Verlängerung online eingereicht bzw. abgesendet wurde.

Zum Beispiel: Für einen thematischen Urlaub, der am 01.07 beginnt, muss das Formular spätestens am 02.09 beim LfA eintreffen (d.h. binnen der vorgenannten zweimonatigen Frist).

  • Wenn das Formular dem LfA am 15.08 geschickt wird (oder wenn beide Teile des Onlineantrages am 15.08 elektronisch eingereicht werden) kann der Anspruch auf Unterbrechungsleistungen rückwirkend für die Zeit ab dem 01.07 bewilligt werden;
  • Wenn das Formular dem LfA am 15.09 geschickt wird (oder wenn beide Teile des Onlineantrages am 15.09 elektronisch eingereicht werden), wird der Leistungsanspruch für die Zeit ab diesem Datum bewilligt, was einen Verlust von zweieinhalb Monaten Unterbrechungsleistungen (vom 01.07 bis zum 14.09) zur Folge hat.

Wie bearbeitet das LfA Ihren Antrag?

Wenn der Antrag beim LfA eintrifft, überprüfen unsere Dienste zunächst, ob er vollständig ist.  Wenn dem nicht so ist, kann Ihr Büro des LfA Sie darum bitten, die fehlenden Angaben zu ergänzen oder die fehlenden Nachweise nachzureichen.

Achtung!  Falls der Antrag online eingereicht wird, wird die Akte als unvollständig betrachtet und nicht bearbeitet werden können, solange Sie Ihren Teil des Antrages nicht einreichen.  In einem solchen Fall werden Ihnen bis zu zwei Monaten nach dem Einsetzungsdatum, das Ihr Arbeitgeber in seinem Teil angegeben hat, jede zweite Woche eine Erinnerungsmail in Ihre e-Box geschickt, und zwar solange Ihr Teil nicht eingereicht wurde.  Ihr Arbeitgeber erhält eine Kopie dieser E-Mail, damit er weiß, dass der Antrag noch unvollständig ist.

Wenn der Antrag vollständig ist, wird er bearbeitet und Sie erhalten dann eine Antwort in Form eines Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheides C62.

  • Wenn Sie Ihren Antrag über das Web eingereicht haben, wird Ihr Bescheid C62 Ihnen in Ihre e-Box zugestellt.
  • Wenn Sie Ihren Antrag auf dem Postwege eingereicht haben, können Sie das LfA darum bitten, dass man Ihnen den Bescheid in Ihre e-Box zustellt.  Ansonsten wird er Ihnen in diesem Fall per Post übersandt.

Sie müssen das Original dieses Bescheids C62 behalten.  Wenn eine Einrichtung Sie darum bittet, den Beweis zu liefern, dass Sie sich in thematischem Urlaub befinden und/oder dass Sie vom LfA bewilligte Unterbrechungsleistungen beziehen, müssen Sie ihr eine Kopie dieses Bescheides zukommen lassen. 

Wenn Sie ein Duplikat des Bescheides C62 benötigen, müssen Sie es bei dem für Sie zuständigen Büro des LfA (sie weiter oben) anfordern oder es aus Ihrer e-Box herunterladen.

Wenn Sie einen thematischen Urlaub mit Leistungen beantragen

wird das LfA Ihnen

  • entweder die Unterbrechungsleistungen bewilligen, vorausgesetzt, dass alle Leistungsbezugsbedingungen erfüllt sind.

In diesem Fall enthält der Bewilligungsbescheid C62 Ihre Personalien, die Art des thematischen Urlaubs, die Unterbrechungsform (Auszeit, Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit, Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel), den Leistungsbetrag und den bewilligten Leitungsbezugszeitraum.

Am Ende eines jeden Monats zahlt das LfA Ihnen Ihre Unterbrechungsleistungen nachträglich per Überweisung oder eventuell per Zirkularscheck.

  • oder die Unterbrechungsleistungen verweigern, wenn eine der Leistungsbezugsbedingungen nicht erfüllt ist.

In einem solchen Fall werden Sie ins Büro des LfA zu einer Vernehmung eingeladen, bevor irgendeine Ablehnungsentscheidung getroffen wird, damit das LfA Ihnen die Gründe der Ablehnung erklären kann und Sie die Gelegenheit haben, Stellung zu beziehen.  Sie können Ihre Argumente auch schriftlich darlegen.

Nach der Vernehmung bzw. nach Kenntnisnahme Ihrer schriftlichen Argumentation, stellt Ihnen das LfA den Bescheid C62 zu.  Eine Kopie dieses Bescheids wird Ihrem Arbeitgeber zugeleitet. 

Wenn Sie einen Elternurlaub ohne Leistungen beantragen

Das LfA registriert Ihren Elternurlaub ohne Leistungen und bucht den Unterbrechungszeitraum, den Ihr Arbeitgeber Ihnen für das betroffene Kind bewilligt hat, von Ihrer maximalen Anspruchsdauer ab.

In diesem Fall sind im Bescheid C62 nur Ihre Personalien, die bewilligte Unterbrechungsform und der Zeitraum, in dem Sie mit der Arbeit aussetzen oder Ihre Arbeitszeit verkürzen, enthalten.

Können Sie die Entscheidung des LfA bestreiten?

Ja, Sie können beim zuständigen Arbeitsgericht einen Einspruch gegen die Entscheidung des LfA einreichen. 

Nähere Auskünfte über die Schritte, die bei einem Einspruch zu erledigen sind, finden Sie im Infoblatt T110, das auf dieser Website erhältlich ist.

Wie können Sie die Bearbeitung Ihrer Akte verfolgen?

Sie können Ihre Akte auf dem Portal der sozialen Sicherheit abfragen,  unter Bürger > Onlinedienste > Akte Laufbahnunterbrechung und Zeitkredit.  Sie gelangen zur selben Seite über einen Link auf unserer Website.

Um auf Ihre Onlineakte zuzugreifen, benötigen Sie einen elektronischen Personalausweis (auch "eID" genannt) und einen Kartenleser. Auf diesen Onlinedienst können Sie auch mit der itsme-App zugreifen.

Dank dieser Anwendung können Sie Folgendes abfragen:

  • den Stand der Bearbeitung Ihrer Akte;
  • den Bewilligungsbescheid C62;
  • und wenn Sie einen thematischen Urlaub mit Unterbrechungsleistungen beantragt haben:
    • den Leistungsbetrag;
    • den Zahltag;
    • den Leistungsbezugsverlauf;
    • die Steuerkarte 281.18;
  • die Zeiten, die Sie bereits genommen haben.

Wenn Sie keinen Internetanschluss oder kein Identifizierungsmittel haben, können Sie sich über den Stand der Bearbeitung (Formular erhalten?, Leistung bewilligt? usw.) erkundigen, indem Sie unser Kontaktcenter unter der Nummer 02 515 44 44 anrufen.

Müssen Sie während Ihres thematischen Urlaubs noch andere Schritte beim LfA unternehmen?

Wenn eine oder mehrere Angaben, die Sie in Ihrem Antrag mitgeteilt haben, sich während des thematischen Urlaubs ändern, müssen Sie Ihr Büro des LfA umgehend schriftlich benachrichtigen. 

Es handelt sich um Ereignisse, wie:

  • eine Änderung Ihres Wohnorts;
  • eine Änderung der Bankkontonummer;
  • den Abbruch des laufenden thematischen Urlaubs (der übrigens nur möglich ist, wenn Ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist);
  • die Beendigung Ihres Arbeitsvertrages (weil Sie gekündigt haben oder Ihnen gekündigt wurde);
  • eine Änderung des Arbeitgebers;
  • den Bezug einer Pension bzw. Rente (Ruhestandspension, Hinterbliebenenpension usw.);
  • die Aufnahme einer nebenberuflichen selbständigen Tätigkeit;
  • die Aufnahme einer nebenberuflichen Tätigkeit als Lohn- oder Gehaltsempfänger (Arbeitnehmertätigkeit);
  • die Ausweitung einer zuvor bestehenden nebenberuflichen Arbeitnehmertätigkeit, deren gleichzeitige Ausübung erlaubt wurde;
  • usw.

Um diese Umstände dem für Sie zuständigen Büro des LfA mitzuteilen, können Sie die "Meldung einer Änderung in den Angaben zur Laufbahnunterbrechung / zum Zeitkredit / zum thematischen Urlaub", die auf dieser Website erhältlich ist, verwenden.

NB: Die Arbeitsunfähigkeit, die Entfernung wegen Schwangerschaft und/oder der Mutterschaftsurlaub haben keinen Einfluss auf den laufenden thematischen Urlaub.  Sie brauchen sie dem LfA also nicht mitzuteilen.  Näheres hierzu erfahren Sie in der Frage/Antwort in unserem FAQ. 

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