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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

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Wie wird die Arbeitslosenunterstützung im System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag beantragt?

Infoblatt

T5

Zuletzt aktualisiert am
09-09-2015

Welches sind die Formalitäten?

Um Ihren Antrag auf Arbeitslosenunterstützung im Rahmen der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag zu stellen, müssen Sie persönlich bei einer Zahlstelle Ihrer Wahl vorsprechen (entweder bei der öffentlichen Einrichtung: der HfA, oder bei der Zahlstelle einer Gewerkschaft: der CGSLB, der CSC oder der FGTB).

Wenn Sie die Bedingungen erfüllen, um die Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag zu erhalten, werden Sie ab dem Antragsdatum entschädigt. Es liegt also in Ihrem Interesse, sich so schnell wie möglich bei Ihrer Zahlstelle persönlich zu melden, selbst wenn Sie noch nicht im Besitz aller erforderlichen Dokumente sind.

Welche Formulare müssen eingereicht werden?

Sie müssen Ihren Antrag auf Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag mit Hilfe der nachfolgenden Formulare bei Ihrer Zahlstelle einreichen:

  • entweder das von Ihrem Arbeitgeber ausgestellte Formular C4-SAB (oder C4MSR-SAB)
  • oder das bei Ihrer Zahlstelle verfügbare Formular C109, wenn Sie Ihr Formular C4-SAB nicht rechtzeitig erhalten können. In diesem Fall ist Ihre Akte unvollständig und Sie müssen alles daransetzen, um dieses Formular schnellstens zu erhalten.

Ihr Antrag auf Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag muss mit nachfolgenden Formularen versehen sein:

  • einem Formular C17 Berufsvergangenheit, das Sie ausfüllen müssen (Ihre Zahlstelle fügt diesem Formular Belege über Ihre Berufslaufbahn bei);
  • einem vom Schuldner des Betriebszuschlags (Arbeitgeber, Fonds, ...) ausgefüllten Formular C17, auf dem u.a. der monatliche Bruttobetrag des Betriebszuschlags vermerkt ist.

Sie müssen ebenfalls ein Formular C1 "Erklärung über die persönliche und familiäre Situation" ausfüllen (dieses Formular ist bei Ihrer Zahlstelle erhältlich).

Werden noch andere Dokumente benötigt?

Um die Bearbeitung Ihrer Akte zu erleichtern, wird es Ihnen angeraten Ihrem Antrag nachfolgende Dokumente beizufügen:

  • eine Kopie des anwendbaren kollektiven Arbeitsabkommens (KAA), wenn es sich um ein Unternehmens- oder sektorielles KAA handelt
  • gegebenenfalls, eine Kopie der Entscheidung des Ministers für Beschäftigung und Arbeit, durch welche Ihr Unternehmen als in Umstrukturierung oder in Schwierigkeiten seiend anerkannt wurde;
  • gegebenenfalls, wenn Sie die Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag auf der Grundlage der Anerkennung Ihres Arbeitgebers als eines in Schwierigkeiten oder Umstrukturierung befindlichen Arbeitgebers und infolge einer nach dem 30.03.2006 angezeigten Massenentlassung beantragen: eine Bescheinigung über Ihre Eintragung in der von Ihrem Arbeitgeber gegründeten Beschäftigungszelle.

Müssen Sie sich als arbeitsuchend eintragen lassen?

Sie sind von der Pflicht befreit, sich als arbeitsuchend eintragen zu lassen, wenn Sie einem der beiden folgenden Personenkreise angehören:

  • Sie sind entweder vor dem 01.01.2015 im Rahmen eines allgemeinen Systems der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (SAB) entlassen worden;
  • oder Sie sind im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Umstrukturierung oder Schwierigkeiten befindlichen Unternehmens entlassen worden und das Anfangsdatum des Anerkennungszeitraums liegt vor dem 9. Oktober 2014 und Sie haben zum Ablauf der Kündigungsfrist oder des durch die Entlassungsentschädigung abgedeckten Zeitraums das 58. Lebensjahr vollendet oder 38 Jahre Berufslaufbahn zurückgelegt (als Nachweis über die 38 Jahre Berufsvergangenheit verwenden Sie das Formular C17-DB-08.10.2014).

In den anderen Fällen müssen Sie sich beim zuständigen Arbeitsvermittlungsdienst (Arbeitsamt der DG, Actiris, Forem, VDAB) als arbeitsuchend eintragen lassen und als arbeitsuchend eingetragen bleiben.

Sie können aber unter bestimmten Bedingungen in Bezug auf das Lebensalter oder die Dauer der Berufslaufbahn auf Antrag von diesen Pflichten befreit werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Zahlstelle und fordern Sie ein Formular C17-DAB an. Sie können auch das Infoblatt T149 "Das System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (SAB) (Frühpension) – Was ändert sich ab 2015?" lesen. Dieses ist bei Ihrer Zahlstelle erhältlich oder kann von der Website des LfA (www.lfa.be) heruntergeladen werden.

Wie wird Ihre Akte bearbeitet werden?

Die Zahlstelle wird Ihre Akte anlegen und anschließend diese dem zuständigen Arbeitslosenamt übermitteln. Ihre Akte muss innerhalb von 2 Monaten ab dem Antrag beim Arbeitslosenamt eingehen. Nach Erhalt Ihrer Akte wird das Arbeitslosenamt innerhalb von einem Monat eine Entscheidung über Ihren Anspruch auf die Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag treffen.

Wenn das Arbeitslosenamt Sie zum Bezug der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag zulässt, wird Ihre Zahlstelle Sie von dieser Entscheidung benachrichtigen und die Angaben zu Ihrer Entschädigung dieser Mitteilung beifügen.

Es kann vorkommen, dass das Arbeitslosenamt Ihnen das Statut eines Arbeitslosen mit Betriebszuschlag verweigert (z.B. weil Sie die Voraussetzung der Dauer der Berufslaufbahn nicht erfüllen), Sie jedoch zum Bezug der herkömmlichen Arbeitslosenunterstützung zulässt.

In diesem Fall wird Ihre Zahlstelle Ihnen die Zulassungsentscheidung mitteilen und die Angaben zu Ihrer Entschädigung dieser Mitteilung beifügen. Was die Verweigerung des Statuts eines Arbeitslosen mit Betriebszuschlag betrifft, wird das Arbeitslosenamt Ihnen eine negative Entscheidung zustellen. Gegen diese Entscheidung können Sie innerhalb von 3 Monaten ab deren Notifizierung einen Einspruch beim Arbeitsgericht einreichen.

Wenn Sie nicht zum Bezug der Arbeitslosenunterstützung zugelassen werden (und also auch nicht zur Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag), wird das Arbeitslosenamt Ihnen eine negative Entscheidung notifizieren. Gegen diese Entscheidung können Sie innerhalb von 3 Monaten ab deren Notifizierung einen Einspruch beim Arbeitsgericht einreichen.

Und wenn Ihre Akte unvollständig ist?

Wenn Ihre Akte unvollständig ist, wird Ihre Zahlstelle die fehlenden Schriftstücke oder/und Zusatzinformationen bei Ihnen anfordern. Es ist äußerst wichtig, diese Unterlagen in der vorgeschriebenen Frist zu übermitteln.

Wenn es Ihnen unmöglich ist, Ihre Akte zu vervollständigen, teilen Sie es schnellstens Ihrer Zahlstelle mit. Diese wird ihrerseits das Arbeitslosenamt benachrichtigen, um zusätzliche Fristen oder eine eventuelle Mitwirkung dieses Amtes zu erhalten.

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