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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

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Das System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (SAB) (Frühpension) – Was ändert sich ab 2017?

Infoblatt

T149

Zuletzt aktualisiert am
01-01-2019

Was ist Gegenstand dieses Infoblatt?

Die Regierung hat beschlossen, ab dem 01.01.2015

  • die Vorschriften der verschiedenen SAB zu verschärfen;
  • die Pflichten, denen die zum SAB berechtigten Personen nachkommen müssen, auszuweiten.

Diese Maßnahmen treten zusammen mit anderen Maßnahmen der vorigen Regierung in Kraft.

Folglich hat sich das System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (SAB) grundlegend geändert. Die Bedingungen werden nach und nach strenger.

Hiernach finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Gesetzesänderungen für die Jahre 2017-2018.

Die verschiedenen Systeme

Schematische Übersicht: Was ändert sich?

Welches System?

Bedingungen
in 2016?

Bedingungen
in 2017?

Bedingungen
in 2018?

Allgemeines System (KAA 17)

Alter: 62 Jahre

Berufsvergangenheit:

  • Männer: 40 Jahre
  • Frauen: 32 Jahre

Lebensalter: 62 Jahre

Berufsvergangenheit:

  • Männer: 40 Jahre
  • Frauen: 33 Jahre

Lebensalter: 62 Jahre

Berufsvergangenheit:

  • Männer: 40 Jahre
  • Frauen: 34 Jahre

System ab 58 Jahren mit 40 Jahren Berufsvergangenheit

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 40 Jahre

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 40 Jahre

Lebensalter: 59 Jahre
Berufsvergangenheit: 40 Jahre

System ab 58 Jahren in einem schweren Beruf

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

Lebensalter: 59 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

System ab 58 Jahren aus gesundheitlichen Gründen

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 35 Jahre

System ab 58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit (+ 20 Jahre Nachtarbeit oder Arbeitsunfähigkeit im Bausektor oder schwerer Beruf)

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 33 Jahre

Lebensalter: 58 Jahre
Berufsvergangenheit: 33 Jahre

Lebensalter: 59 Jahre
Berufsvergangenheit: 33 Jahre

Anerkennung des Unternehmens als in Schwierigkeiten befindlich

Lebensalter: 55 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Lebensalter: 56 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Lebensalter: 56 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Anerkennung des Unternehmens als in Umstrukturierung befindlich

Lebensalter: 55 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Lebensalter: : 56 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Lebensalter: : 56 Jahre
Berufsvergangenheit: 10/20 Jahre

Achtung: die Bedingungen der verschiedenen Systeme werden im Laufe der nächsten Jahre verschärft. Im Nachfolgenden finden Sie nähere Erklärungen.

Allgemeine Systeme

Das System ab 62 Jahren

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist bzw. war

  • ab vollendetem 62. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit, im Jahr 2016, einer Berufsvergangenheit von 40 Jahren für Männer und 32 Jahren für Frauen;
  • nach Maßgabe eines am Nationalen Arbeitsrat abgeschlossenen kollektiven Arbeitsabkommens (des KAA Nr. 17) oder eines auf Unternehmensebene oder auf sektorieller Ebene abgeschlossen kollektiven Arbeitsabkommens.
Was ändert sich?
 

System in 2017?

System in 2018?

System in 2019?

Bedingung:

62 Jahre

und

  • für Männer: 40 Jahre Berufsvergangenheit
  • für Frauen: 33 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung:

62 Jahre

und

  • für Männer: 40 Jahre Berufsvergangenheit
  • für Frauen: 34 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung:

62 Jahre

und

  • für Männer: 40 Jahre Berufsvergangenheit
  • für Frauen: 35 Jahre Berufsvergangenheit (die erforderliche Berufsvergangenheit wird jedes Jahr, bis 2024, um ein Jahr verlängert (-> 40 Jahre in 2024))

Wenn Sie als Frau im Laufe eines bestimmten Jahres die Alters- und Berufsvergangenheitsbedingungen erfüllen, die für das besagte Jahr gelten, können Sie aufgrund dessen im darauffolgenden Jahr in SAB gehen, selbst wenn Sie zu diesem späteren Zeitpunkt nicht die Bedingungen erfüllen, die in dem Jahr gelten. Dies nennt man das "Cliquet-System".

Dürfen Sie noch ab 60 Jahren in SAB gehen?

Erste Ausnahme: Sie erfüllen die Bedingungen in 2014?

Sie dürfen noch ab 60 Jahren in SAB gehen, wenn

  • Sie spätestens am 31.12.2014

und

  • auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses

die nachfolgenden Bedingungen kumulativ erfüllen:

Sie haben das 60. Lebensjahr vollendet

und

Sie weisen, wenn Sie ein Mann sind, 35 Jahre oder, wenn Sie eine Frau sind, 28 Jahre Berufsvergangenheit nach.

Ob Sie vor 2015 oder nach 2014 entlassen wurden ist hier unerheblich.

Das ist was man unter dem Begriff "Cliquet-System" versteht.

Beispiel:

Sie sind ein Mann. Sie sind 1954 geboren und sind 2014 also 60 Jahre alt. 2014 haben Sie eine 36-jährige Berufslaufbahn zurückgelegt.
Sie werden 2015 entlassen und sind zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt.
Sie haben die Möglichkeit in SAB zu gehen, weil Sie zum 31.12.2014 das 60. Lebensjahr vollendet hatten und zu diesem Zeitpunkt bereits 35 Jahre Berufsvergangenheit nachgewiesen hatten.

Zweite Ausnahme: Sie wurden vor 2015 entlassen

Sie dürfen noch ab 60 Jahren in SAB gehen, wenn

  • Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2015, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 60. Lebensjahr vollendet haben.

Ausnahme: wenn Ihre theoretische (nichtverlängerte) gesetzliche oder nach Maßgabe eines KAA festgelegte Kündigungsfrist nach dem 31.12.2016 endet, kommen Sie auch infrage, wenn Sie das 60. Lebensjahr zu Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses vollendet haben.

und

  • angenommen Sie sind ein Mann, wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, oder, angenommen Sie sind eine Frau, wenn Sie die im Jahr der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Berufsvergangenheit (zwischen 31 und 40 Jahren) nachweisen.

Beispiel:

Sie sind ein Mann. Sie sind am 12.03.1956 geboren.
Sie werden im Dezember 2014 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2016.
Sie sind am 12.03.2016 60 Jahre alt, nämlich sowohl "spätestens am 31.12.2016" als auch "am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses".
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, dürfen Sie noch ab 60 Jahren in SAB gehen.

Dritte Ausnahme: Sie wurden während eines "laufenden KAA - 60 Jahre" entlassen?

Unter "laufendem KAA 60 Jahre" versteht man

  • einem Unternehmens- oder sektoriellen KAA (nicht dem KAA Nr. 17)

und

  • das das Alter von 60 Jahren vorsieht

und

  • das vor dem 01.07.2015 abgeschlossen und hinterlegt wurde

(jedes KAA muss bei der Kanzlei der Dienstes Kollektive Arbeitsbeziehungen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung hinterlegt, d.h. eingereicht, werden)

und

  • das spätestens am 01.01.2015 in Kraft getreten ist.

Sie dürfen noch ab 60 Jahren in SAB gehen, wenn

  • Sie während dieses "laufenden KAA" entlassen wurden

und

  • Sie spätestens bei Beendigung der Laufzeit dieses KAA, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 60. Lebensjahr vollendet haben

und

  • angenommen Sie sind ein Mann, Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen,

angenommen Sie sind eine Frau, Sie die im Jahr der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Berufsvergangenheit (zwischen 31 und 40 Jahren) nachweisen.

Beispiel:

Am 20.10.2014 wurde ein KAA mit einer Laufzeit vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2016 in Ihrem Unternehmen abgeschlossen. Dieses KAA wurde am 27.11.2014 hinterlegt.

Sie sind ein Mann. Sie sind am 12.03.1956 geboren.
Sie werden im Februar 2015 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2016.
Sie sind am 12.03.2016 60 Jahre alt, nämlich sowohl "spätestens am 31.12.2016" (Auslauf des KAA) als auch "am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses".
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, dürfen Sie noch ab 60 Jahren in SAB gehen.

Vierte Ausnahme: Sie werden nach einem "laufenden KAA - 60 Jahre" entlassen?

Unter "laufendem KAA - 60 Jahre" versteht man:

  • einem Unternehmens- oder sektoriellen KAA (nicht dem KAA Nr. 17)

und

  • das das Alter von 60 Jahren vorsieht

und

  • das vor dem 01.07.2015 abgeschlossen und hinterlegt wurde

(jedes KAA muss bei der Kanzlei der Dienstes Kollektive Arbeitsbeziehungen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung hinterlegt, d.h. eingereicht, werden)

und

  • das spätestens am 01.01.2015 in Kraft getreten ist.

Sie dürfen noch ab 60 Jahren in SAB gehen, wenn

  • Sie nach diesem "laufenden KAA" entlassen werden

und

  • Sie spätestens am Ende der Laufzeit dieses KAA, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 60. Lebensjahr vollendet haben

und

  • angenommen Sie sind ein Mann, Sie spätestens am Ende der Laufzeit dieses KAA, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

    angenommen Sie sind eine Frau, Sie die im Jahr der Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses erforderliche Berufsvergangenheit (zwischen 31 und 40 Jahren) spätestens am Ende der Laufzeit dieses KAA, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses nachweisen.

System ab 58 Jahren mit 40 Jahren Berufsvergangenheit

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist bzw. war

  • ab vollendetem 58. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit einer Berufsvergangenheit von 40 Jahren;
  • nach Maßgabe eines am Nationalen Arbeitsrat abgeschlossenen KAA.

Der Nationale Arbeitsrat hat solche KAAs abgeschlossen:

  • für den Zeitraum 2015-2016: das KAA Nr. 115;
  • für den Zeitraum 2017-2018: das KAA Nr. 124.
 Was ändert Sich?

System in 2016?

System in 2017?

System in 2018?

Bedingung: 58 Jahre 

und 40 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 58 Jahre (*)

und 40 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 59 Jahre (*)

und 40 Jahre Berufsvergangenheit

(*) Achtung: das Lebensalter ist ab 2017 vorschriftsmäßig eigentlich auf 60 Jahre festgesetzt worden.

Hinweis: der Nationale Arbeitsrat hat zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts noch kein KAA für den Zeitraum 2019-2020 vereinbart. Dies bedeutet, dass Sie ab 2019 keinen Anspruch auf das SAB mehr erheben können, es sei denn, Ihnen wurde vor 2019 gekündigt und Sie sind zum 31.12.2018, sowie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, mindestens 59 Jahre alt.

Können Sie noch vom System Gebrauch machen, das vor 2016 galt?

Sie dürfen noch nach Maßgabe des Systems, das vor 2016 galt, in SAB gehen, wenn  

  • Sie vor dem 01.01.16 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2015, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 56. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Beispiel:

Sie wurden 1959 geboren.
Sie werden im Dezember 2015 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2016.
Sie sind am 31.12.2015 56 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, dürfen Sie noch nach Maßgabe des Systems vom Jahr 2014 in SAB gehen.

Können Sie ab 2018 noch vom System Gebrauch machen, das 2016-2017 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das 2016-2017 galt, in SAB gehen, wenn:

  • Sie vor dem 01.01.2018 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2017, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 58. Lebensjahr vollendet haben

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Beispiel:

Sie wurden 1959 geboren.
Sie werden im Dezember 2017 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2018..
Sie sind am 31.12.2017 58 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, können Sie noch nach Maßgabe des Systems von 2016-2017 in SAB gehen, selbst wenn Sie im April 2018 noch keine 59 Jahre alt sind.

Sondersysteme

Das System ab 58 Jahren – schwerer Beruf

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist

  • ab vollendetem 58. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit einer Berufsvergangenheit von 35 Jahren;
  • nach Maßgabe eines Unternehmens- oder sektoriellen KAA;
  • wenn Sie einen schweren Beruf ausgeübt haben: entweder 5 Jahre innerhalb der letzten 10 Jahre oder 7 Jahre innerhalb der letzten 15 Jahre.

Drei Arten von Berufen werden derzeit als schwere Berufe angesehen:

  • Nachtarbeit;
  • Mehrschichtarbeit;
  • Arbeit in unterbrochenen Diensten.
 Was ändert Sich?

System in 2016?

System in 2017?

System in 2018?

Bedingung: 58 Jahre

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 58 Jahre

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 59 Jahre

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

Wichtiger Hinweis: Das Zugangsalter wird auf 60 Jahre angehoben werden können. Allerdings steht noch nicht fest ab wann.

Können Sie ab 2018 noch vom System Gebrauch machen, das 2015-2016-2017 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das 2015-2016-2017 galt, in SAB gehen, wenn:

  • Sie vor dem 01.01.2018 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2017, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 58. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 35 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Beispiel:

Sie wurden 1959 geboren.
Sie werden im Dezember 2017 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2018.
Sie sind am 31.12.2017 58 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 35 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, können Sie noch nach Maßgabe des Systems von 2016-2017 in SAB gehen, selbst wenn Sie im April 2018 noch keine 59 Jahre alt sind.

Das System ab 58 Jahren – gesundheitliche Gründe

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist

  • ab vollendetem 58. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit einer Berufsvergangenheit von 35 Jahren;
  • nach Maßgabe eines am Nationalen Arbeitsrat abgeschlossenen KAA;
  • wenn Sie an einer Behinderung leiden oder schwere gesundheitliche Probleme haben.

Ob Sie die letzte Bedingung erfüllen, untersucht ein Arzt der Föderalen Agentur für Berufsrisiken (Fedris).

Der Nationale Arbeitsrat hat solche KAAs abgeschlossen:

  • für den Zeitraum 2015-2016: das KAA Nr. 114;
  • für den Zeitraum 2017-2018: das KAA Nr. 123.
 Was ändert Sich?

System in 2016?

System in 2017?

System in 2018?

Bedingung: 58 Jahre

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 58 Jahre

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

Bedingung: 58 Jahre 

und 35 Jahre Berufsvergangenheit

 Dieses System bleibt zurzeit also unverändert.

Achtung: der Nationale Arbeitsrat hat zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts noch kein KAA für den Zeitraum 2019-2020 vereinbart. Dies bedeutet, dass Sie ab 2019 keinen Anspruch auf das SAB mehr erheben können, es sei denn, Ihnen wurde vor 2019 gekündigt und Sie sind zum 31.12.2018, sowie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, mindestens 58 Jahre alt.

Das System ab 58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit – 20 Jahre Nachtarbeit / schwere Arbeit

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist bzw. war

  • ab vollendetem 56. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit einer Berufsvergangenheit von 33 Jahren;
  • nach Maßgabe eines sektoriellen KAA;
  • wenn Sie:
    • entweder 20 Jahre Nachtarbeit nachweisen;
    • oder einen schweren Beruf ausgeübt haben: entweder 5 Jahre innerhalb der letzten 10 Jahre oder 7 Jahre innerhalb der letzten 15 Jahre.

Drei Arten von Berufen werden derzeit als schwere Berufe angesehen:

  • Nacharbeit;
  • Mehrschichtarbeit;
  • Arbeit in unterbrochenen Diensten.
 Was ändert Sich?

System in 2016?

System in 2017?

System in 2018?

Bedingung: 58 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und

  • entweder 20 Jahre Nachtarbeit
  • oder 5/7 Jahre Arbeit in einem schweren Beruf

Bedingung: 58 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und

  • entweder 20 Jahre Nachtarbeit
  • oder 5/7 Jahre Arbeit in einem schweren Beruf

Bedingung: 59 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und

  • 20 Jahre Nachtarbeit
  • oder 5/7 Jahre Arbeit in einem schweren Beruf

Wichtiger Hinweis: Das Zugangsalter kann auf 60 Jahre angehoben werden. Allerdings steht noch nicht fest ab welchem Zeitpunkt. 

Achtung: der Nationale Arbeitsrat hat zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts noch kein KAA für den Zeitraum 2019-2020 vereinbart. Dies bedeutet, dass Sie ab 2019 keinen Anspruch auf das SAB mehr erheben können, es sei denn, Ihnen wurde vor 2019 gekündigt und Sie sind zum 31.12.2018, sowie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, mindestens 59 Jahre alt.

Können Sie noch vom System Gebrauch machen, das vor 2015 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das vor 2015 galt, in SAB gehen, wenn:  

  • Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2014, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 56. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 20 Jahre Nachtarbeit nachweisen.

Beispiel:

Sie wurden 1958 geboren.
Sie werden im Dezember 2014 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2015.
Sie sind am 31.12.2014 56 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 33 Jahre Berufsvergangenheit und 20 Jahre Nachtarbeit nachweisen, dürfen Sie noch nach Maßgabe des Systems vom Jahr 2014 in SAB gehen.

Können Sie ab 2018 noch vom System Gebrauch machen, das 2015-2016-2017 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das 2015-2016-2017 galt, in SAB gehen, wenn:

  • Sie vor dem 01.01.16 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2017, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 58. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Beispiel:

Sie wurden 1959 geboren.
Sie werden im Dezember 2017 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2018.
Sie sind am 31.12.2017 58 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, können Sie noch nach Maßgabe des Systems von 2016-2017 in SAB gehen, selbst wenn Sie im April 2018 noch keine 59 Jahre alt sind.

Das System ab 58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit – Berufsunfähigkeit im Bausektor

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist bzw. war

  • ab vollendetem 56. Lebensjahr in SAB zu gehen;
  • mit einer Berufsvergangenheit von 33 Jahren;
  • nach Maßgabe eines KAA im Bausektor;
  • wenn der Arbeitsarzt Ihnen ein Attest ausgestellt hat, dem entnommen werden kann, dass Sie unfähig sind, Ihre Berufstätigkeit weiter auszuüben.
 Was ändert Sich?

System in 2016?

System in 2017?

System in 2018?

Bedingung: 58 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und Berufsunfähigkeit im Bausektor

Bedingung: 58 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und Berufsunfähigkeit im Bausektor

Bedingung: 59 Jahre

und 33 Jahre Berufsvergangenheit

und Berufsunfähigkeit im Bausektor

 Wichtiger Hinweis: Das Zugangsalter kann auf 60 Jahre angehoben werden. Allerdings steht noch nicht fest ab welchem Zeitpunkt.

Achtung: der Nationale Arbeitsrat hat zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts noch kein KAA für den Zeitraum 2019-2020 vereinbart. Dies bedeutet, dass Sie ab 2019 keinen Anspruch auf das SAB mehr erheben können, es sei denn, Ihnen wurde vor 2019 gekündigt und Sie sind zum 31.12.2018, sowie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, mindestens 59 Jahre alt.

Können Sie noch vom System Gebrauch machen, das vor 2015 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das vor 2015 galt, in SAB gehen, wenn:

  • Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2014, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 56. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

und

  • Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses über ein Attest des Arbeitsarztes verfügen, mit welchem Ihre Berufsunfähigkeit bescheinigt wurde.

Beispiel:

Sie wurden 1958 geboren.
Sie werden im Dezember 2014 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2015.
Sie sind am 31.12.2014 56 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen und ein Attest über Ihre Berufsunfähigkeit besitzen, dürfen Sie noch nach Maßgabe des Systems vom Jahr 2014 in SAB gehen.

Können Sie ab 2018 noch vom System Gebrauch machen, das 2015-2016-2017 galt?

Sie können noch nach Maßgabe des Systems, das 2015-2016-2017 galt, in SAB gehen, wenn:

  • Sie vor dem 01.01.2018 entlassen wurden

und

  • wenn Sie spätestens am 31.12.2017, aber auch am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses, das 58. Lebensjahr vollendet haben.

und

  • wenn Sie am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Beispiel:

Sie wurden 1959 geboren.
Sie werden im Dezember 2017 entlassen; Ihre Kündigungsfrist endet im April 2018.
Sie sind am 31.12.2017 58 Jahre alt.
Wenn Sie am Ende Ihrer Kündigungsfrist 33 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen, können Sie noch nach Maßgabe des Systems von 2016-2017 in SAB gehen, selbst wenn Sie im April 2018 noch keine 59 Jahre alt sind

Die als in Umstrukturierung oder in Schwierigkeiten befindlich anerkannten Unternehmen

Worin besteht dieses System?

Es handelt sich um das System, mit dem es möglich ist bzw. war

  • auf der Grundlage einer Anerkennung des Ministers für Beschäftigung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens
  • ab vollendetem 55. Lebensjahr in SAB zu gehen
  • mit entweder 10 Jahren Sektorzugehörigkeit innerhalb der letzten 15 Jahre oder 20 Jahren Berufsvergangenheit im Allgemeinen;
  • nach Maßgabe eines auf Unternehmensebene abgeschlossenen KAA.
Was ändert sich? 
Das Zugangsalter wird folgendermaßen schrittweise angehoben:

Jahr 

In Umstrukturierung

In Schwierigkeiten

2014 

55 

53 

2015 

55 (unverändert) 

55 

2016 

56 

56

2017 

57 

57 

2018 

58 

58 

2019 

59 

59 

2020 

60 

60 

Unter bestimmten Bedingungen wird das Zugangsalter von mindestens 55 Jahren beibehalten. Dazu muss der Nationale Arbeitsrat ein KAA abschließen. 

Der Nationale Arbeitsrat hat solche KAAs abgeschlossen:

  • für den Zeitraum 2015-2016: das KAA Nr. 117 (Lebensalter: 55 Jahre) (*);
  • für den Zeitraum 2017-2018: das KAA Nr. 126 (Lebensalter: 56 Jahre) (*).

(*) Achtung: Ihr Arbeitgeber muss in seinem Unternehmens-KAA, das im Rahmen der Anerkennung abgeschlossen wurde, ausdrücklich auf das KAA verweisen, das am Nationalen Arbeitsrat abgeschlossen wurde, um:

  • 2015-2016 in Ihrem Unternehmen das Zugangsalter von 55 Jahren zu behalten;
  • 2017-2018 in Ihrem Unternehmen das Zugangsalter von 56 Jahren zu behalten;

Wenn der Arbeitgeber es nicht tut, ist das anwendbare Lebensalter das Alter, das in der Tabelle steht (z.B. in 2017: 57 Jahre).

Achtung: der Nationale Arbeitsrat hat zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts noch kein KAA für den Zeitraum 2019-2020 vereinbart, das es ermöglichen sollte, ab einem früheren Lebensalter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Dies bedeutet, dass Sie ab 2019 nur dann einen Anspruch auf das SAB erheben können, wenn Sie mindestens 59 Jahre alt sind, es sei denn, der Zeitraum der Anerkennung des Unternehmens hat vor 2019 begonnen.

Können Sie sich noch auf ein System berufen, das in einem früheren Jahr galt?

Wenn eine Massenentlassung angezeigt wird, müssen Sie am Tag der Anzeige dieser Massenentlassung das Lebensalter erreicht haben, das in der ministeriellen Entscheidung steht.

Wenn keine Massenentlassung angezeigt wurde, müssen Sie:

  • am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses das Lebensalter erreicht haben, das in der Anerkennungsentscheidung des Ministers steht. Es handelt sich um das Alter im Jahr des Beginns der Laufzeit der Anerkennung

und

  • außerdem am Ende Ihres Arbeitsverhältnisses das Lebensjahr vollendet haben, das für das Jahr der Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses gilt.

Beispiel 1:

  • Ihr Unternehmen wurde als in Umstrukturierung seiend anerkannt. Am 21.04.2017 hat Ihr Arbeitgeber eine Massenentlassung angezeigt.
  • In seiner Anerkennungsentscheidung schreibt der Minister ein Zugangsalter von mindestens 57 Jahren fest.
  • Sie wurden am 30.03.1960 geboren. Sie sind am 21.04.2017 also 57 (Alter in 2017) Jahre alt.
  • Sie erfüllen die anderen Bedingungen (z.B. Berufsvergangenheit), Sie dürfen nach Maßgabe des Systems "ab 57 Jahren" in SAB gehen, dies selbst für den Fall, dass Ihr Arbeitsverhältnis erst 2018 oder 2019 endet (sie wären dann 58 oder 59 Jahre alt).

Beispiel 2:

  • Ihr Unternehmen wurde als in Schwierigkeiten seiend anerkannt. Ihr Arbeitgeber hat keine Massenentlassung angezeigt.
  • In seiner Anerkennungsentscheidung (in 2017) schreibt der Minister eine Laufzeit der Anerkennung vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2018 fest. Er sieht ein Zugangsalter von mindestens 57 Jahren (Alter in 2017) vor.
  • Sie wurden am 30.03.1960 geboren. Sie sind am 30.03.2017 also 57 Jahre alt.
  • Ihr Arbeitsverhältnis endet am 28.02.2018. Inzwischen wurde das Zugangsalter auf 58 Jahre angehoben. Sie sind am 28.02.2018 noch keine 58 Jahre alt.
  • Sie dürfen nicht auf der Grundlage der Anerkennung in SAB gehen.

Welches sind Ihre Pflichten als zum SAB berechtigte Person?

Angepasste Verfügbarkeit

Was setzt die angepasste Verfügbarkeit voraus?

Es handelt sich um einen neuen Begriff.

Die angepasste Verfügbarkeit setzt im Besonderen voraus, dass

  • Sie als arbeitsuchend eingetragen sind und bleiben;
  • Sie jede zumutbare Arbeit oder Aus- oder Weiterbildung annehmen;
  • es Ihnen nicht erlaubt ist, Ihre Arbeit ohne rechtmäßigen Grund aufzugeben;
  • Sie nicht aufgrund eines vertragswidrigen Verhaltens Ihrerseits entlassen wurden;
  • Sie sich beim regionalen bzw. gemeinschaftlichen Arbeitsvermittlungs- und Berufsausbildungsdienst persönlich melden oder sich bei Arbeitgebern vorstellen, wenn der regionale bzw. gemeinschaftliche Arbeitsvermittlungs- und Berufsausbildungsdienst Sie dazu auffordert;
  • Sie an jedem vom regionalen bzw. gemeinschaftlichen Arbeitsvermittlungs- oder Berufsausbildungsdienst unterbreiteten Hilfeplan oder Eingliederungsverfahren mitwirken.

Außerdem wird der regionale bzw. gemeinschaftliche Arbeitsvermittlungsdienst Sie im Rahmen eines individuellen Hilfeplans begleiten. Dieser Dienst wird Ihnen spätestens 9 Monate nach dem Beginn Ihrer Arbeitslosigkeit einen Hilfeplan unterbreiten.

Die Aktivitäten im Rahmen dieses Hilfeplans werden auf Ihre persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen zugeschnitten sein. Sie werden in regelmäßigen Abständen betreut werden. Eine globale Begutachtung wird nach einem Jahr stattfinden.

Die arbeitslose Person in SAB, die Ihren Pflichten nicht nachkommt, kann vorübergehend oder endgültig vom Leistungsbezug ausgeschlossen werden.

Ab 2015 muss jede arbeitslose Person in SAB bis vollendetem 65. Lebensjahr auf angepasster Weise am Arbeitsmarkt verfügbar bleiben.

Es gibt einige Ausnahmen von dieser Pflicht.

Können Sie noch von der Pflicht zur angepassten Verfügbarkeit befreit werden?

Allgemeines

Sie müssen grundsätzlich bis Vollendung des 65. Lebensjahres "angepasst" verfügbar sein.

Je nach dem SAB-System, das für Sie gilt, (siehe weiter oben, ab der ersten Seite: "Die verschiedenen Systeme"), können Sie, je nach dem Zeitpunkt Ihrer Entlassung, Ihrem Alter oder Ihrer Berufsvergangenheit von der Pflicht zur angepassten Verfügbarkeit befreit werden (Freistellung).

Das SAB-System ab 62 Jahren

In der Rubrik "Das System ab 60 Jahren" wird erklärt, dass der Arbeitnehmer, der nicht die Bedingungen der Übergangsregelung erfüllt, um ab vollendetem 60. Lebensjahr in SAB zu gehen, erst ab 62 Jahren einen Anspruch auf das SAB erheben werden kann.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 62 Jahren" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn Sie 43 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen. Diese Freistellung wird nur auf Antrag erteilt. Sie wird nicht automatisch bewilligt.

oder

  • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden.
Das SAB-System ab 60 Jahren

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik "Das System ab 60 Jahren" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 60 Jahren" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen. Diese Freistellung wird nur auf Antrag erteilt. Sie wird nicht automatisch bewilligt.

oder

  • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden.

oder

  • wenn Sie zwar nach dem 31.12.2014 entlassen wurden, aber nach Maßgabe eines Systems, das dem Jahr 2015 vorangeht, die SAB-Bedingungen "festgeklickt" haben (Siehe: "Dürfen Sie noch ab 60 Jahren in SAB gehen?" >> "Erste Ausnahme: Sie erfüllen die Bedingungen in 2014?").
Das System ab 58 Jahren – schwerer Beruf

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik "Das System ab 58 Jahren – schwerer Beruf" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 58 Jahren – schwerer Beruf" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden
oder

System in 2017?

System in 2018 (*)

System in 2019? (*)

  • wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 61. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Diese Freistellung "aufgrund des Alters oder der beruflichen Vergangenheit" müssen Sie beantragen; sie wird nicht automatisch erteilt.

(*) Achtung: um 2017-2018 noch freigestellt werden zu können, muss der Nationale Arbeitsrat zuerst ein KAA abschließen, das die Möglichkeit vorsieht, in einem jüngeren Alter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Der Nationale Arbeitsrat hat ein solches KAA abgeschlossen: das KAA Nr. 122.

Um eine Freistellung in einem Tätigkeitssektor beantragen zu können, muss ein sektorielles KAA abgeschlossen worden sein, das ausdrücklich auf das KAA Nr. 122 verweist. Wenn kein solches sektorielles KAA besteht, müssen Sie bis vollendetem 65. Lebensjahr verfügbar bleiben.

Achtung: damit Sie ab 2019 noch freigestellt werden können, muss der Nationale Arbeitsrat ein KAA vereinbaren, das es ermöglicht, ab einem früheren Lebensalter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts wurde für den Zeitraum 2019-2020 noch kein solches KAA vereinbart. Dies bedeutet, dass ab 2019 kein Freistellungsantrag mehr gestellt werden kann und Sie bis zum Alter von 65 Jahren angepasst verfügbar bleiben müssen.

Das System ab 58 Jahren mit gesundheitlichen Gründen

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik "Das System ab 58 Jahren – gesundheitliche Gründe" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 58 Jahren – gesundheitliche Gründe" zum SAB berechtigt sind, können Sie ohne Weiteres freigestellt werden.

Diese Freistellung wird nur auf Antrag erteilt. Sie wird nicht automatisch bewilligt.

Das SAB-System ab 56/60 Jahren mit 40 Jahren Berufsvergangenheit

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik "Das System ab 56 Jahren mit 40 Jahren Berufsvergangenheit" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 56/58/60 Jahren mit 40 Jahren Berufsvergangenheit" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden
oder

System in 2017?

System in 2018 (*)

System in 2019? (*)

  • wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 61. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Diese Freistellung "aufgrund des Alters oder der beruflichen Vergangenheit" müssen Sie beantragen; sie wird nicht automatisch erteilt.

(*) Achtung: um 2017-2018 noch freigestellt werden zu können, muss der Nationale Arbeitsrat zuerst ein KAA abschließen, das die Möglichkeit vorsieht, in einem jüngeren Alter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Der Nationale Arbeitsrat hat ein solches KAA abgeschlossen: das KAA Nr. 125.

Um eine Freistellung in einem Tätigkeitssektor beantragen zu können, muss ein sektorielles KAA abgeschlossen worden sein, das ausdrücklich auf das KAA Nr. 125 verweist. Wenn kein solches sektorielles KAA besteht, müssen Sie bis vollendetem 65. Lebensjahr verfügbar bleiben.

Achtung: damit Sie ab 2019 noch freigestellt werden können, muss der Nationale Arbeitsrat ein KAA vereinbaren, das es ermöglicht, ab einem früheren Lebensalter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts wurde für den Zeitraum 2019-2020 noch kein solches KAA vereinbart. Dies bedeutet, dass ab 2019 kein Freistellungsantrag mehr gestellt werden kann und Sie bis zum Alter von 65 Jahren angepasst verfügbar bleiben müssen.

Das SAB-System ab 58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik "Das System ab 58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "ab 56/58 Jahren mit 33 Jahren Berufsvergangenheit" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden
oder

System in 2017?

System in 2018 (*)

System in 2019? (*)

  • wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 61. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.
 
Diese Freistellung "aufgrund des Alters oder der beruflichen Vergangenheit" müssen Sie beantragen; sie wird nicht automatisch erteilt.

(*) Achtung: um 2017-2018 noch freigestellt werden zu können, muss der Nationale Arbeitsrat zuerst ein KAA abschließen, das die Möglichkeit vorsieht, in einem jüngeren Alter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Der Nationale Arbeitsrat hat ein solches KAA abgeschlossen: das KAA Nr. 121.

Um eine Freistellung in einem Tätigkeitssektor beantragen zu können, muss ein sektorielles KAA abgeschlossen worden sein, das ausdrücklich auf das KAA Nr. 121 verweist. Wenn kein solches sektorielles KAA besteht, müssen Sie bis vollendetem 65. Lebensjahr verfügbar bleiben.

Achtung: damit Sie ab 2019 noch freigestellt werden können, muss der Nationale Arbeitsrat ein KAA vereinbaren, das es ermöglicht, ab einem früheren Lebensalter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts wurde für den Zeitraum 2019-2020 noch kein solches KAA vereinbart. Dies bedeutet, dass ab 2019 kein Freistellungsantrag mehr gestellt werden kann und Sie bis zum Alter von 65 Jahren angepasst verfügbar bleiben müssen.

Das SAB-System im Rahmen der Anerkennung Ihres Unternehmens?

Dieses System wird im Obenstehenden in der Rubrik " Die als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlich anerkannten Unternehmen" erläutert.

Wenn Sie im Rahmen dieses Systems "anerkanntes Unternehmen" zum SAB berechtigt sind, können Sie freigestellt werden

  • wenn der Beginn des Anerkennungszeitraums vor dem 09.10.2014 liegt:
    • Haben Sie am Ende der theoretischen (nichtverlängerten) Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die Kündigungsentschädigung abdeckt
      • entweder das 58. Lebensjahr vollendet?
      • oder 38 Jahre Berufsvergangenheit zurückgelegt?
 

JA 

NEIN 

Automatische Freistellung 

Freistellung auf Antrag ab dem Zeitpunkt, wo

  • Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • oder 38 Jahre Berufsvergangenheit zurückgelegt haben
  •  wenn der Beginn des Anerkennungszeitraums nach dem 08.10.2014 liegt:
 
 

System in
2015-2016? (*)

System in
2017? (*)

System in
2018? (*)

  • wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 38 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen
  • wenn Sie das 61. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 39 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen
  • wenn Sie das 61. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 39 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen
 

Sie müssen diese Freistellung "aufgrund des Alters oder der beruflichen Vergangenheit" aus eigener Initiative beantragen; sie wird nicht automatisch erteilt.

(*) Achtung: um 2015-2018 noch freigestellt werden zu können, muss der Nationale Arbeitsrat zuerst ein KAA abschließen, das die Möglichkeit vorsieht, in einem jüngeren Alter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Der Nationale Arbeitsrat hat solche KAAs abgeschlossen:

  • für den Zeitraum 2015-2016: das KAA Nr. 117 ;
  • für den Zeitraum 2017-2018: das KAA Nr. 126;

Um eine Freistellung in einem Unternehmen beantragen zu können, muss ein Unternehmens-KAA abgeschlossen worden sein, das ausdrücklich auf die KAAs Nr. 117 und Nr. 121 verweist. Wenn kein solches Unternehmens-KAA besteht, müssen Sie bis vollendetem 65. Lebensjahr verfügbar bleiben.

Achtung: damit Sie ab 2019 noch freigestellt werden können, muss der Nationale Arbeitsrat ein KAA vereinbaren, das es ermöglicht, ab einem früheren Lebensalter als dem vorschriftsmäßigen Alter in SAB zu gehen. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Infoblatts wurde für den Zeitraum 2019-2020 noch kein solches KAA vereinbart. Dies bedeutet, dass ab 2019 kein Freistellungsantrag mehr gestellt werden kann und Sie bis zum Alter von 65 Jahren angepasst verfügbar bleiben müssen.

Die Pflicht zur Eintragung in eine Beschäftigungszelle?

Was beinhaltet die Pflicht zur Eintragung in eine Beschäftigungszelle?

Wenn der Arbeitgeber eine Massenentlassung anzeigt, muss er in den meisten Fällen eine Beschäftigungszelle gründen. Die im Rahmen dieser Massenentlassung entlassenen Arbeitnehmer werden in dieser Beschäftigungszelle betreut.

Alle betroffenen Arbeitnehmer müssen sich ausnahmslos in diese Beschäftigungszelle eintragen lassen und an der angebotenen Betreuung mitwirken.

Vor dem Jahre 2015 konnten Arbeitnehmer sich nach Maßgabe des für sie geltenden SAB von der Pflicht zur Eintragung in die Beschäftigungszelle eventuell befreien lassen.

Was ändert sich?

Ab dem 01.01.2015 muss jede zum SAB berechtigte Person sich in die vom Arbeitgeber gegründete Beschäftigungszelle eintragen lassen, unabhängig davon, nach Maßgabe welchen Systems sie in SAB geht.

Können Sie noch von der Pflicht zur Eintragung in eine Beschäftigungszelle befreit werden?

Sind Sie nicht auf der Grundlage einer Anerkennung Ihres Unternehmens als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung seiend entlassen worden?

Sie sind nicht verpflichtet, sich eintragen zu lassen, wenn

  • Sie bereits vor dem 01.01.2015 in SAB waren

oder

  • Sie bereits vor dem 01.01.2015 zum Zwecke einer Versetzung in das SAB entlassen wurden

oder

  • Sie nach dem 31.12.2014 entlassen aber von der Pflicht zur angepassten Verfügbarkeit befreit wurden (siehe die Rubrik "Können Sie noch von der Pflicht zur angepassten Verfügbarkeit befreit werden?").
Sind Sie sehr wohl auf der Grundlage einer Anerkennung Ihres Unternehmens als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung seiend entlassen worden?
Erste Situation:
  • Der Beginn des Anerkennungszeitraums geht dem 09.10.2014 voran

oder

  • der Beginn des Anerkennungszeitraums liegt nach dem 08.10.2014, aber Sie wurden vor dem 01.01.2015 entlassen. Es handelt sich hier um eine besonders seltene Situation.

=> Sie brauchen sich nicht eintragen zu lassen, wenn Sie am Ende der theoretischen (nichtverlängerten) Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den Ihre Kündigungsentschädigung abdeckt

  • das 58. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • 38 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Wenn Sie weder die Altersbedingung (58 Jahre), noch die Berufsvergangenheitsbedingung (38 Jahre) erfüllen, müssen Sie sich sehr wohl in die Beschäftigungszelle eintragen lassen. Wenn Sie sich nicht eintragen lassen, können Sie das SAB im Rahmen der Anerkennung nicht beanspruchen!

Zweite Situation:
  • Der Beginn des Anerkennungszeitraums liegt nach dem 08.10.2014

und

  • Sie sind nach dem 31.12.2014 entlassen worden

=> Sie müssen sich in jedem Fall eintragen lassen. Ihr Lebensalter und Ihre Berufsvergangenheit sind in dem Fall unerheblich. Wenn Sie sich nicht eintragen lassen, können Sie das SAB im Rahmen der Anerkennung nicht beanspruchen!

Die Plicht zum Outplacement

Worin besteht diese Plicht zum Outplacement?

Nachfolgende Erklärungen betreffen nur Arbeitnehmer

  • die keinen Anspruch auf eine zumindest dreißigwöchige Kündigungsentschädigung oder -frist erheben können
  • und zum Zeitpunkt ihrer Entlassung das 45. Lebensjahr vollendet haben
  • und zum Zeitpunkt ihrer Entlassung mindestens ein zusammenhängendes Jahr Betriebszugehörigkeit haben
  • und mit einer arbeitsvertragsmäßigen Arbeitszeit von zumindest der Hälfte einer Vollzeit beschäftigt sind.

Außer in Ausnahmefällen müssen diese Arbeitnehmer ein Outplacementverfahren beantragen, annehmen und durchlaufen.

Wann sind Sie vom Outplacement befreit?

Sind Sie nicht auf der Grundlage einer Anerkennung Ihres Unternehmens als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung seiend entlassen worden?
Sie sind vor dem 1. Dezember 2018 entlassen worden

Sie müssen kein Outplacementverfahren beantragen, annehmen und durchlaufen.

Sie sind nach dem 30. November 2018 entlassen worden

Sie müssen kein Outplacement beantragen, annehmen oder duchlaufen, wenn Sie aufgrund des konkreten Systems der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag, Ihres Alters oder Ihrer Berufsvergangenheit von dieser Pflicht befreit wurden.

 

System der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag

Sie sind nur dann von der Pflicht befreit:

Allgemeines System Ab 62 Jahren (oder in bestimmten Fällen 60 Jahren) (KAA 17)

  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 42 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Allgemeines System Sehr lange Berufslaufbahn Mit 40 Jahren Berufsvergangenheit.

  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Sondersystem Schwerer Beruf Mit 35 Jahren Berufsvergangenheit

  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Sondersystem Schwerer Beruf, 20 Jahre Nachtarbeit oder medizinisch unfähig im Bausektor Mit 33 Jahren Berufsvergangenheit

  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen

Sondersystem Medizinische Gründe Mit 35 Jahren Berufsvergangenheit

Sie werden automatisch freigestellt

Wichtiger Hinweis : das Alter und/oder die Berufsvergangenheit müssen Sie nicht am Ende des Arbeitsvertrags erreicht haben, sondern:

  • für Angestellte: am Ende der (nichtverlängerten) gesetzlichen Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die gesetzliche Kündigungsentschädigung abdeckt :
  • für Arbeiter: am Ende der (nichtverlängerten) Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die gesetzliche Kündigungsentschädigung abdeckt, wobei diese Kündigungsentschädigung gemäß den ab dem Jahr 2014 geltenden Kündigungsregeln berechnet wird (selbst wenn Ihr Arbeitsverhältnis vor dem Jahr 2014 begonnen hat). Konkret bedeutet dies, dass der gemäß diesen Regeln berechnete Zeitraum länger ausfällt, als der Zeitraum, den Ihre tatsächliche Kündigungsentschädigung abdeckt.

Bei der Bemessung dieser Zeiträume bleiben sowohl eventuelle Unterbrechungen der Kündigungsfrist (z.B. wegen Krankheit oder Urlaub) als auch günstigere Kündigungsregeln gemäß einem KAA oder einer individuellen Vereinbarung außer Betracht.

Sind Sie sehr wohl auf der Grundlage einer Anerkennung Ihres Unternehmens als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung seiend entlassen worden?

Hinweis: Nachfolgende Erklärungen betreffen das Outplacement außerhalb einer Beschäftigungszelle. Wenn es sich um ein kollektives Outplacementverfahren im Rahmen einer Beschäftigungszelle handelt, lesen Sie die Rubrik "Die Pflicht zur Eintragung in eine Beschäftigungszelle". 

Das Beginndatum des Zeitraums der Anerkennung Ihres Unternehmens liegt vor dem 1. Dezember 2018

Sie müssen kein Outplacement beantragen, annehmen und durchlaufen, wenn Sie am Ende Ihrer theoretischen (nichtverlängerten) Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die Kündigungsentschädigung abdeckt:

  • das 58. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • 38 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Bei der Bemessung dieser Zeiträume bleiben eventuelle Unterbrechungen der Kündigungsfrist (z.B. wegen Krankheit oder Urlaub) außer Betracht

Allerdings wird die im Rahmen der Anerkennung mögliche Verkürzung auf höchstens 26 Wochen der Kündigungsfrist oder des Zeitraums, den die Kündigungsentschädigung abdeckt, sehr wohl berücksichtigt.

Das Beginndatum des Zeitraums der Anerkennung Ihres Unternehmens liegt nach dem 30. November 2018

Sie müssen kein Outplacementverfahren beantragen, annehmen und durchlaufen:

  • wenn Sie das 62. Lebensjahr vollendet haben

oder

  • wenn Sie 40 Jahre Berufsvergangenheit nachweisen.

Wichtiger Hinweis : das Alter und/oder die Berufsvergangenheit müssen Sie nicht am Ende des Arbeitsvertrags erreicht haben, sondern:

  • für Angestellte: am Ende der (nichtverlängerten) gesetzlichen Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die gesetzliche Kündigungsentschädigung abdeckt :
  • für Arbeiter: am Ende der (nichtverlängerten) Kündigungsfrist oder am Ende des Zeitraums, den die gesetzliche Kündigungsentschädigung abdeckt, wobei diese Kündigungsentschädigung gemäß den ab dem Jahr 2014 geltenden Kündigungsregeln berechnet wird (selbst wenn Ihr Arbeitsverhältnis vor dem Jahr 2014 begonnen hat). Konkret bedeutet dies, dass der gemäß diesen Regeln berechnete Zeitraum länger ausfällt, als der Zeitraum, den Ihre tatsächliche Kündigungsentschädigung abdeckt.

Bei der Bemessung dieser Zeiträume bleiben sowohl eventuelle Unterbrechungen der Kündigungsfrist (z.B. wegen Krankheit oder Urlaub) als auch günstigere Kündigungsregeln gemäß einem KAA oder einer individuellen Vereinbarung außer Betracht.

Allerdings wird die im Rahmen der Anerkennung mögliche Verkürzung auf höchstens 26 Wochen der Kündigungsfrist oder des Zeitraums, den die Kündigungsentschädigung abdeckt, sehr wohl berücksichtigt.

Auf der Grundlage einer spezifischen Beschäftigung

Sie müssen unabhängig von Ihrem Lebensalter oder Ihrer Berufsvergangenheit kein Outplacement beantragen, annehmen oder durchlaufen

  • wenn Sie als Person mit Behinderung in einer beschützten Werkstätte oder einer sozialen Werkstätte beschäftigt waren;
  • wenn Sie bei De Lijn, der STIB oder der TEC beschäftigt waren;
  • wenn Sie im Rahmen eines Berufsübergangsprogramms beschäftigt waren.

Die Pflicht zur Führung einer Kontrollkarte

Worin besteht diese Pflicht?

Eine zum SAB berechtigte Person muss bzw. musste nicht im Besitz einer Kontrollkarte sein. Sie hat bzw. hatte die Wahl

  • entweder eine monatliche Kontrollkarte zu besitzen, in die sie alle für den Leistungsbezug relevanten Ereignisse eintragen musste (beispielsweise Arbeit, bezahlter Urlaub…);
  • oder keine monatliche Kontrollkarte zu führen, sondern bei jedem Ereignis, das mit dem Leistungsbezug nicht vereinbar ist, ein besonderes Formular (C99) auszufüllen.

Was ändert sich?

Diese Bestimmungen bleiben unverändert.

Die Pflicht zur Arbeitsfähigkeit

Worin besteht die Pflicht zur Arbeitsfähigkeit?

Eine zum SAB berechtigte Person muss bzw. musste nicht arbeitsfähig sein. Bei Arbeitsunfähigkeit hat bzw. hatte sie die Wahl

  • entweder Krankengeld bei ihrer Krankenkasse zu beantragen
  • oder in SAB zu bleiben.

Der gleichzeitige Bezug des Krankengeldes und der SAB-Leistungen ist verboten.

Was ändert sich?

Diese Bestimmungen bleiben unverändert.

Die Plicht, tatsächlich in Belgien zu wohnen

Worin besteht diese Pflicht?

Zum SAB berechtigte Personen müssen ihren Hauptwohnort in Belgien haben und auch tatsächlich in Belgien wohnen.

Zum SAB berechtigte Personen durften jedoch ab vollendetem 60. Lebensjahr im Ausland wohnen, vorausgesetzt, dass sie ihren Hauptwohnsitz in Belgien behielten. Dies bedeutete konkret, dass sie im Laufe des Jahres größtenteils (genauer gesagt, mehr als 6 Monate) in Belgien wohnen mussten.

Berechtigte unter 60 Jahren durften sich höchstens 4 Wochen pro Kalenderjahr im Ausland aufhalten.

Was ändert sich?

Ab dem 01.01.2015 dürfen sich zum SAB berechtigte Personen nicht mehr länger als 4 Wochen pro Kalenderjahr im Ausland aufhalten.

Können Sie noch von der Pflicht befreit werden, tatsächlich in Belgien zu wohnen?

Sie dürfen sich ab vollendetem 60. Lebensjahr nach wie vor länger als 4 Wochen pro Kalenderjahr im Ausland aufhalten, aber nur

  • für den Fall, dass Sie nicht im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:
    • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden
  • für den Fall, dass Sie sehr wohl im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:
    • wenn der Beginn des Anerkennungszeitraums dem 09.10.2014 vorangeht.

Die Tatsache, dass Sie von der Pflicht zur angepassten Verfügbarkeit befreit sind, bedeutet also nicht unbedingt, dass Sie auch von der Pflicht befreit sind, tatsächlich in Belgien zu wohnen.

Wenn Sie von dieser Plicht befreit sind, müssen Sie also trotzdem Ihren Hauptwohnsitz in Belgien behalten. Dies bedeutet, dass Sie sich im Laufe des Jahres größtenteils tatsächlich in Belgien aufhalten müssen. Sie dürfen also nicht endgültig ins Ausland ziehen.

Die Aufnahme einer Nebentätigkeit

Was beinhaltet dies?

Grundsätzlich darf jede arbeitslose Person ihre Nebenbeschäftigung während ihrer Arbeitslosigkeit weiter ausüben, wenn sie diese Nebenbeschäftigung bereits drei Monate mit einer hauptberuflichen Arbeitnehmertätigkeit kombiniert hat. Mit anderen Worten ist die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung während der Arbeitslosigkeit verboten. Wenn eine solche Nebenbeschäftigung während der Arbeitslosigkeit aufgenommen wird, fällt der Leistungsanspruch weg.

Zum SAB berechtigte Personen durften jedoch sehr wohl während ihrer Arbeitslosigkeit eine Nebenbeschäftigung aufnehmen.

Was ändert sich?

Ab 2015 dürfen zum SAB berechtigte Personen während ihrer Arbeitslosigkeit keine Nebenbeschäftigung mehr aufnehmen.

Dürfen Sie noch während Ihrer Arbeitslosigkeit eine Nebenbeschäftigung aufnehmen?

Sie dürfen nach wie vor während Ihrer Arbeitslosigkeit eine Nebenbeschäftigung aufnehmen, allerdings nur

  • für den Fall, dass Sie sehr wohl im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:
    • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden;
    • wenn Sie zwar nach dem 31.12.2014 entlassen wurden, aber nach Maßgabe eines Systems, das dem Jahr 2015 vorangeht, die SAB-Bedingungen “festgeklickt” haben (nur bei den Systemen “58 Jahren mit einer langen Berufslaufbahn” und “60 Jahren”).
  • für den Fall, dass Sie sehr wohl im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:
    • wenn der Beginn des Anerkennungszeitraums dem 09.10.2014 vorangeht.
  • für den Fall, dass Sie diese Tätigkeit im Rahmen des Vorteils “ Sprungbrett zur Selbständigkeit” ausüben.

Wenn Sie näheres zu dieser Maßnahme erfahren möchten, lesen Sie das Infoblatt “Dürfen Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit eine Nebentätigkeit im Rahmen des Vorteils “Sprungbrett zur Selbständigkeit” ausüben?” Nr. T158. Dieses Infoblatt ist bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA erhältlich oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Die Ausübung von Tätigkeiten in Bezug auf Ihre eigenen Güter?

Was beinhaltet dies?

Grundsätzlich und außer in Ausnahmefällen dürfen arbeitslose Personen keine Tätigkeiten in Bezug auf ihre eigenen Güter ausüben, wenn diese Tätigkeiten den Wert des Gutes mehr als mäßig steigern.

Beispiel:

Arbeitslose Personen dürfen keine großen Renovierungsarbeiten durchführen.
Zum SAB berechtigte Personen durften sehr wohl solche Tätigkeiten während ihrer Arbeitslosigkeit ausüben, allerdings ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Beispiel:

Zum SAB berechtigte Personen dürfen bedeutende Renovierungsarbeiten verrichten, vorausgesetzt, dass sie keinen Verkauf der Wohnung beabsichtigten.

Was ändert sich?

Ab dem 01.01.2015 dürfen zum SAB berechtigte Personen keine Tätigkeiten in Bezug auf ihre eigenen Güter mehr ausüben, wenn diese Tätigkeiten den Wert des Gutes mehr als mäßig steigern.

Dürfen Sie solche Tätigkeiten während Ihrer Arbeitslosigkeit noch ausüben?

Sie dürfen nach wie vor Tätigkeiten in Bezug auf Ihre eigenen Güter ausüben, selbst wenn diese Tätigkeiten den Wert des Gutes steigern, allerdings nur

  • für den Fall, dass Sie nicht im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:
    • wenn Sie vor dem 01.01.2015 entlassen wurden;
    • wenn Sie zwar nach dem 31.12.2014 entlassen wurden, aber nach Maßgabe eines Systems, das dem Jahr 2015 vorangeht, die SAB-Bedingungen “festgeklickt” haben (nur bei den Systemen “58 Jahren mit einer langen Berufslaufbahn” und “60 Jahren”).
  • für den Fall, dass Sie sehr wohl im Rahmen einer Anerkennung Ihres Unternehmens als eines sich in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung befindlichen Unternehmens entlassen wurden:

    • wenn der Beginn des Anerkennungszeitraums dem 09.10.2014 vorangeht.

Diese Tätigkeiten müssen jedoch ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt werden.

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