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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

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Elternurlaub

Infoblatt

T19

Zuletzt aktualisiert am
01-08-2019

Was ist ein Elternurlaub?

Der Elternurlaub ist ein thematischer Urlaub. Es handelt sich um eine Sonderform von vollständiger oder teilweiser Laufbahnunterbrechung, die Ihnen die Möglichkeit bietet, eine Zeit lang mit der Arbeit auszusetzen oder Ihre Arbeitszeit vorübergehend zu verkürzen, damit Sie sich um Ihr junges Kind kümmern können.

Während dieser Unterbrechung können Sie Leistungen erhalten, die das LfA monatlich zahlt.

Hinweis für Beschäftigte des Privatsektors:  Der Elternurlaub soll nicht mit dem Zeitkredit mit der Begründung "Betreuung seines oder seiner unter-8-jährigen Kindes oder Kinder" verwechselt werden. Näheres zum Thema Zeitkredit mit Begründung erfahren Sie im Infoblatt  T160.  In unserem FAQ, unter diesem Weblink: "Ich arbeite im Privatsektor. Was sind die Unterschiede zwischen einem Elternurlaub und einem Zeitkredit mit der Begründung "sich um sein Kind oder seine Kinder kümmern…?" finden Sie eine Vergleichstabelle, in welcher der Elternurlaub und der Zeitkredit mit der Begründung "Betreuung seines oder seiner unter-8-jähriges Kindes oder Kinder" gegenübergestellt sind.

Welches sind die geltenden Rechtsvorschriften?

Die geltenden Rechtsvorschriften hängen vom Beschäftigungssektor ab, dem Ihr Arbeitgeber unterliegt.

Privatsektor, Gemeinden und Provinzen

Für die Anwendung der Laufbahnunterbrechungsvorschriften:

  • gelten als Beschäftigte des PrivatsektorsArbeitnehmer, die bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, der in den Geltungsbereich des Gesetzes vom 05.12.1968 über die kollektiven Arbeitsabkommen und die paritätischen Kommissionen fällt.  Es handelt sich um:
    • die Arbeitnehmer des Privatsektors im engeren Sinne (AG, GmbH, Vog usw.);
    • das Personal der freien Universitäten (ULB, UCL usw.);
    • die Arbeitnehmer der gemischten Unternehmen;
    • die nichtbezuschussten Vertragspersonalmitglieder des freien Unterrichtswesens;
    • die Arbeitnehmer der gemischten Interkommunalen der Gas- und Stromversorgung;
    • die Arbeitnehmer der regionalen und lokalen Verkehrsbetriebe = Tram, Bus und Metro (STIB, TEC, De Lijn).
    • Personalmitglieder einer ausländischen Botschaft oder eines ausländischen Konsulats, die für diplomatische Vertretungen oder für Vertretungen bei in Belgien ansässigen internationalen Organisationen eingesetzt werden und mit einem Arbeitsvertrag beschäftigt sind;
    • usw. 
  • das Personal der Gemeinden und Provinzen umfasst sowohl ernannte Personalmitglieder als auch Vertragspersonalmitglieder, die in einer lokalen oder provinzialen Verwaltung oder in einer Dienststelle, der von einer dieser Regierungsebenen abhängt (ÖSHZ, öffentliches Krankenhaus usw.), beschäftigt sind.

Für diese beiden Personalgruppen ist der Anspruch auf Elternurlaub im Königlichen Erlass vom 29.10.1997 vorgesehen. Dieser Königliche Erlass wurde durch den Königlichen Erlass vom 05.05.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Bezug auf die thematischen Urlaube geändert. Dieser ändernde Königliche Erlass hat die Möglichkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit um ein Zehntel und einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit und der vollständigen Auszeit eingeführt.  Er ist am 01.06.2019 in Kraft getreten.

Den Leistungsanspruch sieht ursprünglich der Königliche Erlass vom 02.01.1991 vor. Im Privatsektor greift dagegen der Königliche Erlass vom 12.12.2001. 

  • Der Königliche Erlass vom 02.01.1991 wurde durch den Königlichen Erlass vom 05.05.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Bezug auf die thematischen Urlaube geändert.  Dieser ändernde Erlass legt sowohl den Leistungsbetrag bei einer Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel als auch die Leistungsbemessungsmodalitäten bei einer wochenweisen Stückelung der vollständigen Auszeit fest.  Er ist am 01.06.2019 in Kraft getreten. 
  • Der Königliche Erlass vom 12.12.2001 (nur für den Privatsektor) wurde durch den Königlichen Erlass vom 22.04.2019 geändert.  Dieser ändernde Erlass sieht eine neue Aufstockung der Unterbrechungsleistung für Alleinerziehende vor.  Er ist am 01.05.2019.2019 in Kraft getreten.

Öffentlicher Sektor

Als Beschäftigte des öffentlichen Sektors gelten Vertragspersonalmitglieder und ernannte Personalmitglieder der föderalen, regionalen oder gemeinschaftlichen Verwaltungen und der Dienststellen, die von diesen Regierungsebenen abhängen (Polizei, gerichtlicher Stand, Einrichtung öffentlichen Interesses usw.).

Den Urlaubsanspruch im Rahmen des Elternurlaubs sieht der Erlass oder das Dekret vor, der oder das für die Aufsichtsbehörde der Verwaltung oder des von der Verwaltung anhängenden öffentlichen Dienstes (je nach Fall für die Föderale Behörde, die Regionale Behörde oder die Gemeinschaftliche Behörde) greift.

Den Leistungsanspruch im Rahmen des Elternurlaubs sieht dagegen je nach Fall der Königliche Erlass vom 19.11.1998 (für ernannte Personalmitglieder) oder der Königliche Rahmenerlass vom 07.05.1999 (für die anderen Personalgruppen) vor.

Diese Erlasse wurden durch den Königlichen Erlass vom 18.07.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Sachen thematische Urlaube geändert. Dieser ändernde Erlass führt die Möglichkeit ein, eine Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel zu nehmen und die Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit sowie die vollständige Auszeit flexibler zu gestalten. Er ist am 01.08.2019 in Kraft getreten.

Unterrichtswesen

Als Personalmitglieder des Unterrichtswesens gelten Personalmitglieder, die in einer Schule oder in einem PMS-Zentrum einem Statut unterliegen (ernannte, definitiv eingestellte, befristet zeitweilige und unbefristet zeitweilige Personalmitglieder).

Den Urlaubsanspruch im Rahmen des Elternurlaubs sieht der Erlass oder das Dekret vor, der oder das in der Gemeinschaft, von welcher die Schule oder das PMS-Zentrum abhängt, d.h. in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (Ostbelgien), in der Französischen Gemeinschaft (Föderation Wallonie-Brüssel) oder in der Flämischen Gemeinschaft, greift.

Den Leistungsanspruch im Rahmen des Elternurlaubs sieht dagegen der Königliche Rahmenerlass vom 12.08.1991 vor.

Diese Erlasse wurden durch den Königlichen Erlass vom 18.07.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Sachen thematische Urlaube geändert. Dieser ändernde Erlass führt die Möglichkeit ein, eine Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel zu nehmen und die Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit sowie die vollständige Auszeit flexibler zu gestalten. Er ist am 01.08.2019 in Kraft getreten.

Sektor der autonomen öffentlichen Unternehmen

Für die Anwendung der Laufbahnunterbrechungsvorschriften gelten als Beschäftigte der autonomen öffentlichen Unternehmen die Vertragspersonalmitglieder und die ernannten Personalmitglieder von Proximus, der SNCB, von B-Post und von Skeyes (früher Belgocontrol).

Für diese Beschäftigten sind sowohl der Urlaubsanspruch als auch der Leistungsanspruch im Königlichen Erlass vom 10.06.2002 vorgesehen.

Diese Erlasse wurden durch den Königlichen Erlass vom 18.07.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Sachen thematische Urlaube geändert. Dieser ändernde Erlass führt die Möglichkeit ein, eine Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel zu nehmen und die Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit sowie die vollständige Auszeit flexibler zu gestalten. Er ist am 01.08.2019 in Kraft getreten.

Arbeitgeber anderweitiger Sektoren

  • Auf die Personalmitglieder der Belgischen Technischen Zusammenarbeit ist der Königliche Erlass vom 16.11.2009 anwendbar;
  • Auf die Personalmitglieder des Büros für die Verarbeitung finanzieller Informationen ist der Königliche Erlass vom 24.09.2013 anwendbar;
  • Auf die Vertragspersonalmitglieder des Ombudsdienstes für Energie ist der Königliche Erlass vom 12.05.2014 anwendbar;
  • Diese Erlasse wurden durch den Königlichen Erlass vom 18.07.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Sachen thematische Urlaube geändert. Dieser ändernde Erlass führt die Möglichkeit ein, eine Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel zu nehmen und die Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit sowie die vollständige Auszeit flexibler zu gestalten. Er ist am 01.08.2019 in Kraft getreten.
  • Auf die Beschäftigten, die in einem Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitgeber stehen, der nicht in den Geltungsbereich eines anderweitigen Erlasses oder Dekrets fällt, ist der Königliche Erlass vom 10.04.2014 anwendbar.  Darunter zählen die Personalmitglieder der gemeinschaftlichen Universitäten. Dieser Erlass wurde durch den Königlichen Erlass vom 05.05.2019 zur Änderung verschiedener Bestimmungen in Bezug auf die thematischen Urlaube geändert.  Im Rahmen des Elternurlaubs hat dieser ändernde Königliche Erlass die Möglichkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit um ein Zehntel und einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit und der vollständigen Auszeit eingeführt.  Er ist am 01.06.2019 in Kraft getreten.

Wer darf einen Elternurlaub nehmen?

Damit ein Elternurlaub in Anspruch genommen werden kann, muss ein Verwandtschaftsverhältnis mit dem Kind, für welches die Auszeit oder Arbeitszeitverkürzung beantragt wird, bestehen.

Konkret haben nachfolgende Beschäftigte Anspruch auf den Elternurlaub:

  • die biologische Mutter und der biologische Vater des Kindes;
  • die Person, die das Kind anerkannt hat, sodass die Abstammung väterlicherseits festgestellt ist;
  • die Ehepartnerin oder Lebenspartnerin der biologischen Mutter des Kindes, die Mitmutter geworden ist;
  • die Adoptiveltern.

Für dasselbe Kind kann der Elternurlaub von beiden Adoptiv- oder biologischen Eltern, nämlich sowohl von der Mutter als auch vom Vater in Anspruch genommen werden. Die Anspruchsdauer wird dabei nicht zwischen beiden Eltern aufgeteilt.  Jeder Elternteil kann also auf eine volle Anspruchsdauer zurückgreifen. 

In einem lesbischen Paar, wenn die Ehepartnerin oder Lebenspartnerin der biologischen Mutter des Kindes den Nachweis erbringt, dass sie die Mitmutter des Kindes ist, kann sie genauso wie die biologische Mutter des Kindes einen Elternurlaub nehmen.  Dieser Nachweis kann mithilfe der Eheschließungsurkunde, einer Bescheinigung über das gesetzliche Zusammenwohnen oder eines Auszugs aus dem Bevölkerungsregister, welcher bescheinigt, dass die Personen während der drei Jahre vor der Geburt des Kindes ununterbrochen an der gleichen Adresse eingetragen gewesen sind, erbracht werden.

Hinweis

Wenn einer der beiden Elternteile des Kindes seinen Elternurlaubsanspruch nicht wahrnimmt, kann dieser Anspruch nicht auf den anderen Elternteil übertragen werden.

Beispiel: Der Vater des Kindes möchte keinen Elternurlaub bei seinem Arbeitgeber nehmen.  In diesem Fall darf die Mutter dieses Kindes nicht vom Elternurlaub des Vaters des Kindes Gebrauch machen. Sie verfügt also nicht über zwei Elternurlaube für dasselbe Kind.

Welches sind die Bedingungen für die Bewilligung des Elternurlaubs?

Bedingung des Dienstalters bzw. der Betriebszugehörigkeit

Wenn Sie dem Privatsektor oder einer lokalen oder provinzialen Verwaltung angehören

Das Recht auf den Elternurlaub wird Ihnen zugesprochen, wenn Sie innerhalb der 15 Monate vor dem Antrag bei Ihrem Arbeitgeber 12 Monate (nicht unbedingt durchgehend) mit Ihrem Arbeitgeber in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis gestanden haben.

Wenn Sie dem öffentlichen Sektor oder dem Unterrichtswesen angehören

Sie brauchen nur in aktivem Dienst zu sein. Es kommt dabei nicht darauf an, welches Ihr Dienstalter ist.

Altersbedingung für das Kind

Bei der Geburt eines Kindes 

wird Ihnen das Recht auf den Elternurlaub zugesprochen, wenn das Kind zu Beginn des beantragten Urlaubs noch keine 12 Jahre alt ist.

Bei der Adoption eines Kindes

wird Ihnen das Recht auf den Elternurlaub zugesprochen, wenn das Kind bereits im Bevölkerungsregister oder Fremdenregister der Gemeinde, wo Sie Ihren Wohnsitz haben, eingetragen ist, und wenn es zu Beginn des beantragten Urlaubs noch keine 12 Jahre alt ist.

Wenn Ihr Kind eine körperliche oder geistige Behinderung aufweist

Wenn Ihr Kind eine Behinderung aufweist, wird Ihnen das Recht auf den Elternurlaub zugesprochen, wenn es zu Beginn des beantragten Urlaubs noch keine 21 Jahre alt ist.

Zum 01.01.2019 wurde der Begriff "Kind mit Behinderung" ausgeweitet.  Damit ein Elternurlaub zwischen dem 12. und dem 21. Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden kann, muss es:

  • entweder eine Behinderung aufweisen, die mindestens 66% erreicht;
  • oder eine Behinderung aufweisen, die, im Sinne der Kindergeldvorschriften, die Zuerkennung von mindestens 4 Punkten in der Säule 1 der sozialmedizinischen Tabelle zur Folge hat;
  • oder eine Behinderung aufweisen, die, im Sinne der Kindergeldvorschriften, die Zuerkennung von mindestens 9 Punkten in sämtlichen 3 Säulen der sozialmedizinischen Tabelle zur Folge hat.

NB: Den Beweis der Behinderung des zwischen 12- und 21-jährigen Kindes, für welches Sie den Elternurlaub beantragen, müssen Sie zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrages liefern. Einzelheiten zum Antragsverfahren erfahren Sie im Infoblatt T14.

Hinweis für die Personalmitglieder des Unterrichtswesens und die Beschäftigten einer regionalen oder gemeinschaftlichen Verwaltung oder einer Dienststelle, die von einer dieser Regierungsebenen abhängt.

Um den Elternurlaub bis Vollendung des 12. Lebensjahres bzw. 21. Lebensjahres (bei Behinderung ) Ihres Kindes beanspruchen zu können, muss auch die auf die Personalmitglieder Ihrer Behörde anwendbare Gesetzgebung diese Bestimmung vorgesehen haben.  Um zu erfahren, ob dem so ist, müssen Sie sich an den Personaldienst Ihrer Schule oder Ihres PMS-Zentrums wenden.

Welches sind die verschiedenen Unterbrechungsformen, die der Elternurlaub vorsieht?

In allen Sektoren (Privatsektor, öffentlicher Sektor, Unterrichtswesen usw.) gibt es drei Unterbrechungsformen.

1.  Der Vollzeit-Elternurlaub

Es handelt sich um eine vollständige Auszeit von der Arbeit.  Sie können ausgehend von gleich welcher Arbeitszeit einen Vollzeit-Elternurlaub beantragen (ganz gleich ob Sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten).

2.  Der Halbzeit-Elternurlaub

Es handelt sich um eine Verkürzung Ihrer Arbeitszeit.  Sie können sie nur beanspruchen, wenn Sie Vollzeit beschäftigt sind

Diese Unterbrechungsform ermöglicht es Ihnen, Ihre Arbeitszeit vorübergehend auf eine Halbzeit, d.h. auf 50% einer Vollzeitstelle, zu verkürzen. 

3.  Der Einfünftel-Elternurlaub

Es handelt sich um eine Verkürzung Ihrer Arbeitszeit.  Sie können sie nur beanspruchen, wenn Sie Vollzeit beschäftigt sind

Diese Unterbrechungsform ermöglicht es Ihnen, Ihre Arbeitszeit vorübergehend um ein Fünftel, d.h. auf 80% einer Vollzeitstelle, zu verkürzen.

Hinweis für die Personalmitglieder des Unterrichtswesens

Die Zugangsbedingungen der verschiedenen Unterbrechungsformen wurden von der Gemeinschaft festgelegt, von der die Schule oder das PMS-Zentrum, wo Sie ernannt, definitiv eingestellt, befristet zeitweilig oder unbefristet zeitweilig sind, abhängt.

Um eine Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit oder um ein Fünftel im Rahmen des Elternurlaubs zu erhalten, müssen Sie nicht unbedingt Vollzeit beschäftigt sein.  Den im Unterrichtswesen geltenden Vorschriften zufolge, müssen Sie für mindestens die Hälfte eines vollen Lehrauftrages ernannt oder definitiv eingestellt sein, und müssen Sie nach Abzug der im Rahmen des Halbzeit- oder Einfünftel-Elternurlaubs wegfallenden Stunden die Hälfte bzw. vier Fünftel eines vollen Lehrauftrages erfüllen.

Beispiel: Sie sind zu 18/20 Stunden im Unterrichtswesen beschäftigt.  Da Sie mehr als die Hälfte eines vollen Lehrauftrages erfüllen, dürfen Sie im Rahmen des Elternurlaubs eine Arbeitszeitverkürzung beantragen.

  • Wenn Sie einen Halbzeit-Elternurlaub beantragen, müssen Sie weiter die Hälfte eines vollen Lehrauftrages erfüllen, d.h. weiter 10/20 Stunden arbeiten.  In diesem bestimmten Fall fallen im Rahmen des Halbzeit-Elternurlaubs 8/20 Stunden weg.
  • Wenn Sie einen Einfünftel-Elternurlaub beantragen, müssen Sie weiter vier Fünftel eines vollen Lehrauftrages erfüllen, d.h. weiter 16/20 Stunden arbeiten.  In diesem bestimmten Fall fallen im Rahmen des Einfünftel-Elternurlaubs 2/20 Stunden weg.

Wenn Sie im Unterrichtswesen beschäftigt sind, erkundigen Sie sich bitte bei der Gemeinschaft, von der Sie abhängen, um Näheres zu den Zugangsbedingungen und den anderen Besonderheiten in Ihrem Sektor zu erfahren.

4.  Der Einzehntel-Elternurlaub

Es handelt sich um eine Arbeitszeitverkürzung, die Vollzeitbeschäftigten vorbehalten ist.

Diese neue Form von Arbeitszeitverkürzung bietet Ihnen die Möglichkeit, vorübergehend zu 90% einer Vollzeit zu arbeiten.  Dieser Einzehntel-Elternurlaub ermöglicht es dem Beschäftigten beispielsweise seine Arbeitszeit wöchentlich um einen halben Arbeitstag oder jede zweite Woche um einen ganzen Arbeitstag zu verkürzen.

Achtung!  Für diese Arbeitszeitverkürzungsform ist die Zustimmung Ihres Arbeitgebers vorausgesetzt.

Geltungsbereich und Inkrafttreten

Seit dem 01.06.2019 ist der er Einzehntel-Elternurlaub möglich für Beschäftigte:

  • des Privatsektors;
  • der lokalen und provinzialen Verwaltungen und der Dienststellen, die von einer dieser Regierungsebenen abhängen (ÖSHZ, öffentliche Krankenhäuser und Altenheime, die von einem ÖSHZ abhängen usw.);
  • bei den Arbeitgebern die Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis beschäftigen, sofern für sie keine anderweitigen Vorschriften, die ihre Arbeitnehmer zum Elternurlaub berechtigen, gelten (darunter zählen die Vertragspersonalmitglieder der gemeinschaftlichen Universitäten).

Konkret besteht diese Möglichkeit nur, wenn der Antrag bei dem Arbeitgeber in der Zeit ab dem 01.06.2019 gestellt wurde.

Der Einzehntel-Elternurlaub ist seit dem 01.08.2019 möglich für Personalmitglieder:

  • der föderalen Verwaltungen;
  • der Regionen und Gemeinschaften;
  • des Unterrichtswesens;
  • der autonomen öffentlichen Unternehmen.

Konkret besteht diese Möglichkeit nur, wenn der Antrag bei dem Arbeitgeber in der Zeit ab dem 01.08.2019 gestellt wurde.

Wie lange dauert der Elternurlaub?

Die Dauer des Elternurlaubs hängt von der beantragten Unterbrechungsform ab.  Hiernach finden Sie die verschiedenen Dauern, die vorgesehen sind.  Für jedes Kind, das die Altersbedingung erfüllt, gibt es eine neue volle Anspruchsdauer.

1.  Bei einem Vollzeit-Elternurlaub

Die vollständige Auszeit kann für höchstens 4 Monate beantragt werden.

Im Regelfall können diese 4 Monate in Zeitabschnitten von einem Monat oder einem Vielfachen von einem Monat gestückelt werden.  Dies bedeutet also, dass Sie 1, 2, 3 oder 4 Monate Vollzeit-Elternurlaub beantragen können.  Wenn Sie die Höchstdauer nicht in einem Mal beantragen, können Sie später auf die verbleibende Dauer zurückgreifen, und zwar solange das Kind zu Beginn des später beantragten Elternurlaubs immer noch keine 12 Jahre (und falls es eine Behinderung aufweist, immer noch keine 21 Jahre) alt ist.

Flexibilisierung des Vollzeit-Elternurlaubs

Als Ausnahme von dieser Regel und die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt können Ihre 4 Monate Auszeit in Wochen gestückelt werden.  Sie können somit 16 Wochen Vollzeit-Elternurlaub erhalten.

Für die Anwendung dieser Maßnahme sind mit einer Woche sieben Kalendertage gemeint.  In der Woche Auszeit werden die Wochenendtage also mitgerechnet.

Jeder Antrag beim Arbeitgeber kann für eine oder mehrere aufeinanderfolgende oder nichtaufeinanderfolgende Wochen gestellt werden, vorausgesetzt, dass diese Wochen sich über einen Zeitraum von höchstens drei Monaten erstrecken.

Da die Zustimmung des Arbeitgebers für jeden Antrag auf eine vollständige Auszeit, der für eine Woche oder einem Vielfachen von einer Woche gestellt wird, vorausgesetzt ist, handelt es sich bei dieser Flexibilisierung keineswegs um einen Rechtsanspruch, sondern lediglich um eine Möglichkeit. 

Beispiel:

  • Sie beantragen bei Ihrem Arbeitgeber zwei Wochen Auszeit, um während der Schulferien eine Zeit lang bei Ihrem Kind zu bleiben.  Diese zwei Wochen Elternurlaub sind kein Rechtsanspruch.  Der Arbeitgeber muss dem diesem Urlaub also zustimmen.
  • Mittels eines einzigen Antrages bei Ihrem Arbeitgeber beantragen Sie drei Wochen Auszeit, die nicht aufeinanderfolgen: die erste und die letzte Woche Juli und die zweite Woche August.  Für jede dieser Wochen ist die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt.

Sollte die wochenweise Stückelung des Vollzeit-Elternurlaubs zur Folge haben, dass vom sechszehnwöchigen Kredit weniger als 4 Wochen übrig bleiben, kann auf diese restliche Dauer ohne die Zustimmung des Arbeitgebers zurückgegriffen werden.

Geltungsbereich und In-Kraft-Treten

Achtung!  Zurzeit ist Flexibilisierung nur bei den nachfolgenden Arbeitgebern möglich:

  • im Privatsektor im Sinne des Gesetzes vom 05.12.1968 (Unternehmen, VoGs, Universitäten, Botschaften usw.);
  • in den lokalen und provinzialen Verwaltungen und den Dienststellen, die von einer dieser Regierungsebenen abhängen (ÖSHZ, öffentliche Krankenhäuser und Altenheime, die von einem ÖSHZ abhängen usw.);
  • bei den Arbeitgebern die Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis beschäftigen, sofern für sie keine anderweitigen Vorschriften, die ihre Arbeitnehmer zum Elternurlaub berechtigen, gelten (darunter zählen die Vertragspersonalmitglieder der gemeinschaftlichen Universitäten).

Sie tritt am 01.06.2019 in Kraft. Mit anderen Worten ist sie nur für Anträge, die ab diesem Datum bei dem Arbeitgeber gestellt werden, möglich.

NB: Für Personalmitglieder der föderalen, regionalen und gemeinschaftlichen Verwaltungen, für Beschäftigte der autonomen öffentlichen Unternehmen und für Personalmitglieder des Unterrichtswesens und der PMS-Zentren besteht diese Flexibilisierungsmöglichkeit noch nicht.

2. Bei einem Halbzeit-Elternurlaub

Der Halbzeit-Elternurlaub kann höchstens 8 Monate genommen werden.

Im Regelfall können diese 8 Monate in Zeitabschnitten von zwei Monaten oder einem Vielfachen von zwei Monaten gestückelt werden.  Sie können also 2, 4, 6 oder 8 Wochen Halbzeit-Elternurlaub beantragen.  Wenn Sie die Höchstdauer nicht in einem Mal beantragen, können Sie später auf die verbleibende Dauer zurückgreifen, und zwar solange das Kind zu Beginn des später beantragten Elternurlaubs immer noch keine 12 Jahre (und falls es eine Behinderung aufweist, immer noch keine 21 Jahre) alt ist.

Flexibilisierung des Halbzeit-Elternurlaubs

Als Ausnahme von dieser Regel und die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt können Ihre 8 Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit in Monaten gestückelt werden. Es ist also möglich 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 Monate zu erhalten.

Da die Zustimmung des Arbeitgebers für jeden Antrag auf einen Halbzeit-Elternurlaub, der nicht für zwei Monate oder einem Vielfachen von zwei Monaten gestellt wird, vorausgesetzt ist, handelt es sich bei dieser Flexibilisierung keineswegs um einen Rechtsanspruch, sondern lediglich um eine Möglichkeit. 

Beispiel:

  • Sie beantragen einen Halbzeit-Elternurlaub für nur einen Monat, vom 15. Juli bis zum 14 August.  Da es sich nicht um zwei Monate oder einem Vielfachen von zwei Monaten handelt, besteht für Sie kein Rechtsanspruch auf diesen Urlaub. Mit anderen Worten ist die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt.

Sollte die monatsweise Stückelung des Halbzeit-Elternurlaubs zur Folge haben, dass vom achtmonatigen Kredit weniger als 2 Monate übrig bleiben, kann auf diese restliche Dauer ohne die Zustimmung des Arbeitgebers zurückgegriffen werden.

Geltungsbereich und In-Kraft-Treten

Achtung!  Die Flexibilisierung des vollzeitigen Elternurlaubs ist seit dem 01.06.2019 möglich:

  • im Privatsektor im Sinne des Gesetzes vom 05.12.1968 (Unternehmen, VoGs, Universitäten, Botschaften usw.);
  • in den lokalen und provinzialen Verwaltungen und den Dienststellen, die von einer dieser Regierungsebenen abhängen (ÖSHZ, öffentliche Krankenhäuser und Altenheime, die von einem ÖSHZ abhängen usw.);
  • bei den Arbeitgebern die Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis beschäftigen, sofern für sie keine anderweitigen Vorschriften, die ihre Arbeitnehmer zum Elternurlaub berechtigen, gelten (darunter zählen die Vertragspersonalmitglieder der gemeinschaftlichen Universitäten).

Konkret besteht diese Möglichkeit nur, wenn der Antrag bei dem Arbeitgeber in der Zeit ab dem 01.06.2019.2019 gestellt wurde.

Die Flexibilisierung des Elternurlaubs ist seit dem 01.08.2019 möglich für Personalmitglieder:

  • der föderalen Verwaltungen;
  • der Regionen und Gemeinschaften;
  • des Unterrichtswesens;
  • der autonomen öffentlichen Unternehmen.

Konkret besteht diese Möglichkeit nur, wenn der Antrag bei dem Arbeitgeber in der Zeit ab dem 01.08.2019 gestellt wurde.

3.  Bei einem Einfünftel-Elternurlaub

Der Einfünftel-Elternurlaub kann für höchstens 20 Monate genommen werden.

Diese 20 Monate können in Zeitabschnitten von 5 Monaten oder einem Vielfachen gestückelt werden.  Dies bedeutet also, dass Sie 5, 10, 15 oder 20 Monate Einfünftel-Elternurlaub beantragen können.  Wenn Sie die Höchstdauer nicht in einem Mal beantragen, können Sie später auf die verbleibende Dauer zurückgreifen, und zwar solange das Kind zu Beginn des später beantragten Elternurlaubs immer noch keine 12 Jahre (und falls es eine Behinderung aufweist, immer noch keine 21 Jahre) alt ist.

4.  Bei einem Einzehntel-Elternurlaub

Sofern der Arbeitgeber dieser Möglichkeit zustimmt, kann der Einzehntel-Elternurlaub für höchstens 40 Monate genommen werden.

Diese 40 Monate können in Zeitabschnitten von 10 Monaten oder einem Vielfachen gestückelt werden.  Dies bedeutet, dass Sie 10, 20, 30 oder 40 Monate Einzehntel-Elternurlaub beantragen können.  Wenn Sie die Höchstdauer nicht in einem Mal beantragen, können Sie später auf die verbleibende Dauer zurückgreifen, und zwar solange das Kind zu Beginn des später beantragten Elternurlaubs immer noch keine 12 Jahre (und falls es eine Behinderung aufweist, immer noch keine 21 Jahre) alt ist.

Achtung!  Da die Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel kein Rechtsanspruch ist, müssen Sie im Falle einer Stückelung der Höchstdauer bei jedem neuen Antrag auf 10 Monate oder einem Vielfachen von 10 Monaten die Zustimmung Ihres Arbeitgebers erhalten.

Bemerkung für die Personalmitglieder des Unterrichtswesens und der PMS-Zentren

Wenn Sie Personalmitglied des Unterrichtswesens oder eines PMS-Zentrums sind, erkundigen Sie sich bei der Gemeinschaft, von der Sie abhängen, um zu erfahren, ob der Elternurlaub gestückelt werden kann, denn diese Möglichkeit ist in Ihrem Sektor vorschriftsmäßig nicht vorgesehen.

Können die verschiedenen Unterbrechungsformen des Elternurlaubs kombiniert werden?

Ja. Sie können von einer Unterbrechungsform zur anderen übergehen, außer im Unterrichtswesen.

Dabei gilt folgender Grundsatz: 1 Monat vollständiger Auszeit = 2 Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit = 5 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel = 10 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel.

Wenn Sie zum Beispiel Vollzeit arbeiten, können Sie für dasselbe Kind:

  • 1 Monat Auszeit und 6 Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit;
  • 2 Monate Auszeit und 10 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel;
  • 2 Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit und 15 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel;
  • 2 Monate Auszeit, 5 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel und, wenn Ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist, 10 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel nehmen.
  • usw.

N.B. Wenn Sie im öffentlichen Sektor arbeiten (mit Ausnahme der lokalen und provinzialen Verwaltungen), erkundigen Sie sich bei Ihrer Behörde, um zu erfahren, ob die Möglichkeit, die verschiedenen Formen von Elternurlaub zu kombinieren, vorgesehen ist.

Können im Falle einer wochenweisen Stückelung der Auszeit verschiedene Unterbrechungsformen kombiniert werden?

Bei einer wochenweisen Stückelung der Auszeit, welche nur die Zustimmung des Arbeitgebers vorausgesetzt möglich ist, gilt, dass 4 Wochen Auszeit einem Monat Auszeit entsprechen.  Sollte wegen einer wochenweisen Stückelung die vom gesamten Urlaub verbleibende Dauer 4 Wochen unterschreiten, kann auf diese restliche Dauer ohne die Zustimmung des Arbeitgebers zurückgegriffen werden.

Da für eine Umwandlung in eine andere Unterbrechungsbruchzahl (Halbzeit, ein Fünftel, ein Zehntel) ein voller Monat Auszeit nötig ist, bedeutet dies bei einer wochenweisen Stückelung der Auszeit, dass die vom gesamten Urlaub verbleibende Dauer mindestens 4 Wochen erreichen muss, um umgewandelt werden zu können.

Beispiel 1 : 

Mit der Zustimmung des Arbeitgebers haben Sie 7 Wochen Auszeit erhalten.  Ihnen bleiben also von der viermonatigen, d.h. sechzehnwöchigen, Höchstdauer 9 Wochen übrig.  Da 4 Wochen einem Monat gleichkommen, bleiben Ihnen 2 Monate und eine Woche Auszeit übrig.  Wenn Sie die Unterbrechungsform wechseln möchten, können Sie einen oder zwei Monate Auszeit in:

  • 2 oder 4 Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit;
  • 5 oder 10 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel;
  • 10 oder 20 Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel umwandeln.

In diesem Fall kann auf die verbleibende Dauer von einer Woche Auszeit vor Vollendung des 12. Lebensjahres (oder vor Vollendung seines 21. Lebensjahres, wenn es eine Behinderung aufweist) zurückgegriffen werden, und zwar ohne die Zustimmung des Arbeitgebers.

Beispiel 2:

Mit der Zustimmung des Arbeitgebers haben Sie 13 Wochen Auszeit erhalten.  Es bleiben Ihnen also nur 3 Wochen übrig.  Da diese drei Wochen keinen Monat erreichen, kann diese vom gesamten Urlaub verbleibende Dauer nicht in eine Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit, um ein Fünftel oder um ein Zehntel umgewandelt werden.  Diese restliche Dauer wird nur in Form einer Auszeit genommen werden können, wobei die Zustimmung des Arbeitgebers nicht erforderlich sein wird.

Können im Falle einer monatsweisen Stückelung der Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit verschiedene Unterbrechungsformen kombiniert werden?

Bei einer monatsweisen Stückelung des Halbzeit-Elternurlaubs, gilt, dass die vom gesamten Urlaub verbleibende Dauer mindestens 2 Monate oder einem Vielfachen von 2 Monaten gleich sein muss, um in eine andere Unterbrechungsform umgewandelt werden zu können.  Sollte wegen einer monatsweisen Stückelung die vom gesamten Urlaub verbleibende Dauer zwei Monate Halbzeit-Elternurlaub unterschreiten, kann auf diese restliche Dauer ohne die Zustimmung des Arbeitgebers zurückgegriffen werden.

Beispiel: Mit der Zustimmung Ihres Arbeitgebers haben Sie bereits 5 Monate Halbzeit-Elternurlaub erhalten.  Von der achtmonatigen Höchstdauer bleiben Ihnen also drei Monate übrig.  Von diesem verbleibenden Urlaub können zwei Monate Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit in einen Monat (d.h. 4 Wochen) Auszeit oder in fünf Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel oder in zehn Monate Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel umgewandelt werden.  Der letzte Monat Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit kann nicht umgewandelt werden.  Er kann allerdings ohne die Zustimmung des Arbeitgebers in Anspruch genommen werden.

Kann der Elternurlaub Ihnen verweigert werden?

Privatsektor und Verwaltungen oder Dienststellen der Gemeinden und Provinzen

Diese Unterbrechungsform kann Ihnen nicht verweigert werden, wenn Sie die vorschriftsmäßigen Zugangsbedingungen erfüllen.  Zu Erinnerung, diese Zugangsbedingungen sind die folgenden:

  • man hat mindestens 12 Monate Betriebszugehörigkeit bzw. Dienstalter;
  • das Kind, in dessen Namen der Elternurlaub beantragt wird, ist zu Beginn des beantragten Elternurlaubzeitraums unter 12 Jahre alt (oder unter 21 Jahre alt, wenn es eine Behinderung aufweist);
  • die Höchstdauer des Elternurlaubs für dieses Kind ist noch nicht verbraucht;
  • im Falle eines Elternurlaubs in Form einer Arbeitszeitverkürzung (Halbzeit-Elternurlaub, Einfünftel-Elternurlaub, Einzehntel-Elternurlaub), ist man Vollzeit beschäftigt.

Es handelt sich um einen Rechtsanspruch für jedes Ihrer Kinder, das die Altersbedingung erfüllt.  Sie kommen ein Mal für jedes Kind in den Genuss dieses Rechtsanspruchs.

Wenn Sie Ihren Elternurlaub in Form einer Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel nehmen oder wenn Sie Ihre vollständige Auszeit in Wochen stückeln, oder wenn Sie Ihre Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit in Monaten stückeln, ist die Zustimmung des Arbeitgebers allerdings vorausgesetzt.  Dies bedeutet, dass Ihr Arbeitgeber Anträge mit solchen Merkmalen ablehnen darf, und zwar auch dann, wenn die Zugangsbedingungen erfüllt sind.

Öffentlicher Sektor und Unterrichtswesen

Dieser thematische Urlaub kann Ihnen nicht verweigert werden, wenn die Behörde oder die Gemeinschaft (für das Unterrichtswesen), von welcher Sie abhängen, diese Urlaubsform vorschriftsmäßig vorgesehen hat, und wenn Sie die von dieser Behörde oder Gemeinschaft festgelegten Bedingungen erfüllen.

Die Verkürzung der Arbeitszeit um ein Zehntel, die wochenweise Flexibilisierung der vollständigen Auszeit und die monatsweise Flexibilisierung der Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit sind allein die Zustimmung Ihres Arbeitgebers vorausgesetzt möglich. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber Ihnen in solchen Fällen den Elternurlaub verweigern darf.

Welche Formalitäten müssen Sie erledigen, um den Elternurlaub zu erhalten?

Bei jedem Antrag auf einen thematischen Urlaub, müssen Sie zwei verschiedene Schritte erledigen:

  1. Ihren Arbeitgeber von Ihrer Absicht benachrichtigen;
  2. einen Antrag bei dem LfA einreichen.

Im Infoblatt T14 wird Ihnen erklärt, wie diese beiden Schritte zu erledigen sind, und wie das LfA bei der Bearbeitung Ihres Antrages vorgeht.

Darf Ihr Arbeitgeber Ihren Elternurlaub aufschieben?

Wenn Sie dem Privatsektor oder einer lokalen oder provinzialen Verwaltung angehören

Ja. Ihr Arbeitgeber darf den Beginn Ihres Elternurlaubs auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Eine solche Entscheidung muss er allerdings innerhalb von einem Monat nach der Absendung bzw. Abgabe Ihrer schriftlichen Benachrichtigung treffen.  Der Elternurlaub wird dann spätestens sechs Monate nach dem Monat, in dem der Arbeitgeber von seinem Aufschubrecht Gebrauch gemacht hat, beginnen müssen (sofern alle Zugangsbedingungen erfüllt sind).

Wenn Sie dem öffentlichen Sektor, dem Unterrichtswesen oder dem Personal eines autonomen öffentlichen Unternehmens angehören 

Wenden Sie sich an Ihren Personaldienst, um zu erfahren, ob es der Behörde, von der Sie abhängen, erlaubt ist, den Beginn Ihres Elternurlaubs aufzuschieben.

Dürfen Sie Ihren Elternurlaub abbrechen?

Sie dürfen Ihren Elternurlaub nur dann vor dem beantragten Enddatum abbrechen, wenn Ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist.  Das Einverständnis des Arbeitgebers muss sich sowohl auf das Prinzip des Abbruchs als auch auf das vorgezogene Enddatum beziehen.

Wenn Sie Ihren Elternurlaub abbrechen möchten, müssen Sie Ihren Arbeitgeber unbedingt darum bitten, und ihm dabei genau mitteilen, wann Sie ihn abbrechen möchten.

Wenn Ihr Arbeitgeber in jeder Hinsicht mit dem Abbruch einverstanden ist, müssen Sie das Büro des LfA, von dem Sie abhängen, schriftlich davon in Kenntnis setzen.  Hierzu können Sie die Meldung einer "Änderung in den Angaben zur Laufbahnunterbrechung / zum Zeitkredit / zum thematischen Urlaub" benutzen, die von unserer Website heruntergeladen werden kann.  Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Infoblatt T14 über das Verfahren zur Beantragung der thematischen Urlaube.

Achtung!  Der Abbruch des Elternurlaubs kann sich auf die verbleibende Dauer des Elternurlaub für dasselbe Kind negativ auswirken (siehe hiernach).

Welche Konsequenzen hat ein Abbruch des Elternurlaubs?

Wenn der Elternurlaub vor dem Ende des beantragten Zeitraums abgebrochen wird (entweder auf Ihre Bitte hin und mit dem Einverständnis des Arbeitgebers oder bei einer Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses) brauchen Sie dem LfA die Unterbrechungsleistungen, die Sie vor dem Abbruch bereits bezogen haben, nicht zurückzuzahlen.

Allerdings kann sich der Abbruch auf die verbleibende Dauer des Elternurlaubs für dasselbe Kind negativ auswirken.

Regelfall

  • Wenn Sie den festen Block nicht einhalten, verlieren Sie einen Teil des beantragten aber nicht verbrauchten Elternurlaubes.
  • Wenn Sie den beantragten Zeitraum nicht einhalten, geht der Rest des obligatorischen Abschnitts von einem Monat bei Vollzeit-Elternurlaub oder zwei Monaten bei Halbzeit-Elternurlaub fünf Monaten bei Einfünftel-Elternurlaub verloren. 
  • Wenn der Einzehntel-Elternurlaub vor dem Ende eines zehnmonatigen Abschnitts abgebrochen wird, geht der Rest dieses Abschnitts verloren.

Sie können die eventuellen restlichen Zeitabschnitte von einem Monat, zwei Monaten oder fünf Monaten, die von der Höchstdauer übrig bleiben, später beantragen.

Beispiel: Ihnen wurde für 20 Monate ein Einfünftel-Elternurlaub bewilligt. Mit dem Einverständnis Ihres Arbeitgebers brechen Sie diesen Elternurlaub aber bereits nach 4 Monate ab.  Der erste Zeitabschnitt von 5 Monaten ist also nicht eingehalten worden. Sie behalten die Leistungen, die Ihnen für die ersten 4 Monaten überwiesen worden sind, aber der Rest dieses Zeitabschnitts (= 1 Monat) geht verloren. Sie werden die restlichen drei Zeitabschnitte später noch in gleicher Unterbrechungsform beantragen können: 15 Monate Einfünftel-Elternurlaub, 6 Monate Halbzeit-Elternurlaub, 3 Monate Vollzeit-Elternurlaub oder, wenn diese Möglichkeit für Sie besteht, 30 Monate Einzehntel-Elternurlaub.

Ausnahme

Flexibilisierung des Vollzeit-Elternurlaubs und des Halbzeit-Elternurlaubs 

Wenn Sie Ihren Elternurlaub "flexibilisiert", d.h. mit der Zustimmung Ihres Arbeitgebers in kürzeren Zeitabschnitten gestückelt haben, sind diese kürzeren Zeitabschnitte, d.h. eine Woche bei Vollzeit-Elternurlaub oder ein Monat bei Halbzeit-Elternurlaub, einzuhalten. 

Beispiel 1:

Sie beantragen bei Ihrem Arbeitgeber fünf Wochen Auszeit, um während der Schulferien eine Zeit lang bei Ihrem Kind zu bleiben.  Nach 3 Wochen brechen Sie diesen Vollzeit-Elternurlaub mit dem Einverständnis Ihres Arbeitgebers ab. Der beantragte aber nicht verbrauchte Teil des Elternurlaubs beträgt 2 Wochen. Der im Falle einer Flexibilisierung des Vollzeit-Elternurlaubs geltende obligatorische Abschnitt von einer Woche wurde somit eingehalten. Diese zwei Wochen verlieren Sie also nicht. Sie werden Sie später noch beantragen können. 

Beispiel 2:

Sie haben 3 Monate Halbzeit-Elternurlaub beantragt. Sie haben Ihren Halbzeit-Elternurlaub also "flexibilisiert", d.h. in Zeitabschnitten von einem Monat statt von zwei Monaten gestückelt.  Sie brechen Ihren Elternurlaub mit dem Einverständnis Ihres Arbeitgebers nach 1 Monat und 2 Wochen ab.  Der beantragte aber nicht verbrauchte Teil des Elternurlaubs beträgt somit 1 Monat und 2 Wochen. Sie werden nur 2 Wochen verlieren, da der im Falle einer Flexibilisierung des Halbzeit-Elternurlaubs geltende erste obligatorische Abschnitt von einem Monat eingehalten wurde.

Andere Ausnahmen

Es bestehen andere Ausnahmen.  Ein Beschäftigter, der sich in Elternurlaub befindet, kann ihn beispielsweise abbrechen (unter der Bedingung, dass sein Arbeitgeber dem Abbruch zustimmt) und einen Antrag auf einen Urlaub wegen medizinischen Beistands (für ein minderjähriges Kind, das wegen einer schweren Krankheit stationär behandelt wird) stellen.

Wenn der Beschäftigte seinen Elternurlaub aus diesem Grund abbricht, verliert er nicht den Rest des obligatorischen Abschnitts von einem Monat Auszeit oder zwei Monaten Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit oder fünf Monaten Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel oder zehn Monaten Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel.  Wenn die Nichteinhaltung des beantragten Abschnitts von außergewöhnlichen Umständen herrührt (stationäre Behandlung eines minderjährigen Kindes), ist höhere Gewalt einzuräumen.

Der Rest des angebrochenen Abschnitts von Elternurlaub kann später genommen werden, sofern:

  • zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrages alle Bedingungen, die dem Elternurlaub eigen sind, erfüllt sind (Alter, Betriebszugehörigkeit bzw. Dienstalter, Arbeitszeit);
  • UND der Beschäftigte die gleiche Unterbrechungsform (Auszeit, Halbzeit, ein Fünftel oder ein Zehntel) beantragt.

Der Rest kann, muss aber nicht unbedingt, im Anschluss an den Urlaub wegen medizinischen Beistands für ein minderjähriges Kind in stationärer Behandlung genommen werden.  Die Notwendigkeit, in derselben Form von Elternurlaub zu bleiben, betrifft nur den Verbrauch des Rests des angebrochenen Zeitabschnitts, der aufgrund des Antrages auf einen Urlaub wegen medizinischen Beistands für ein minderjähriges Kind in stationärer Behandlung nicht verbraucht wurde.

Wenn der Elternurlaub noch nicht ganz verbraucht wurde, kann der Beschäftigte den oder die eventuellen restlichen Zeitabschnitte in der Form von Elternurlaub (Vollzeit, Halbzeit, ein Fünftel oder ein Zehntel) seiner Wahl beantragen.

Beispiel: Sie haben einen Halbzeit-Elternurlaub für 4 Monate vom 01.06.2019 bis zum 30.09.2019 beantragt (2 Zeitabschnitte von zwei Monaten).  Sie brechen Ihren Elternurlaub ab, um am 02.07.2019 einen einwöchigen Urlaub wegen des medizinischen Beistands für Ihr minderjähriges Kind in stationärer Behandlung anzutreten (also vor dem Ende des ersten zweimonatigen Zeitabschnitts von Halbzeit-Elternurlaub).

Wenn dem so ist, können Sie:

  • später den Rest des angebrochenen Zeitabschnitts nehmen (vom 03.07.2019 bis zum 31.07.2019), unter der Bedingung, dass Sie in der gleichen Elternurlaubsform bleiben (Halbzeit);
  • die eventuell verbleibenden Zeitabschnitte in der Elternurlaubsform Ihrer Wahl nehmen (Vollzeit, Halbzeit, ein Fünftel oder ein Zehntel).

Haben Sie Anspruch auf eine Unterbrechungsleistung?

Während des Elternurlaubs können Sie eine monatliche Geldleistung des LfA erhalten.  Dafür müssen die Zugangsbedingungen, die dem Elternurlaub eigen sind, erfüllt sein, und andere Regeln eingehalten werden.  Diese Regeln sind die Folgenden:

  • keine Tätigkeit ausüben und keine Pension bzw. Rente beziehen, die mit dem Leistungsbezug nicht vereinbar ist;
  • seinen Wohnsitz in Belgien oder in einem anderen Land des europäischen Wirtschaftsraums oder in der Schweiz behalten.

N.B.: Weiter in diesem Infoblatt finden Sie Einzelheiten zu diesen Regeln hinsichtlich der gleichzeitigen Ausübung von Tätigkeiten, des gleichzeitigen Bezugs von anderen Einkommen und des Wohnsitzes.

Außerdem muss der Antrag dem LfA spätestens zwei Monate nach dem Beginn des Elternurlaubs geschickt werden, damit die Leistungen Ihnen für die Zeit ab dem Beginn des Elternurlaubs bewilligt werden können.  Sie finden alle Einzelheiten zur Beantragungsfrist und zu den Konsequenzen einer verspäteten Einreichung des Antrages auf die Leistungsbewilligung im Infoblatt T14.

Anträge für Kinder, die vor dem 08.03.2012 adoptiert oder geboren wurden 

Wenn das Kind, für welches der Elternurlaub beantragt wird, vor dem 08.03.2012 geboren oder adoptiert wurde, dann werden der 4. Monat des Vollzeit-Elternurlaubs, der 7. und der 8. Monat des Halbzeit-Elternurlaubs oder wird die Zeit vom 16. bis zum 20. Monat des Einfünftel-Elternurlaubs oder wird die Zeit vom 31. bis zum 40. Monat des eventuellen Einzehntel-Elternurlaubs ohne Unterbrechungsleistungen bewilligt.

Hinweis

Der 4. Monat Vollzeit-Elternurlaubs bzw. die entsprechende Zeit bei Halbzeit-, Einfünftel-, oder Einzehntel-Elternurlaub, muss im wörtlichen Sinne verstanden werden.  Über die Gesamtdauer für jedes Kind, das die Altersbedingungen erfüllt, handelt es sich also um den letzten Monat bei vollzeitigem Elternurlaub oder um die letzten 2 Monate bei Halbzeit-Elternurlaub oder um die letzten 5 Monate bei Einfünftel-Elternurlaub oder um die letzten 10 Monate bei Einzehntel-Elternurlaub.

Dies bedeutet also Folgendes: Wenn Sie den 4. Monat Vollzeit-Elternurlaub, den 7. und den 8. Monat Halbzeit-Elternurlaub, die Zeit vom 16. bis zum 20. Monat Einfünftel-Elternurlaub oder die Zeit vom 31. bis zum 40 Monat Einzehntel-Elternurlaub für ein Kind beantragen, das vor dem 08.03.2012 geboren oder adoptiert wurde, dann werden Sie keine Leistungen seitens des LfA erhalten, ganz gleich, ob Sie für die vorangegangenen Monate von Elternurlaub für das betroffene Kind Leistungen bezogen haben oder nicht.

Wie hoch ist die Leistung des LfA?

Prinzip

Die Unterbrechungsleistung ist eine Pauschalleistung.  Ihr Betrag hängt also nicht von Ihrer Entlohnung ab.

Aufstockung des Leistungsbetrages für Alleinerziehende

Arbeitnehmer des Privatsektors

Wenn Sie bei einem Arbeitgeber des Privatsektors (AG, GmbH, VoG,...) beschäftigt und alleinerziehend sind, kann Ihre Leistung im Rahmen des Elternurlaubs erhöht werden.

Diese Aufstockung gilt für jede der drei Unterbrechungsformen, die im Rahmen des Elternurlaubs vorgesehen sind, nämlich für die vollzeitige Unterbrechung, für die Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit und für die Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel.

Um in den Genuss dieser Aufstockung zu kommen, müssen Sie die nachfolgenden Bedingungen kumulativ erfüllen:

  • Sie müssen nur mit einem Kind zu Ihren Lasten, oder nur mit Kindern, von denen mindestens eines zu Ihren Lasten ist, zusammenwohnen;
  • Sie müssen mit dem Kind, für welches Sie den Elternurlaub beantragen, ersten Grades verwandt sein und zusammenwohnen. 

Beschäftigte der anderen Sektoren (Verwaltungen und Dienste, die von den Verwaltungen abhängen, öffentliche autonome Unternehmen usw.)

Die Aufstockung des Leistungsbetrages steht Ihnen lediglich im Falle einer Verkürzung der Arbeitszeit um ein Fünftel zu, und zwar vorausgesetzt, dass Sie nur mit einem Kind zu Ihren Lasten oder nur mit Kindern, von denen mindestens eines zu Ihren Lasten ist, zusammenwohnen, und dass Sie zu Beginn des Elternurlaubs unter 50 Jahren alt sind.

Was versteht man unter Kind zu Ihren Lasten?

Für die Bewilligung der Aufstockung ist der Begriff "Kind zu Lasten" im Sinne der Steuervorschriften zu verstehen.  Nähere Auskunft zu diesem Begriff erteilt der FÖD Finanzen: https://finanzen.belgium.be/de/kontakt

Bei gemeinsamem Sorgerecht, nämlich wenn die Unterbringung des minderjährigen (und unmündigen) Kindes entweder auf der Grundlage einer registrierten oder vom Richter homologierten Vereinbarung oder auf der Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung gleichmäßig zwischen den beiden Elternteilen aufgeteilt ist, können beide Elternteile in den Genuss der Aufstockung kommen.

Wo finde ich die aktualisierten Leistungsbeträge?

Die Leistungsbeträge finden Sie in der Rubrik " Beträge", im Bereich Dokumentation unserer Website.

Diese Beträge können Sie auch in der Anwendung "BreakatWork" ausrechnen.

Können Sie den Elternurlaub ohne Leistungen erhalten?

Ja. Die Bedingungen in puncto Wohnsitz, gleichzeitiger Ausübung von Tätigkeiten und gleichzeitigen Bezugs anderer Einkommen, die für einen Leistungsbezug erfüllt sein müssen, brauchen dann nicht erfüllt zu sein.

Wenn Sie den 4. Monat des Vollzeit-Elternurlaubs, den 7. und 8. Monat des Halbzeit-Elternurlaubs, die Zeit vom 16. bis zum 20. Monat des Einfünftel-Elternurlaubs oder die Zeit vom 31. bis zum 40. Monat des Einzehntel-Elternurlaubs beantragen, wird Ihnen diese Zeit ohne Unterbrechungsleistungen bewilligt, wenn das betroffene Kind vor dem 08.03.2012 geboren oder adoptiert wurde.

Welche Rolle spielt das LfA bei einem Elternurlaub ohne Leistungen?

Das LfA ist damit beauftragt, die Zeiten, die Sie im Namen des betroffenen Kindes beantragen, zusammenzurechnen.  Daraus folgt, dass Sie ein Antragsformular beim LfA einreichen müssen, selbst wenn Sie den Elternurlaub ohne Leistungen beantragen (siehe das Infoblatt T14)

Wo müssen Sie während der Laufbahnunterbrechung wohnhaft sein?

Um Ihre Unterbrechungsleistungen beziehen zu können, müssen Sie Ihren Wohnsitz

  • in Belgien;
  • in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), d.h. den 28 Ländern der Europäischen Union + Norwegen, Island und Liechtenstein:
  • oder in der Schweiz haben.

Ausnahme

Wenn Sie Ihre Ehefrau oder Ihren Ehemann oder die mit Ihnen gesetzlich zusammenwohnende Person begleiten, die/der im Rahmen eines beruflichen Auftrages für ihren/seinen Arbeitgeber sich vorübergehend in ein Land begibt, das außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums liegt, dürfen Sie Ihren Wohnsitz während der Dauer dieses Auftrages dort verlegen.

NB: Unter gesetzliches Zusammenwohnen versteht man das Zusammenleben von zwei Personen (unabhängig von der Art des Verhältnisses und dem Geschlecht der betroffenen Personen), die eine Erklärung von gesetzlichem Zusammenwohnen beim Beamten des Standesamtes des gemeinsamen Wohnorts abgelegt haben.

Um diese Ausnahmeregelung zu nutzen, müssen Sie Ihrem Antragsformular eine Bescheinigung des Arbeitgebers Ihrer Ehefrau oder Ihres Ehemanns oder des Arbeitgebers der mit Ihnen gesetzlich zusammenwohnenden Person beifügen, die bestätigt, dass der vorerwähnte berufliche Auftrag keinen endgültigen Aufenthalt im Ausland voraussetzt.

Wenn Sie die mit Ihnen gesetzlich zusammenwohnende Person ins Ausland begleiten, müssen Sie dem Antrag auch einen Beleg über das gesetzliche Zusammenwohnen beifügen.

Wo können die Unterbrechungsleistungen gezahlt werden?

Die Zahlung der Unterbrechungsleistungen kann per Zirkularscheck oder per Banküberweisung erfolgen.

Bei einer Banküberweisung kann die Zahlung auf ein Konto in den nachfolgenden Ländern getätigt werden:

  • in Belgien;
  • in einem Land, das zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, auch SEPA (= Single Euro Payments Area) genannt, gehört.

NB: Diese Länder sind:  Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschl. Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal (einschl. Azoren und Madeira), Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, (einschl. Kanarischen Inseln, Ceuta und Melilla), Tschechische Republik, Ungarn, Großbritannien (einschl. Gibraltar und Nordirland), Zypern.

Welche Einkommen und Tätigkeiten sind mit dem Leistungsbezug vereinbar?

Lesen Sie das Infoblatt T1 über die mit einer Laufbahnunterbrechung vereinbaren Einkommen und Tätigkeiten auf www.lfa.be.

Wann verlieren Sie Ihren Leistungsanspruch?

Ihr Anspruch auf Unterbrechungsleistungen fällt weg:

  • am Ende der höchstzulässigen Leistungsbezugsdauer oder am Ende der in der Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber angegebenen Frist, außer wenn diese Frist nach beiderseitigem Einverständnis verlängert wurde;
  • ab dem Tag, wo Sie die Arbeit bei dem gleichen oder bei einem anderen Arbeitgeber wieder aufnehmen;
  • ab dem Tag, wo Ihr Arbeitsverhältnis endet;
  • ab dem Tag, wo Sie in den Genuss einer Pension bzw. Rente kommen;
  • ab dem Tag, wo Sie eine selbständige Tätigkeit seit länger als 12 Monaten mit einer vollständigen Auszeit kombinieren;
  • ab dem Tag, wo Sie seit länger als 24 Monaten eine Arbeitszeitverkürzung auf eine Halbzeit oder seit länger als 60 Monaten eine Arbeitszeitverkürzung um ein Fünftel oder seit länger als 60 Monaten eine Arbeitszeitverkürzung um ein Zehntel mit einer selbständigen Tätigkeit kombinieren;
  • ab dem Tag, wo Sie eine selbständige Tätigkeit aufnehmen;
  • ab dem Tag, wo Sie eine nebenberufliche Arbeitnehmertätigkeit aufnehmen;
  • ab dem Tag, wo Sie die Anzahl Stunden Ihrer nebenberuflichen Arbeitnehmertätigkeit erhöhen.

Bemerkung: Wenn Sie kein Recht (mehr) auf Unterbrechungsleistungen haben, wird das LfA Ihnen das Recht auf einen Urlaub ohne Leistungen zusprechen.  Der Zeitraum von Elternurlaub ohne Leistungen wird auf die vorschriftsmäßige Gesamtdauer pro Kind angerechnet.

Wann werden Ihre Unterbrechungsleistungen zurückgefordert?

Alle zu Unrecht gezahlten Leistungen werden u.a. zurückgefordert, wenn Sie das Büro des LfA nicht schriftlich und im Voraus von der Aufnahme einer Nebentätigkeit als Arbeitnehmer oder von der Erhöhung der Stundenanzahl einer solchen Tätigkeit oder von der Ausübung einer selbständigen Tätigkeit während einer Arbeitszeitverkürzung benachrichtigen.

Werden die Zeiträume von Elternurlaub auf die Gesamtdauer der gewöhnlichen Laufbahnunterbrechung oder des Zeitkredits angerechnet?

NEIN. Die im Rahmen eines Elternurlaubs zurückgelegten Zeiträume von Laufbahnunterbrechung werden von der gewöhnlichen Laufbahnunterbrechung (öffentlicher Sektor) oder dem Zeitkredit (Privatsektor), die oder der Ihnen über Ihre gesamte Berufslaufbahn zusteht, nicht abgezogen.

Genießen Sie während Ihres Elternurlaubs einen Kündigungsschutz?

Die Gesetzgebung sieht einen Kündigungsschutz vor.  Ziel dieses Kündigungsschutzes ist es Ihnen zu garantieren, dass Sie Ihr Recht auf den Elternurlaub ausüben können und dass Sie anschließend zur Arbeitsstelle, für die Sie eine Auszeit oder einer Arbeitszeitverkürzung beantragt haben, mit Ihrem ursprünglichen Stundenplan zurückkehren.

Dieser Schutz setzt am Tag der Vereinbarung oder am Tag der schriftlichen Benachrichtigung ein.  Er endet 3 Monate nach Ablauf des Elternurlaubs.

Dank dieses Schutzes darf Ihr Arbeitgeber Ihren Arbeitsvertrag nicht einseitig kündigen.  Jedoch gilt dieser Kündigungsschutz nicht, wenn die Kündigung aus einem schwerwiegenden oder ausreichenden Grund geschieht.  Für die Anwendung dieser Maßnahme:

  • gilt als schwerwiegender Grund, jeder Fehler, der jede berufliche Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer sofort und endgültig unmöglich macht;
  • gilt als ausreichender Grund, der Grund, der als solcher vom Richter des Arbeitsgerichts erachtet wird, und dessen Ursache und Art nichts mit der Laufbahnunterbrechung an sich zu tun haben.  Unter diesen Gründen gilt die Entlassung im Rahmen des Systems der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (vormals "Frühpension") als ausreichender Grund.

Was geschieht, wenn der Arbeitgeber Ihnen trotz des Kündigungsschutzes kündigt?

Wenn der Arbeitgeber Ihnen während des Kündigungsschutzzeitraums aus einem anderen Grund als einem schwerwiegenden oder ausreichenden Grund kündigt, ist er dazu verpflichtet, Ihnen zusätzlich zur Kündigungsentschädigung eine pauschale Entschädigung zu zahlen, die 6 Monaten Entlohnung entspricht (siehe hiernach).

Welches sind die Modalitäten bei einer Kündigung?

Ungeachtet des vorschriftsmäßigen Schutzes und der eventuellen Zahlung der Pauschalentschädigung, die 6 Monaten Entlohnung entspricht, kann der Arbeitgeber während des Elternurlaubs Ihnen entweder eine Kündigungsfrist notifizieren oder Ihren Arbeitsvertrag unter Zahlung einer Kündigungsentschädigung mit sofortiger Wirkung auflösen.

Wenn der Arbeitgeber Ihnen eine Kündigungsfrist notifiziert

Wenn das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung einer Kündigungsfrist beendet wird, besteht der Arbeitsvertrag während der Kündigungsfrist, deren Dauer von Ihrem Dienstalter bzw. Ihrer Betriebszugehörigkeit abhängt, fort.

  • Bei einer vollzeitigen Unterbrechung kann die Kündigungsfrist erst nach Ablauf des Elternurlaubs einsetzen.  Dies bedeutet, dass der Elternurlaub bis zu seinem Enddatum weiterläuft und dass das LfA Ihnen während dieses Zeitraums die gesetzlich vorgesehene Leistung weiter zahlt.  Im Anschluss an die vollzeitige Unterbrechung setzt die Kündigungsfrist ein und der Arbeitgeber zahlt Ihnen Ihr Arbeitsentgelt während des Zeitraums, den die Kündigungsfrist abdeckt.
  • Bei einer Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Halbzeit oder um ein Fünftel wird die Kündigungsfrist in Teilzeit abgearbeitet (je nach Fall in Halbzeit oder in Vierfünftelzeit). Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber Sie während dieser Kündigungsfrist auf der Grundlage Ihrer Teilzeit weiter entlohnt und das LfA Ihnen die Elternurlaubsleistungen im Verhältnis zur Arbeitszeitverkürzungsbruchzahl fortzahlt.

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihren Arbeitsvertrag unter Zahlung einer Kündigungsentschädigung auflöst

Wenn die Entlassung geschieht, ohne dass eine Kündigungsfrist notifiziert wird, oder wenn die Kündigungsfrist unzureichend ist, wird der Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst.  In diesem Fall ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, Ihnen eine Kündigungsentschädigung für einen Zeitraum zu zahlen, der entweder der Dauer der Kündigungsfrist, die hätte notifiziert werden müssen, oder der Differenz zwischen der notifizierten und der geschuldeten Kündigungsfrist entspricht.

Da der Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst wird, hört der Elternurlaub auf, zu bestehen, woraus folgt, dass die Leistungen ab dem Datum der Auflösung nicht mehr gezahlt werden.

Dies bedeutet, dass Sie nur die vom Arbeitgeber gezahlte Kündigungsentschädigung erhalten.  Allerdings liegt dieser Kündigungsentschädigung die Entlohnung zugrunde, die Sie bezogen hätten, wenn Sie Ihre Arbeitsleistungen nicht unterbrochen oder verkürzt hätten.  Im Falle eines Halbzeit- oder Einfünftel-Elternurlaubs liegt dieser Entschädigung also Ihre Vollzeitentlohnung zugrunde.

Was müssen Sie unternehmen, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen während des Elternurlaubs kündigt?

Sie müssen das Büro des LfA, das für Sie örtlich zuständig ist, umgehend schriftlich vom Datum der Kündigung unterrichten.

Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung

Nach dem Zeitraum, den die Kündigungsfrist oder Kündigungsentschädigung abdeckt, haben Sie Anspruch auf eine Arbeitslosenunterstützung, der die Entlohnung zugrunde liegt, auf die Sie Anspruch gehabt hätten, wenn Sie keinen Elternurlaub beantragt hätten.

Welche Auswirkung hat der Elternurlaub auf Ihre Steuern?

Die Unterbrechungsleistung ist steuerpflichtig.  Sie wird steuerrechtlich als Ersatzeinkommen betrachtet.

Einbehaltung eines Berufssteuervorabzugs

Von der Unterbrechungsleistung wird ein Berufssteuervorabzug einbehalten.

Diese Einbehaltung an der Quelle reduziert die bezogene Leistung. Ihr Vorteil ist aber, dass die nach endgültiger Steuerbemessung auszuzahlende Steuer geringer ausfällt.

Der Berufssteuervorabzug, der von Ihrer Leistung abgezogen wird, beläuft sich auf:

  • 10,13%, wenn Sie in vollzeitiger Laufbahnunterbrechung sind;
  • 17,15%, wenn Sie Ihre Arbeitszeit auf eine Halbzeit, um ein Fünftel oder, falls diese Möglichkeit besteht, um ein Zehntel verkürzen.

Eventuelle Befreiung vom Berufssteuervorabzug

Wenn Sie französischer Grenzgänger sind oder wenn Sie Ihren steuerlichen Sitz in Frankreich haben, die französische Staatsangehörigkeit besitzen und von einem öffentlichen belgischen Arbeitgeber entlohnt werden, dann können Sie vom Berufssteuervorabzug befreit werden.

Wenn Sie im Laufe der Laufbahnunterbrechung aufhören, französischer Grenzgänger zu sein, müssen Sie es dem Büro des LfA sofort mitteilen, denn Sie haben dann keinen Anspruch mehr auf die Berufssteuervorabzugsbefreiung.

Wenn Sie Informationen hierzu benötigen, lesen Sie das Infoblatt T119 "Können Sie vom Berufssteuervorabzug, der von den Unterbrechungsleistungen einbehalten wird, befreit werden?".

Steuererklärung

Mit der Steuerkarte 281.18, auf der der Gesamtbetrag der während des Steuerjahres erhaltenen Leistungen und gegebenenfalls der Gesamtbetrag des während des Steuerjahres einbehaltenen Berufssteuervorabzugs angegeben sind, können Sie Ihre Steuererklärung ausfüllen.

Im Falle einer verspäteten Zahlung, werden die bezogenen Beträge im Auszug 281.18 des Zahlungsjahres stehen.

Diese Steuerkarte wird Ihnen elektronisch geschickt.  Sie werden sie in Ihrer "e-Box" (siehe hiernach) oder in Ihrer "Online-Akte Laufbahnunterbrechung/Zeitkredit" oder auf "Tax-on-web/My Minfin" abrufen können. 

Wenn Sie aber nach wie vor ein Papierexemplar Ihrer Steuerkarte erhalten möchten, können Sie es beim Büro des LfA Ihres Wohnsitzes anfordern.

Was ist die "e-Box"?

Die "e-Box" ist der Online-Dienst der sozialen Sicherheit. Es handelt sich um ein persönliches und gesichertes Postfach, in welches jeder Bürger sich zentralisiert offizielle Dokumente der verschiedenen Einrichtungen der sozialen Sicherheit, u.a. des LfA, zustellen lassen kann. 

Ihre e-Box ist zugänglich auf der Website https://www.mysocialsecurity.be.  Um sie zu aktivieren, brauchen Sie nur Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen.  Dann werden Sie per E-Mail benachrichtigt, sobald eine Mitteilung in Ihre "e-Box" eingeht.

Um auf Ihre e-Box zuzugreifen und die Dokumente, die Ihnen in aller Sicherheit geschickt werden, abzufragen, brauchen Sie sich einfach nur mit Ihrem eID (Personalausweis mit Chip) oder mit der itsme-App anzumelden.

Zusätzliche Auskünfte

Für jede weitere Auskunft über die Auswirkung der Unterbrechungsleistungen auf die Berechnung Ihrer Steuern müssen Sie sich an den FÖD Finanzen wenden: https://finanzen.belgium.be./de. Allein dieser Dienst kann solche Fragen beantworten.

Welche Auswirkung hat der Elternurlaub auf Ihre Pension?

Für jede Frage zur eventuellen Gleichstellung der Laufbahnunterbrechungszeiträume für die Pension, müssen Sie sich an den Föderalen Pensionsdienst wenden. Nur dieser Dienst kann solche Fragen beantworten.

FPD: Tour du Midi in 1060 BRÜSSEL // Tel. (gebührenfreie Nummer): 1765 oder +32 78 15 1765 für Anrufe aus dem Ausland / Internet: http://www.sfpd.fgov.be/de.

Haben Sie Recht auf eine Ermutigungsprämie?

In gewissen Fällen und unter bestimmten Bedingungen zahlt die Flämische Gemeinschaft eine Ermutigungsprämie zusätzlich zur Leistung des LfA.

Sie finden alle notwendigen Informationen über die vorerwähnten von der Flämischen Gemeinschaft bewilligten Ermutigungsprämien auf der Website des Ministeriums der Flämischen Gemeinschaft: "http://www.werk.be". Für weitere Auskünfte und um die Bedingungen zu erfahren, rufen Sie kostenlos die flämische Infolinie an: 1700. 

Gibt es andere Formen von Laufbahnunterbrechung neben der, die im Rahmen des Elternurlaubs vorgesehen ist?

Neben dem Elternurlaub, können Sie im Rahmen anderer thematischer Urlaube oder im Rahmen eines Zeitkredits (im Privatsektor) bzw. einer gewöhnlichen Laufbahnunterbrechung (im öffentlichen Sektor) eine Zeit lang mit der Arbeit aussetzen oder Ihre Arbeitszeit vorübergehend verkürzen.

Die thematischen Urlaube

Thematische Urlaube sind Sonderformen von Laufbahnunterbrechung, die bestimmten Bedürfnissen entgegenkommen sollen.  Neben dem Elternurlaub gibt es noch zwei andere thematische Urlaube:

  • Der Urlaub wegen medizinischen Beistands: Er bietet Ihnen die Möglichkeit, einem schwerkranken Haushaltsmitglied oder Familienangehörigen bis 2. Grades Pflege oder Beistand zu leisten;
  • Der Urlaub wegen Palliativpflege: Er ermöglicht es Ihnen, bei einer Person zu bleiben, die unheilbar krank ist und sich im Endstadium befindet.

Der Zeitkredit im Privatsektor

Neben den thematischen Urlauben, haben Sie auch die Möglichkeit einen Zeitkredit zu erhalten, wenn Sie im Privatsektor beschäftigt sind.

Der Zeitkredit kann in Anspruch genommen werden, wenn Sie eine der in den Vorschriften vorgesehenen Begründungen geltend machen können.  Diese Begründungen sind die Folgenden:

  • "Betreuung seines/r unter-8-jährigen Kindes/er";
  • "Betreuung eines schwerkranken Haushaltsmitgliedes oder Familienangehörigen";
  • "Palliativpflege";
  • "Betreuung seines schwerkranken minderjährigen Kindes oder eines schwerkranken minderjährigen Kindes, das zum Haushalt gehört"
  • "Betreuung seines unter-21-jährigen Kindes mit Behinderung";
  • "Eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung absolvieren".

Achtung !  Die Zugangsbedingungen, die Dauern, das Antragsverfahren und die Leistungsbeträge bei einem Zeitkredit mit Begründung sind verschieden, von denen, die im Rahmen des Elternurlaubs vorgesehen sind.

Diese Unterschiede sind im FAQ auf unserer Website erklärt. Näheres über den Zeitkredit mit Begründung (Urlaubsanspruch beim Arbeitgeber, Leistungsanspruch beim LfA usw.) erfahren Sie im Infoblatt T160

Sie können auch die vergleichende Übersichtstabelle abrufen, die den Elternurlaub und den Zeitkredit mit Begründung "Betreuung seines/r unter-8-jährigen Kindes/er" gegenüberstellt. Diese Tabelle finden Sie in unserem FAQ zum Thema Laufbahnunterbrechung/Zeitkredit.

Die gewöhnliche Laufbahnunterbrechung im öffentlichen Sektor

Neben den thematischen Urlauben haben Sie auch die Möglichkeit, eine gewöhnliche Laufbahnunterbrechung zu erhalten, wenn Sie im öffentlichen Sektor arbeiten (d.h. in einem autonomen öffentlichen Unternehmen, in einer Verwaltung, in einem Dienst, der von einer Verwaltung abhängt, oder im Unterrichtswesen).

Die gewöhnliche Laufbahnunterbrechung kann aus gleich welchem Grund beantragt werden.

Achtung!  Achtung ! Die Zugangsbedingungen, die Dauern und die Höhe der Leistungen bei gewöhnlicher Laufbahnunterbrechung sind verschieden, von denen, die im Rahmen des Elternurlaubs vorgesehen sind.  Außerdem:

  • sind in den Verwaltungen und in den Diensten, die von ihnen abhängen, die Regeln verschieden, je nachdem welche Behörde zuständig ist (Föderalbehörde, Region, Gemeinschaft, ...);
  • sind im Unterrichtswesen und in den PMS-Zentren die Regeln verschieden, je nachdem welche Gemeinschaft zuständig ist (Deutschsprachige Gemeinschaft, Französische Gemeinschaft oder Flämische Gemeinschaft).

Zusätzliche Auskünfte

Wenn Sie nähere Informationen über den Urlaub wegen Palliativpflege, den Urlaub wegen medizinischen Beistands, den Zeitkredit (im Privatsektor) oder die gewöhnliche Laufbahnunterbrechung (im öffentlichen Sektor) benötigen, lesen Sie die Infoblätter, die zu diesen Themen herausgegeben wurden.  Sie sind auf unserer Website (www.lfa.be) erhältlich.

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