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Landesamt für Arbeitsbeschaffung

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren lokalen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der Website: www.lfa.be

Welche Auswirkung hat eine künstlerische Tätigkeit auf Ihre Vollarbeitslosigkeit?

Infoblatt

T53

Zuletzt aktualisiert am
01-01-2022

Wie definiert man eine künstlerische Tätigkeit?

Dieses Infoblatt ist für Sie bestimmt, wenn Sie künstlerische Tätigkeiten ausüben.

Künstlerische Tätigkeiten bestehen in der Schaffung oder in der Ausübung bzw. Darstellung von Kunstwerken:

  • in der audiovisuellen oder bildenden Kunst,
  • in der Musik,
  • in der Literatur,
  • in einer Vorstellung,
  • im Theater,
  • in einer Choreographie.

Wenn Sie technische Tätigkeiten in einem dieser Bereiche ausüben, lesen Sie das Infoblatt  "Welche Auswirkung hat eine technische Tätigkeit im Kunstsektor?" Nr. T146, das bei Ihrer Zahlstelle, beim Arbeitslosenamt des LfA oder auf der Website www.lfa.be erhältlich ist.

Covid-19 – Konsequenzen für die besonderen Bestimmungen, die für eine künstlerische Tätigkeit ausübende Arbeitnehmer gelten

Die vor dem Hintergrund der Covid-19-Epidemie verabschiedeten Maßnahmen treten am 1. Januar 2022 erneut in Kraft und enden mit Ablauf des 31. März 2022.

Diese Maßnahmen betreffen die stufenweise Absenkung des Arbeitslosengeldbetrages im Zeitablauf oder den Einfluss einer künstlerischen Tätigkeit auf den Arbeitslosengeldbetrag

Siehe die Erklärungen unter dem Titel "Wie wird sich der Betrag Ihres Arbeitslosengeldes im Zeitablauf entwickeln?".

Sie üben künstlerische Tätigkeiten aus, die der Sozialen Sicherheit der Arbeitnehmer unterworfen sind?

Können Ihre künstlerischen Tätigkeiten als Arbeitnehmer einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung entstehen lassen und kann eine Sonderregel für Sie gelten?

Um in den Genuss einer Arbeitslosenunterstützung kommen zu können, müssen Sie eine gewisse Anzahl Arbeitstage (eventuell im Rahmen von Zeitarbeit) innerhalb eines bestimmten Referenzzeitraums nachweisen:

  • 312 Tage innerhalb von 21 Monaten, wenn Sie unter 36 Jahren alt sind,
  • 468 Tage innerhalb von 33 Monaten, wenn Sie mindestens 36 Jahre alt und unter 50 Jahren alt sind,
  • 624 Tage innerhalb von 42 Monaten, wenn Sie mindestens 50 Jahre alt sind.

Als Arbeitnehmer, der künstlerische Tätigkeiten ausübt, die nach Stück oder Leistung entlohnt werden, gilt eine vorteilhaftere Bemessungsregel für Sie, was das Erreichen der erforderlichen Anzahl Arbeitstage für die Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenunterstützung betrifft.

Sie beziehen eine Entlohnung nach Stück oder nach Leistung (Akkordlohn), wenn kein direkter Zusammenhang zwischen Ihrer Entlohnung und der Anzahl Stunden der Arbeitsleistung besteht.

Wenn diese Sonderregel angewandt wird, werden Ihre Entlohnungen nach Stück oder nach Leistung durch 1/26 des Referenzlohns geteilt. Das Ergebnis repräsentiert eine Anzahl Arbeitstage.

Dieser Referenzlohn beträgt 1.691,40 Euro.

Beispiel: nach einer künstlerischen Tätigkeit als Arbeitnehmer haben Sie einen Leistungslohn von 300 Euro erhalten. Um zu bestimmen, wie viel Arbeitstagen diese Beschäftigung entspricht, wird Ihr Leistungslohn durch 1/26 von 1.691,40 Euro geteilt:

(1.691,40 /26) = 65,05

300 / 65,05= 4,61 Arbeitstage

Diese Beschäftigung entspricht also 4,61 Arbeitstagen von den 312 Tagen, die erforderlich sind, um Arbeitslosengeld beanspruchen zu können.

Das Ergebnis der Berechnung wird allerdings auf 156 Tage pro Quartal begrenzt.

Die so berechnete Anzahl Arbeitstage wird um die eventuellen anderen Arbeitstage, die nach den gewöhnlichen Regeln bemessen werden, erhöht.

Das LfA bittet Sie, Nachweise über Ihre künstlerischen Arbeitsleistungen und deren Entlohnungen nach Stück oder nach Leistung einzureichen, um diese vorteilhafte Sonderregel auf Sie anwenden zu können. Ansonsten wird die gewöhnliche Regel auf Sie angewandt.

Sie finden nähere Erklärungen über die Zulassung zur Arbeitslosenversicherung in den Infoblättern über die Zulassungsbedingungen, die bei Ihrer Zahlstelle, beim Arbeitslosenamt des LfA oder auf der Website www.lfa.be erhältlich sind.

Sie erfüllen die vorgenannten Bedingungen nicht?

Wenn Sie die vorgenannten Bedingungen nicht erfüllen, lesen Sie den Anhang zu diesem Infoblatt. Darin finden Sie Informationen zum Gesetz vom 15.07.2020, welches einen vorübergehenden Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Vollarbeitslosigkeit für Arbeitnehmer, die künstlerische Tätigkeiten ausüben, einführt.

Wie müssen Sie Ihre künstlerischen Tätigkeiten als Arbeitnehmer melden?

Zum Zeitpunkt Ihres Arbeitslosengeldantrages

Sie müssen Ihre Tätigkeiten zum Zeitpunkt Ihres Arbeitslosengeldantrages melden, oder später, im Moment, wo Sie diese Tätigkeiten zum ersten Mal ausüben.

Sie müssen ebenfalls die Einkommen melden, die Sie erzielen und die nicht der Sozialversicherungspflicht der Arbeitnehmer unterliegen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Urheberrechtsgebühren und verwandte Schutzrechte die Sie, auch infolge einer Tätigkeit als Arbeitnehmer, erzielen.

Diese Meldungen geschehen mit einem Formular C1-Künstler, das Sie bei Ihrer Zahlstelle einreichen.

Auf Ihrer papiernen oder elektronischen Kontrollkarte 

Auf Ihrer Kontrollkarte müssen Sie die Tage, an denen Sie die nachfolgenden Tätigkeiten ausüben, als Arbeitstage angeben:

  • öffentliche Vorstellungen oder Darbietungen;
  • Anwesenheit auf einer Ausstellung Ihrer Kunstwerke, wenn Sie sich selbst um den Verkauf kümmern, oder wenn Ihre Anwesenheit auf der Grundlage eines Vertrages mit einem Dritten, der Ihre Kunstwerke zum Verkauf anbietet, erfordert wird;
  • Anwesenheit bei der Aufnahme oder Vorstellung von audiovisuellen Werken;
  • Leistungen gegen eine andere Bezahlung als in einem Arbeitsverhältnis;
  • Tätigkeiten, die im Rahmen eines Arbeitsvertrages oder Beschäftigungsvertrages ausgeübt werden.

Die vorgenannten Tage veranlassen keine Zahlung einer Unterstützung.

Sie müssen auf Ihrer Kontrollkarte angeben, dass diese Arbeitsleistungen (nach Stück oder nach Leistung) entlohnt wurden. In diesem Fall müssen Sie ein Formular C3-Künstler für diese Arbeitsleistungen ausfüllen und es bei Ihrer Zahlstelle einreichen. Wenn Sie eine papierne Kontrollkarte benutzen, fügen Sie dieses Formular C3-Künstler Ihrer Kontrollkarte bei.

Auf Ihrer Kontrollkarte geben Sie ebenfalls laut Anweisung die anderen Gründe an, die die Entschädigung verhindern (andere Arbeit, bezahlten Urlaub, Auslandsaufenthalt,)

Für Samstage gilt eine Sonderregel. Die Samstage, die auf eine nichtentschädigbare Woche folgen, oder die Samstage, die zwischen einem nichtentschädigbaren Freitag und einem nichtentschädigbaren Montag liegen, können nicht entschädigt werden. Die Samstage, denen 2 oder 3 Aktivitätstage vorangehen, werden zur Hälfte entschädigt.

Wie wird Ihre Arbeitslosengeld berechnet?

Der Arbeitslosengeldbetrag hängt von der berücksichtigten Entlohnung, von Ihrer familiären Situation und von Ihrer Berufslaufbahn ab. Außerdem ist das Arbeitslosengeld berufssteuervorabzugspflichtig.

Bei der Berechnung Ihres Arbeitslosengeldes wird im Prinzip die Entlohnung zugrunde gelegt, die Sie während Ihrer letzten Beschäftigung (auch bei Zeitarbeit) von mindestens 4 aufeinanderfolgenden Wochen bei demselben Arbeitgeber erhalten haben. Diese Entlohnung wird allerdings nach oben begrenzt.

Als Arbeitnehmer, der künstlerische Tätigkeiten ausübt, die nach Stück oder Leistung entlohnt werden, gilt für Sie in bestimmten Fällen eine besondere Regel zur Bestimmung der Entlohnung, die dem Arbeitslosengeld zugrunde gelegt wird.

Die Entlohnung, die der Bemessung Ihres Arbeitslosengeldes zugrunde gelegt wird, wird berechnet durch Addieren der Bruttobeträge aller Entlohnungen nach Stück oder Leistung, die Sie während des Kalenderquartals vor dem Quartal, in dem Sie Arbeitslosengeld beantragen, als Arbeitnehmer erhalten haben.

Das LfA bittet Sie, Nachweise über Ihre künstlerischen Arbeitsleistungen und deren Entlohnungen nach Stück oder nach Leistung einzureichen, um diese Sonderregel auf Sie anwenden zu können.

Wenn Sie näheres über Ihren Arbeitslosengeldbetrag erfahren möchten, lesen Sie das Infoblatt Nr. T67 „Wie viel beträgt Ihr Arbeitslosengeld nach einer Beschäftigung?“. Dieses Infoblatt ist erhältlich bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Wie wird sich der Betrag Ihres Arbeitslosengeldes im Zeitablauf entwickeln?

Ihr täglicher Arbeitslosengeldbetrag sinkt je nach der Dauer Ihrer Arbeitslosigkeit und Ihrer Berufslaufbahn als Arbeitnehmer im Zeitablauf stufenweise ab.

Dies nennt man die Degressivität des Arbeitslosengeldes. Der Arbeitslosengeldbezug ist in verschiedenen Leistungsbezugsperioden unterteilt, die wiederum in Phasen unterteilt sind. Für jede Phase gelten im Prinzip ein verschiedener Entschädigungsprozentsatz und eine verschiedene Deckelung des Arbeitsentgeltes, das dem Arbeitslosengeld zugrunde gelegt wird (d.h. eine neue Entgeltobergrenze). Sowohl der Entschädigungsprozentsatz als auch die Entgeltobergrenze sinken stufenweise ab, bis man zur dritten Leistungsbezugsperiode (d.h. zum Pauschalbetrag) gelangt.

Als Arbeitnehmer, der künstlerische Tätigkeiten ausübt, gilt für Sie ein vorteilhafteres System für die Festlegung des Arbeitslosengeldbetrages.

Am Ende der ersten 12 Monate Arbeitslosigkeit, genießen Sie den Vorteil einer Beibehaltung des höchsten Entschädigungsprozentsatzes von 60% während 12 Monaten. In dieser Zeit wird also nur die Entgeltobergrenze angepasst werden.

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen (Covid-19) gilt Folgendes: Wenn dieser 18-monatige Referenzzeitraum mindestens zum Teil in der Zeit vom 13. März 2020 bis einschließlich zum 30. September 2021 und/oder vom 1. Januar 2022 bis einschließlich zum 31. März 2022 liegt, wird diese Zeit nicht berücksichtigt.

Die Arbeitsleistungen, die Sie während dieser Monate März 2020 bis September 2021 und/oder Januar 2022 bis März 2022 erbracht haben könnten, werden jedoch berücksichtigt.

Das LfA bittet Sie, Nachweise über Ihre künstlerischen Arbeitsleistungen einzureichen, um diese vorteilhafte Sonderregel auf Sie anwenden zu können. Ansonsten wird die gewöhnliche Regel auf Sie angewandt.

Wenn Sie nähere Informationen über die schrittweise Senkung Ihres Arbeitslosengeldes im Zeitablauf benötigen, lesen Sie das Infoblatt Nr. T67 „Wie viel beträgt Ihr Arbeitslosengeld nach einer Beschäftigung?“. Dieses ist erhältlich bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Bedingung für die Gewährung des Vorteils

Um in den Genuss dieses Vorteils zu kommen, müssen Sie 156 Arbeitstage Arbeitnehmertätigkeit, d.h. als Lohn- oder Gehaltsempfänger, (bei 6 Tagen in der Woche) innerhalb von 18 Monaten nachweisen (Zeitarbeit wird ebenfalls berücksichtigt). Von diesen 156 Arbeitstagen müssen mindestens 104 Tage (bei 6 Tagen in der Woche) in künstlerischen Tätigkeiten bestehen. Dies bedeutet, dass maximal 52 Tage nichtkünstlerischer Tätigkeit (bei 6 Tagen in der Woche) mitberücksichtigt werden können.

Die Anzahl Tage, an denen Sie eine künstlerische Tätigkeit ausgeübt haben, wird anhand der Sonderregel für die Begründung eines Anspruchs auf Arbeitslosenunterstützung ermittelt werden können (siehe die Rubrik "Können Ihre künstlerischen Tätigkeiten einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung entstehen lassen und kann eine Sonderregel für Sie gelten?" des vorliegenden Infoblatts).

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen (Covid-19) gilt Folgendes: Wenn dieser 18-monatige Referenzzeitraum mindestens zum Teil in der Zeit vom 13. März 2020 bis einschließlich zum 30. September 2021 und/oder vom 1. Januar 2022 bis einschließlich zum 31. März 2022 liegt, wird diese Zeit nicht berücksichtigt.

Die Arbeitsleistungen, die Sie während dieser Monate März 2020 bis September 2021 und/oder Januar 2022 bis März 2022 erbracht haben könnten, werden jedoch berücksichtigt.

Bedingung für die Verlängerung des Vorteils

Wenn der Vorteil Ihnen gewährt wurde, kann er für einen weiteren Zeitraum von 12 Monaten verlängert werden, unter der Bedingung, dass Sie 3 künstlerische Arbeitsleistungen innerhalb der letzten 12 Monate nachweisen (Zeitarbeit wird ebenfalls berücksichtigt).

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen (Covid-19) gilt Folgendes: Wenn dieser 12-monatige Referenzzeitraum mindestens teilweise in der Zeit vom 13. März 2020 bis einschließlich zum 30. September 2021 und/oder vom 1. Januar 2022 bis einschließlich zum 31. März 2022 liegt, wird diese Zeit nicht berücksichtigt.

Die Arbeitsleistungen, die Sie während dieser Monate März 2020 bis September 2021 und/oder Januar 2022 bis März 2022 erbracht haben könnten, werden jedoch berücksichtigt.

Vorübergehende Maßnahme – COVID-19 – Einfluss des Vorteils auf Ihren Arbeitslosengeldbetrag

Während des Zeitraums vom 1. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 wird der Mindestbetrag Ihres täglichen Arbeitslosengeldes erhöht, wenn Ihnen der vorgenannte Vorteil zum 1. Januar 2022 zustand.

Wenn Sie eine Familie zu Lasten haben, wird der Mindestbetrag Ihres täglichen Arbeitslosengeldes auf 59,25 Euro festgesetzt.

Wenn Sie alleinwohnend oder zusammenwohnend sind, wird der Mindestbetrag Ihres Arbeitslosengeldes auf 52,20 Euro festgesetzt.

Kann für eine Rückkehr zur ersten Entschädigungsperiode eine vorteilhaftere Regel auf Sie angewandt werden?

Vollarbeitslose, die die Arbeit wieder aufnehmen, genügend Arbeitstage nachweisen, und anschließend erneut arbeitslos werden, bekommen wieder höheres Arbeitslosengeld. Dies nennt man die "Rückkehr zur ersten Leistungsbezugsperiode".

Als Arbeitnehmer, der künstlerische Tätigkeiten ausübt, ist es für Sie einfacher, zur ersten Leistungsbezugsperiode zurückzukehren (Beginn eines neuen Leistungsbezugsablaufes).

Um in den Genuss dieser besonderen Rückkehr zur ersten Leistungsbezugsperiode zu kommen, müssen Sie mindestens 156 neue Arbeitstage als Lohn- oder Gehaltsempfänger (bei 6 Tagen in der Woche) innerhalb von 18 Monaten nachweisen (Zeitarbeit wird ebenfalls berücksichtigt). Die Tage, die bereits für eine Zulassung zur Arbeitslosenversicherung berücksichtigt wurden, können nicht ein zweites Mal berücksichtigt werden. Von diesen 156 Arbeitstagen müssen mindestens 104 Tage (bei 6 Tagen in der Woche) in künstlerischen Tätigkeiten bestehen. Dies bedeutet, dass maximal 52 Tage nichtkünstlerischer Tätigkeit (bei 6 Tagen in der Woche) mitberücksichtigt werden können.

Die Anzahl Tage, an denen Sie künstlerische Tätigkeiten ausgeübt haben, wird anhand der Sonderregel für die Begründung eines Arbeitslosengeldanspruchs ermittelt werden können (siehe die Rubrik „Können Ihre künstlerischen Tätigkeiten einen Arbeitslosengeldanspruch entstehen lassen und kann eine Sonderregel für Sie gelten?“ des vorliegenden Infoblatts).

Das LfA bittet Sie, Nachweise über Ihre künstlerischen Arbeitsleistungen einzureichen, um diese vorteilhafte Sonderregel auf Sie anwenden zu können. Ansonsten wird die gewöhnliche Regel auf Sie angewandt.

Wenn Sie nähere Informationen hierzu wünschen, lesen Sie das Infoblatt Nr. T67 „Wie viel beträgt Ihr Arbeitslosengeld nach einer Beschäftigung?“. Dieses ist erhältlich bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Welche Einfluss haben Ihre künstlerischen Tätigkeiten als Arbeitnehmer auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung?

Wenn Sie in einem Vollzeitvertragsverhältnis oder gleichgestellt stehen

Sie haben während des gesamten Zeitraums, den dieser Arbeitsvertrag (oder Beschäftigungsvertrag abdeckt, keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Sie müssen den gesamten Zeitraum auf Ihrer Kontrollkarte angeben.

Dies gilt für alle Arten von Vollzeitbeschäftigung (befristeter Vertrag, Vertrag (sehr) kurzer Dauer, Einstellung für eine Produktion, die eine bestimmte Anzahl Proben und Aufführungen während eines bestimmten Zeitraums vorsieht, …).

Wenn Sie während der Zeit der Einstellung für eine Produktion, die eine bestimmte Anzahl Aufführungen und Proben während eines bestimmten Zeitraums vorsieht, nur an bestimmten Tagen beschäftigt sind, erkundigen Sie sich bei Ihrer Zahlstelle.

Achtung! Am Ende des Vertrages oder der Einstellung muss der Arbeitgeber Ihnen ein Formular C4 abgeben, auf dem er den gesamten Zeitraum angibt, den dieser Vertrag oder diese Einstellung abdeckt.

Wenn Sie in einem Teilzeitvertragsverhältnis stehen

Sie haben die Möglichkeit, zusätzlich zu Ihrer Entlohnung eine Einkommenssicherungszulage zu erhalten, wenn Sie zu Beginn der Beschäftigung eine arbeitslose Person sind, die in Vollzeit entschädigt werden kann.  Erkundigen Sie sich bei Ihrer Zahlstelle.

Welche Auswirkung auf Ihren Leistungsbezug haben Ihre Einkommen aus künstlerischen Tätigkeiten als Arbeitnehmer?

Für die Zeiträume, die durch einen Arbeitsvertrag (oder einen Beschäftigungsvertrag) abgedeckt sind, können Sie keine Arbeitslosenunterstützung beziehen.

Diese Zeiträume müssen auf Ihrer Kontrollkarte angegeben werden.

Außerdem, wenn Sie einen Akkordlohn (Stücklohn oder Leistungslohn) erhalten haben, müssen Sie ebenfalls:

  • dies auf Ihrer Kontrollkarte angeben,
  • ein Formular C3-Künstler ausfüllen.

Wenn Sie eine papierne Kontrollkarte benutzen, fügen Sie das Formular C3-Künstler dieser Kontrollkarte bei und geben die Unterlagen gleichzeitig bei Ihrer Zahlstelle ab. Wenn Sie eine elektronische Kontrollkarte benutzen, geben Sie das Formular C3-Künstler bei Ihrer Zahlstelle ab, nachdem Sie die Angaben der elektronischen Kontrollkarte bestätigt haben.

Wenn die künstlerische Arbeitsleistung nämlich im Rahmen eines Arbeitsvertrages erbracht wird und mit einem Akkordlohn bezahlt wird, oder wenn die Entlohnung in Anwendung des Artikels 1bis des Gesetzes vom 27. Juni 1969 der Sozialen Sicherheit unterworfen ist, besteht kein direkter Zusammenhang zwischen der Entlohnung und der Arbeitszeit.

Der als Folge dieser Entlohnung nichtentschädigbare Zeitraum entspricht weder dem tatsächlichen Arbeitszeitraum (in dem eine Unterstützung bezogen wurden), noch dem verwerteten Zeitraum (der normalerweise viel länger ist und durch Teilen der erzielten Entlohnung durch die Referenzentlohnung ermittelt wird), der bei der Berechnung der Arbeitstage im Rahmen der verschiedenen vorteilhaften Regeln oder der Berufslaufbahn zugrunde gelegt wird.

Genauere Regeln ermöglichen es, die Auswirkung auf Ihre monatliche Entschädigung durch die Ermittlung eines nichtentschädigbaren Zeitraums festzulegen.

Die Dauer dieses nichtentschädigbaren Zeitraums wird ermittelt durch Teilen des Akkordlohns (oder der gemäß Artikel 1bis unterworfenen Entlohnung) durch eine Referenzentlohnung von 97,58 Euro.

Die Arbeitstage, die Sie auf Ihrer Kontrollkarte bereits als Arbeitstage angegeben haben, werden vom Ergebnis dieser Berechnung abgezogen.

Das Endergebnis dieser Berechnung ist ein entlohnter Zeitraum, der mit der Arbeitslosenunterstützung nicht kumuliert werden kann. Dieser in der Zukunft liegende Zeitraum kann keine 156 Tage überschreiten.

Beispiel 1: Infolge eines Arbeitsvertrages von 2 Tagen haben Sie eine Gage von 300 Euro erhalten. Auf Ihrer Kontrollkarte haben Sie 2 Arbeitstage geschwärzt.

Gemäß der Umrechnungsregel entspricht diese Gage einem nichtentschädigbaren Kalenderzeitraum, der wie folgt ermittelt wird:

[300 – (2 x 97,58)] / 97,58 = 1 Tag

Der nichtentschädigbare Zeitraum beträgt somit 1 Tag.

Beispiel 2: Sie verkaufen ein Gemälde für 2.000 Euro. Sie unterwerfen dieses Einkommen der Sozialen Sicherheit (Artikel 1bis) und schwärzen einen Arbeitstag auf Ihrer Kontrollkarte.

Gemäß der Umrechnungsregel entspricht dieses Einkommen einem nichtentschädigbaren Kalenderzeitraum, der wie folgt ermittelt wird:

[2.000 – (1 x 97,58)] / 97,58 = 19 Tage

Der nichtentschädigbare Zeitraum beträgt somit 19 Tage.

Sie erzielen Urheberrechtsgebühren oder verwandte Schutzrechte infolge Ihrer Tätigkeiten als Arbeitnehmer?

Diese Einkommen unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht der Arbeitnehmer, sie werden nicht als die Einkommen eines Arbeitnehmers angesehen und sie können also Ihren Arbeitslosengeldbetrag beeinflussen.

Erklärungen hierzu finden Sie unter dem Punkt "Welchen Einfluss haben die Einkünfte aus Ihrer künstlerischen selbständigen Tätigkeit auf Ihren Arbeitslosengeldbetrag?"

Sie üben Ihre selbständigen künstlerischen Tätigkeiten hauptberuflich aus?

Wenn Sie Ihre künstlerischen Tätigkeiten als hauptberuflich Selbständiger ausüben, werden Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben. So brauchen Sie nicht mehr als Arbeitsuchender eingetragen zu sein und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.

Sie üben Ihre selbständigen künstlerischen Tätigkeiten nebenberuflich aus?

Wenn Sie Ihre selbständigen künstlerischen Tätigkeiten nebenberuflich ausüben, können Sie diese mit Ihrem Statut als entschädigter Arbeitsloser kombinieren.

Sie dürfen im Laufe der Arbeitslosigkeit künstlerische Tätigkeiten als nebenberuflich Selbständiger aufnehmen.

Sie müssen als Arbeitsuchender eingetragen bleiben und dem Arbeitsmarkt weiter zur Verfügung stehen (außer wenn Sie freigestellt sind).

Wie müssen Sie diese nebenberuflichen selbständigen künstlerischen Tätigkeiten melden?

Zum Zeitpunkt Ihres Unterstützungsantrages

Sie müssen Ihre Tätigkeiten zum Zeitpunkt Ihres Unterstützungsantrages oder später, im Moment, wo Sie diese Tätigkeiten zum ersten Mal beginnen oder Ihre Werke vermarkten, melden.

Diese Meldung erfolgt mittels der Formulare C1 und C1-KÜNSTLER, die Sie bei Ihrer Zahlstelle einreichen.

Auf Ihrer papiernen oder elektronischen Kontrollkarte

Auf Ihrer Kontrollkarte müssen Sie als Arbeitstage, die Tage angeben, an denen Sie eine der nachfolgenden Tätigkeiten ausüben:

  • öffentliche Vorstellungen oder Darbietungen;
  • Anwesenheit bei einer Ausstellung Ihrer Kunstwerke, wenn Sie sich selbst um den Verkauf kümmern oder wenn diese Anwesenheit auf der Grundlage eines Vertrages mit einem Dritten, der Ihre Werke zum Verkauf anbietet, erfordert wird;
  • Anwesenheit bei der Aufnahme oder bei der Vorstellung von audiovisuellen Werken;
  • Leistungen gegen eine andere Bezahlung als in einem Arbeitsverhältnis.

Die vorerwähnten Tage geben keinen Anlass zur Zahlung einer Unterstützung.

Eventuelle Tätigkeiten, die der Sozialen Sicherheit der Arbeitnehmer unterliegen, müssen ebenfalls gemeldet werden (siehe die Rubrik "Welche Auswirkung haben Ihre künstlerischen Tätigkeiten als Arbeitnehmer auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung?" des vorliegenden Infoblatts).

Sie geben auf Ihrer Kontrollkarte auch die anderen Gründe, die die Entschädigung verhindern (andere Arbeit, Krankheit, bezahlte Urlaubstage, Aufenthalt im Ausland...) laut Anweisung an.

Für die Samstage gilt eine besondere Regel. Die Samstage, die auf eine nichtentschädigbare Woche folgen, oder die Samstage, die zwischen einem nichtentschädigbaren Freitag und einem nichtentschädigbaren Montag liegen, sind nicht entschädigbar. Die Samstage, denen 2 oder 3 Aktivitätstage vorangehen, werden zur Hälfte entschädigt.

Wenn Ihre Nebentätigkeit ab einem bestimmten Zeitpunkt die Eigenschaften einer Haupttätigkeit aufweist (hinsichtlich, u.a., der Anzahl Stunden, die Sie dieser Tätigkeit widmen und der Einkünfte, die sie Ihnen verschafft), kann Ihr Arbeitslosengeldanspruch zu dem Zeitpunkt wegfallen.  In diesem Fall werden Sie zuvor in das Arbeitslosenamt vorgeladen, wo Sie die Möglichkeit haben werden, Ihre Argumente vorzubringen.  

Die Einkünfte aus Ihren künstlerischen Tätigkeiten können eine Verringerung des Betrages der Unterstützung veranlassen (siehe den Abschnitt bezüglich der Einkommenserklärung und der Berechnung der Unterstützung).

Wenn Sie Geschäftsführer einer Gesellschaft oder einer VoG sind, beziehen Sie sich auf den diesbezüglichen Punkt.

Wenn Sie ebenfalls Leistungen im Rahmen eines Arbeitsvertrages oder eines Statuts erbringen, beziehen Sie sich auf den diesbezüglichen Punkt.

Welche Auswirkung haben die Einkünfte aus Ihrer künstlerischen selbständigen Tätigkeit auf die Höhe Ihrer Arbeitslosenunterstützung?

Die Einkünfte, die Ihnen Ihre künstlerischen Tätigkeiten (ausgenommen als Arbeitnehmer oder statutarischer Bediensteter) verschaffen, können den Betrag Ihrer Arbeitslosenunterstützung beeinflussen, selbst wenn Sie diese Tätigkeit eingestellt haben. Diese Einkünfte müssen Sie also auf dem Formular C1 KÜNSTLER angeben. Diese Einkünfte sind jedoch ohne Nachwirkung (eine Meldung ist also nicht erforderlich), wenn Sie Ihre künstlerischen Tätigkeiten vor Ihrer ersten Arbeitslosigkeitszeit oder seit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren endgültig beendet haben.

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen (Covid-19) gilt Folgendes: Bei der endgültigen Berechnung in 2022 und 2023 des täglichen Arbeitslosengeldbetrages, werden die Urheberrechte oder verwandten Schutzrechte aus einer künstlerischen Tätigkeit, die Sie zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. September 2021 und/oder zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 31. März 2022 erhalten haben, nicht berücksichtigt werden.

Beispiel: Im Falle einer Einstellung der künstlerischen Tätigkeiten ab dem 1. Dezember 2013, werden 2014 und 2015 die Einkünfte, die Sie dann für frühere Tätigkeiten erhalten werden, noch berücksichtigt.

Ab 2016 werden etwaige Einkünfte nicht mehr in Betracht gezogen.

Wenn der jährliche steuerpflichtige Nettobetrag dieser Einkommen nicht 4.720,56 Euro übersteigt (indexierter Betrag), bleibt der Arbeitslosengeldbetrag unverändert.

Wenn der jährliche steuerpflichtige Nettobetrag dieser Einkommen den vorgenannten Jahresbetrag übersteigt, wird der Arbeitslosengeldbetrag reduziert. Bei einer Ausübung der Tätigkeit während des ganzen Kalenderjahres, wird Ihr tägliches Arbeitslosengeld um 1/312 des überschüssigen Betrages reduziert.

Im Formular C1 KÜNSTLER, werden Sie darum gebeten, den annähernden jährlichen steuerpflichtigen Nettobetrag der Einkommen aus Ihren künstlerischen Tätigkeiten (ausgenommen als Lohn- oder Gehaltsempfänger oder statutarisch Beschäftigter) zu berechnen, sodass das Arbeitslosenamt den Betrag des (eventuell reduzierten) Arbeitslosengeldes, auf den Sie Anspruch haben, festsetzen kann.

Wenn Sie mehr Einkünfte als vorgesehen erzielen, können Sie eine Änderungserklärung abgeben. Das LfA wird Ihr Arbeitslosengeld dann sofort anpassen; so wird vermieden, dass Sie später bedeutende Summen zurückerstatten müssen.

Das LfA wird jährlich eine endgültige Berechnung vornehmen. Dieser Berechnung wird es die steuerpflichtigen Nettoeinkünfte (andere als die, für welche LSS-Beiträge entrichtet wurden) zugunde legen, die es beim FÖD Finanzen abfragen kann. Es ist unter Umständen möglich, dass das LfA Sie durch Vermittlung Ihrer Zahlstelle darum bittet, trotzdem weitere Informationen oder Belege über die Einkünfte aus Ihrer künstlerischen Tätigkeit einzureichen.

Möglicherweise erhalten Sie dann Nachzahlungen. Es kann auch sein, dass Sie einen Teil der bezogenen Unterstützung zurückerstatten müssen.

Wichtiger Hinweis: Ihre Einkommen aus Ihrer selbständigen Tätigkeit müssen nicht auf einem Formular C3-Künstler angegeben werden. Dieses Formular ist allein für Entlohnungen bestimmt, die dem LSS unterliegen.

Sie sind Verwalter einer Handelsgesellschaft oder einer VoG, die künstlerische Tätigkeiten verwaltet?

Wenn Sie Bevollmächtigter (Geschäftsführer, Verwalter...) einer Handelsgesellschaft sind, haben Sie im Prinzip kein Anrecht auf Arbeitslosenunterstützung.

Wenn Sie Bevollmächtigter (Geschäftsführer, Verwalter...) einer Handelsgesellschaft sind, die künstlerische Tätigkeiten verwaltet, müssen Sie dies auf dem Formular C1 KÜNSTLER angeben.

Wenn Ihre Tätigkeit als Verwalter geringfügig ist und sich auf die administrative Bewirtschaftung Ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeiten beschränkt, behalten Sie jedoch Ihren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. Ihre etwaigen Einkünfte aus Ihrem Mandat als Verwalter können jedoch eine Auswirkung auf die Höhe Ihrer Unterstützung haben (siehe den Abschnitt über die Einkommenserklärung und die Berechnung der Unterstützung).

Falls Ihre Tätigkeit als Verwalter nicht geringfügig ist (z.B. Sie sind Verwalter einer Gesellschaft, die sich um die Interessen einer professionellen Kunstgesellschaft kümmert), verlieren Sie Ihren Anspruch auf Unterstützung. In diesem Fall werden Sie zuvor in das Arbeitslosenamt vorgeladen, wo Sie die Möglichkeit haben werden, Ihre Argumente vorzubringen.

Sie üben ein Mandat als Mitglied eines Beratungsgremiums in den kulturellen Sektoren oder ein Mandat als Mitglied der Künstlerkommission aus?

Die Ausübung eines Mandats als Mitglied eines Beratungsgremiums in den kulturellen Sektoren, das von den Gemeinschaften gemäß den Dekreten, die diese Sektoren regeln, bestimmt wurde, oder eines Mandats als Mitglied der Künstlerkommission, kann mit dem Bezug von Arbeitslosengeld kombiniert werden, sofern Sie dieses Mandat bei Ihrer Zahlstelle angeben und das Einkommen aus Ihrem Mandat (bzw. aus allen Ihren Mandaten zusammen) pro Kalenderjahr keine 1.820,70 Euro übersteigt.

Sie üben Ihre künstlerischen Tätigkeiten als Hobby aus?

Künstlerische Tätigkeiten werden als Hobby angesehen, solange Sie diese ohne jegliche Kommerzialisierung ausüben.

Als entschädigter Arbeitsloser dürfen Sie Ihr Hobby ausüben, wann immer Sie möchten (während des Tages und am Abend, während der Woche und am Wochenende) und Sie brauchen es nicht zu melden. Sie dürfen also ein Buch schreiben, ein Gemälde malen, in einer Theatertruppe von Amateuren spielen, an einer Ausstellung ohne Erwerbszweck oder an Unterrichten teilnehmen...

Wenn Sie im Nachhinein Ihre Kunstwerke wohl vermarkten möchten "Sie möchten Ihr Buch veröffentlichen oder Ihre Gemälde in einer Galerie zum Verkauf anbieten" ist dies durchaus möglich. In einem solchen Fall beziehen Sie sich auf die Abschnitte hier unten, die Sie betreffen.

Sie üben Ihre künstlerischen Tätigkeiten gegen Zahlung einer "kleinen Vergütung" aus?

Die Regelung der „kleinen Vergütung“ kann angewendet werden, wenn Sie gegen die Ausübung von künstlerischen Tätigkeiten oder das Schaffen von Kunstwerken, nur eine Vergütung von höchstens 134,63 Euro (mit einem Höchstbetrag von 2.692,64 Euro pro Kalenderjahr) (Beträge für 2022) erhalten. Näheres über diese Regelung erfahren Sie auf dem Portal der Sozialen Sicherheit (www.socialsecurity.be).

Wenn diese Regelung angewendet wird, brauchen keine Sozialsicherheitsbeiträge entrichtet zu werden und müssen die künstlerischen Arbeitsleistungen nicht dem LSS gemeldet werden.

Was die Arbeitslosenversicherung betrifft, werden diese Leistungen jedoch als eine Arbeit betrachtet. Demzufolge müssen Sie die Tage, für die Sie eine solche „kleine Vergütung“ erhalten, auf Ihrer Kontrollkarte als Arbeitstage angeben. Für diese Tage wird Ihnen kein Arbeitslosengeld bewilligt. Diese kleinen Vergütungen müssen allerdings weder auf dem Formular C1-Künstler, noch zum Zeitpunkt der jährlichen Meldung der Einkünfte mitgeteilt werden (siehe den Punkt über die Einkommenserklärung und die Bemessung des Arbeitslosengeldes).

Wenn Sie eine “kleine Vergütung“ für Arbeitsleistungen im Rahmen von freiwilligen Tätigkeiten, die als solche vom Arbeitslosenamt erlaubt worden sind, erhalten (z.B.: Sie nehmen an kulturellen Aktivitäten für ärmere Leute teil), brauchen Sie diese Tätigkeiten auf Ihrer Kontrollkarte nicht anzugeben und behalten Sie Ihr Arbeitslosengeld. Für nähere Auskünfte lesen Sie das Infoblatt "Dürfen Sie ehrenamtlich arbeiten für eine Privatperson oder eine Organisation?" Nr. T42. Dieses ist beim Arbeitslosenamt des LfA erhältlich oder kann von der Website www.lfa.be heruntergeladen werden.

Die Pflicht, am allgemeinen Arbeitsmarkt verfügbar zu sein

Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Ihr Arbeitslosengeldanspruch von Ihrer Verfügbarkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt abhängig ist.

Für die Kontrolle Ihrer Verfügbarkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt sind nunmehr die regionalen Arbeitsämter zuständig (Arbeitsamt der DG, Actiris, Forem, VDAB).

Wünschen Sie weitere Informationen?

Näheres erfahren Sie bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA. Dort können Sie Infoblätter erhalten, in denen die verschiedenen Aspekte der Arbeitslosenversicherung erklärt sind.

Informationen finden sie auch auf dem Formular C1-Künstler, das auf der Website des LfA erhältlich ist.

Zum Thema 'soziales Statut der Künstler' finden Sie Auskünfte auf der Website des LISVS (www.rsvz-inasti.fgov.be/de/selfemployed/artist.htm).

 
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